Ohrmilben bei der Katze

Wenn eine Katze unter Ohrmilben leidet, hat sie sich mit einer Milbe namens Otodectes cynotis angesteckt. Die Milben leben im Gehörgang und an der Ohrmuschel.
Ohr einer Katze
Ohrmilben leben im Gehörgang der Katze und lösen eine sogenannte Ohrräude aus. Foto: vetproduction

Definition:

Was sind Ohrmilben bei der Katze?

Wenn eine Katze unter Ohrmilben leidet, hat sie sich mit einer Milbe namens Otodectes cynotis angesteckt. Diese Milbe befällt die Ohren von Hunden, Katzen und anderen Tieren und führt zu einer speziellen Ohrentzündung, der Ohrräude.

Die Milben leben im Gehörgang und an der Ohrmuschel der Katze und ernähren sich dort von Hautzellen und den Ohrabsonderungen. Die Ohrmilben können durch direkten Kontakt zwischen den Tieren übertragen werden – auch von Hund auf Katze und umgekehrt. Vor allem junge Tiere zeigen häufig einen Ohrmilben-Befall.

Ausgewachsene Milben leben etwa zwei Monate. Sie bilden Eier, aus denen sich neue Milben entwickeln. Auch außerhalb der Katze können die Milben und Eier überleben.

Ursachen:

Was sind die Ursachen für Ohrmilben bei der Katze?

Ohrmilben bei der Katze sind Parasiten, die im Gehörgang, in der Ohrmuschel und bei starkem Befall auch an anderen Stellen des Kopfs leben. Die Ohrmilben der Katze (Otodectes cynotis) werden durch direkten Kontakt zwischen verschiedenen Tieren übertragen. Auch Hunde und andere Tiere, wie Füchse, können befallen sein.

Die Milben ernähren sich von Hautschuppen und den Absonderungen aus dem Ohr der Katze. Die Haut der Katze wird dadurch häufig sehr empfindlich – es bilden sich eher Allergien aus und die Katze empfindet die Stellen als juckend.

Der Gehörkanal kann sich mit den Ausscheidungen der Ohrmilben, Blut und Ohrschmalz anfüllen. Dadurch wird das Ohr nicht mehr so gut durchlüftet und es kommt eventuell zu einer entzündlichen Ohrinfektion bei der Katze.

Symptome:

Wie äußern sich Ohrmilben bei der Katze?

Bei einem Befall mit Ohrmilben können unter anderem folgende Symptome bei der Katze auftreten:

  • Die Katze knickt die Ohren ab, schüttelt den Kopf, reibt die Ohren und kratzt sich mit den Pfoten.
  • Dabei können sich an den Ohrmuscheln und neben dem Ohr blutige Krusten und Kratzer bilden.
  • Das Ohr riecht unangenehm.
  • Ohrbeläge sind sichtbar, oft ist der Belag bröckelig und braun. Manchmal bildet sich aber auch nur wenig und heller Ohrschmalz.
  • Die Katze äußert Schmerzen, vor allem, wenn man das Ohr berührt.
  • Die Katze hört schlechter.

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Weiterführende Informationen

Autor: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum der letzten Aktualisierung: Juni 2022
Quellen:
Lutz, H. et al.: Krankheiten der Katze. Thieme Verlag 2019
Peters, S. et al.: Dermatologie-Atlas Katze. Enke, Stuttgart 2016

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