Gastritis bei Katzen (Magenschleimhaut-Entzündung)

Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut der Katze entzündet. Eine mögliche Folge der Gastritis ist ein Magengeschwür.

Diagnose:

Tabletten
Um eine Gastritis bei Katzen zu behandeln, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Foto: vetproduction

Wie wird eine Gastritis bei Katzen diagnostiziert?

Auf Ultraschall-Bildern und Röntgen-Aufnahmen lassen sich nur Magengeschwüre, nicht aber eine Gastritis bei Katzen erkennen. Aus diesem Grund nimmt der Tierarzt oder die Tierärztin in der Regel eine Tiermagenspiegelung (Gastroskopie) vor. Dabei schiebt er oder sie ein Endoskop mit einer kleinen Kamera in den Magen der Katze. Über einen Monitor sind das Innere des Katzenmagens und mögliche Veränderungen der Magenschleimhaut ersichtlich.

Ist unverdauliches Material die Ursache für die Gastritis der Katze, kann der Tierarzt oder die Tierärztin dieses gegebenenfalls mithilfe einer kleinen Zange direkt während der Magenspiegelung entfernen. Ein weiteres Verfahren, um eine Magenschleimhaut-Entzündung bei der Katze zu diagnostizieren, ist die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) mit einer Hohlnadel. Ein Speziallabor untersucht das entnommene Gewebe aus dem Katzenmagen auf Entzündungen und Bakterien.

Behandlung:

Was hilft gegen eine Gastritis bei Katzen?

Zur Behandlung einer Gastritis bei Katzen stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Im Wesentlichen richtet sich die Therapie nach der Ursache der Gastritis. Um der Übersäuerung des Magens entgegenzuwirken, verordnet die Tierärztin oder der Tierarzt zum Beispiel sogenannte Protonen-Pumpen-Hemmer wie den Wirkstoff Omeprazol oder Histamin-Rezeptor-Antagonisten wie Famotidin.

Bei einer bakteriellen Magenschleimhaut-Entzündung helfen Antibiotika (z.B. Amoxicillin). Leidet die Katze an einer Nierenerkrankung, die zu der Gastritis geführt hat, muss zusätzlich diese Grunderkrankung behandelt werden.

Außerdem kann für wenige Tage ein Nahrungsentzug sinnvoll sein. Danach empfiehlt sich eine magenschonende Ernährung über eine gewisse Dauer.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Gastritis bei Katzen?

In der Regel ist die Prognose einer Gastritis bei Katzen gut, sofern der Tierarzt oder die Tierärztin die Ursache frühzeitig feststellen und entsprechend behandeln konnte.

Liegt der Magenschleimhaut-Entzündung aber zum Beispiel ein Magentumor zugrunde oder leidet die Katze an einem aufgebrochenen Magengeschwür, verschlechtert sich die Prognose.

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