Kieferfehlstellungen beim Pferd

Diagnose:

Wie werden Kieferfehlstellungen beim Pferd diagnostiziert?

Eine Tierärztin oder ein Tierarzt erkennt eine Kieferfehlstellung beim Pferd durch eine genaue Untersuchung des Kiefers und der Maulhöhle. Spezielle Spreizinstrumente halten dazu das Maul des Pferdes offen.

Eine Röntgen-Untersuchung gibt Aufschluss darüber, ob und wie stark der Kiefer bereits geschädigt ist. Durch spezielle Abmessungen des Schädels lässt sich ermitteln, ob ein Kiefer zu viel oder zu wenig gewachsen ist. In einigen Fällen ist es notwendig, dem Pferd für die Untersuchung eine Beruhigungsspritze oder eine kurze Narkose zu verabreichen.

Manchmal treten Kieferfehlstellungen im Zusammenhang mit anderen Missbildungen auf. Die Tierärztin bzw. der Tierarzt untersucht das Pferd daher auch auf seinen Allgemeinzustand hin und erkundigt sich nach der Abstammung des Tieres.

Behandlung:

Wie können Kieferfehlstellungen beim Pferd behandelt werden?

Die Behandlung einer Kieferfehlstellung richtet sich unter anderem danach, wie stark sich die Fehlstellung auf das Fressverhalten und den Gesundheitszustand des Pferdes auswirkt. Bei einem leichten Überbiss oder Unterbiss reicht es vielfach bereits, die betroffenen Zähne regelmäßig abzuschleifen.

Mögliche Zahnspitzen, Kanten oder Ähnliches sollten entfernt, wunde Stellen in der Maulhöhle entsprechend behandelt werden. Leidet das Pferd unter einer schweren Kieferfehlstellung, ist es gegebenenfalls notwendig, die Schneidezähne zu ziehen.

Da sich bei einem Fohlen der Kiefer noch im Wachstum befindet, lassen sich Kieferfehlstellungen hier unter Umständen mithilfe von kieferorthopädischen Geräten, Drähten oder Zugbändern erfolgreich behandeln. So lässt sich beispielsweise bei einem Überbiss das Wachstum des Oberkiefers stoppen, sofern dieser zu stark gewachsen ist.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Kieferfehlstellungen beim Pferd?

Wird eine Kieferfehlstellung so früh wie möglich nach der Geburt des Fohlens erkannt und kieferchirurgisch behandelt, stehen die Chancen gut, dass sie nicht fortschreitet.

Ist das Pferd beziehungsweise der Kiefer bereits ausgewachsen, gestaltet sich die Behandlung schwieriger.

Des Weiteren hängt die Prognose vom Schweregrad der Kieferfehlstellung ab. In schweren Fällen kann das betroffene Pferd kein Futter mehr aufnehmen und magert ab.

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel: