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Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd

 

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Diagnose:

Wie wird eine Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd diagnostiziert?

Der Tierarzt diagnostiziert eine Genickbeule (Bursitis nuchalis) anhand der Symptome und weiterführender Untersuchungen. Er untersucht das Pferd gründlich und stellt fest, inwieweit die Genickbeule das Allgemeinbefinden des Pferdes beeinträchtigt. Er erkundigt sich beim Besitzer, ob das Pferd einen Unfall hatte oder mit irgendetwas zusammengestoßen ist.

Dann untersucht der Tierarzt die Genickstelle genauer. Manchmal entscheidet er sich dafür, die Beule zu punktieren, also mit einer Nadel in die Beule zu stechen und Flüssigkeit daraus zu entnehmen. So lässt sich feststellen, ob sich mit Bakterien infizierter Eiter in der Genickbeule befindet oder nicht.

Häufig röntgt der Tierarzt den Hals des Pferdes, um Brüche oder Absprengungen der Wirbel ausschließen zu können und um zu sehen, ob der Knochen von der Entzündung betroffen ist. Auch eine Ultraschall-Untersuchung kann wichtige Hinweise bei einer Genickbeule liefern. In Spezialkliniken wird manchmal eine Computertomografie durchgeführt.

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Behandlung:

Wie kann eine Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd behandelt werden?

Der Tierarzt behandelt die Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd entsprechend ihrer Ursache. Prinzipiell rät er an, die Pferde frei in der Box zu halten, ohne jegliche Belastung durch ein Halfter. Liegt eine sogenannte aseptische Bursitis oder ein Bursahygrom vor – das heißt die Beule ist auf eine Verletzung ohne Beteiligung mit Bakterien zurückzuführen –, so verabreicht der Tierarzt entzündungshemmende Medikamente. Manchmal punktiert er die Genickbeule, um die Flüssigkeit zu entnehmen und um Kortison (ein stark entzündungshemmendes Mittel, beispielsweise Prednisolon) in die Beule zu injizieren.

Ist die Genickbeule beim Pferd infiziert – das heißt Bakterien sind beteiligt und es bildet sich Eiter –, so entscheidet sich der Tierarzt oftmals zu einer Operation. Zusätzlich verabreicht er dem Pferd Schmerzmittel und Antibiotika. In der Operation eröffnet der Tierarzt die Eiteransammlung (Abszess beim Pferd) und trägt die entzündeten Gewebsareale ab. Oftmals legt er Tamponaden in die Wunde ein, damit die Wundflüssigkeit in den ersten Tagen nach der Operation ablaufen kann.

Es ist bei einer Genickbeule manchmal notwendig, Teile des Nackenbands mit zu entnehmen (Nackenstrang-Resektion), wenn das Nackenband mit entzündet und geschädigt ist (Nackenstrang-Nekrose). Das Nackenband stützt den Kopf und Hals des Pferdes, indem es die Wirbel miteinander verspannt. Hat der Tierarzt Teile des Nackenbands entfernt, ist diese Stützfunktion in den ersten Tagen nach der Operation nicht mehr vorhanden – die Pferde halten den Kopf tief oder legen ihn auf. Sie müssen daher gezielt vom Boden gefüttert und in den ersten Tagen intensiv überwacht werden. Die übrige Halsmuskulatur ist in der Lage, die Stützfunktion des Nackenbands zu übernehmen. Die gesamte Heilung dauert jedoch mehrere Wochen oder Monate.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd?

Die Prognose einer Genickbeule (Bursitis nuchalis) beim Pferd hängt stark davon ab, wie ausgeprägt die Entzündung ist, wie lange sie besteht und welche weiteren Strukturen betroffen sind. Oftmals sind mehrere Behandlungen notwendig, um eine komplette Heilung zu erreichen.

Bei einer septischen Bursitis – das heißt einer Genickbeule, die sich infiziert hat – ist oftmals das Nackenband mit betroffen. Durch eine Operation gelingt es häufig, dass die Pferde ihre Einsatzfähigkeit wiedererlangen. Eine lange Heilungsdauer und mehrere Behandlungen sind jedoch oft notwendig. Bei schwerwiegenden Verläufen ist die Prognose für eine komplette Heilung ungünstiger.

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