Katzenschnupfen

Diagnose:

Katze bei der Blutentnahme
Viren lassen sich durch eine Blutuntersuchung mit speziellen Antikörper-Tests nachweisen. Foto: vetproduction

Wie wird Katzenschnupfen diagnostiziert?

Eine Tierärztin oder ein Tierarzt erkennt einen Katzenschnupfen meistens bereits an den typischen Symptomen wie Schnupfen, Niesen, verklebten Augen, Geschwüren an den Schleimhäuten (z.B. im Maul) und Fieber. Um den Verdacht zu untermauern und die genauen Ursachen beziehungsweise die Erreger der Erkrankung zu ermitteln, nimmt die Tierärztin bzw. der Tierarzt verschiedene Untersuchungen bei der Katze vor.

So gibt beim Verdacht auf Katzenschnupfen ein Abstrich der Schleimhäute der Katze (Augen, Rachen, Nasensekret) Aufschluss über eine mögliche Infektion mit Bakterien. Viren lassen sich durch eine Blutuntersuchung bei Tieren mit speziellen Antikörper-Tests nachweisen. Sie zeigen, ob die Katze Antikörper gegen ein bestimmtes Virus gebildet hat. Da gegen Katzenschnupfen geimpfte Katzen jedoch ebenfalls Antikörper im Blut haben, ist die Diagnose hier nicht immer eindeutig.

Behandlung:

Wie kann Katzenschnupfen behandelt werden?

Die Tierärztin bzw. der Tierarzt wird einen Katzenschnupfen in der Regel mit Antibiotika, zum Beispiel mit den Wirkstoffen Amoxicillin oder Tetracyclin, behandeln. Ein Antibiotikum ist ein Medikament, das Bakterien abtötet. Zur Behandlung werden Antibiotika zum Beispiel als Tabletten oder in Form von Augentropfen verabreicht.

Zur Stärkung des Immunsystems der Katze und um die Viren zu bekämpfen, kann die Tierärztin oder der Tierarzt zudem sogenannte Immunglobuline oder felines Interferon verabreichen.

Es ist zudem wichtig, dass Sie Ihre kranke Katze eingehend pflegen, um ihre Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Ihre Katze sollte sich schonen. Achten Sie darauf, dass die Katze ausreichend trinkt und frisst und keinen Kontakt zu anderen Katzen hat, um zu vermeiden, dass sie andere Tiere ansteckt.

Es empfiehlt sich, verkrustete Augen, die Nase und die Nasenlöcher Ihrer Katze dreimal am Tag zu säubern und mit geeigneten Pflegemitteln und Medikamenten zu versorgen. Verweigert Ihre Katze die Nahrung, können Sie gegebenenfalls auf Nahrung in Pastenform zurückgreifen, die Sie ihr behutsam ins Maul spritzen.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Katzenschnupfen?

Die Prognose von Katzenschnupfen ist bei rechtzeitiger Therapie meist gut: Erfolgt die Behandlung früh, erholen sich die Katzen vielfach vollständig von der Krankheit. Die Infektion heilt bei älteren Katzen meist schneller aus als bei jungen Tieren. Bei sehr jungen Kätzchen kann die Erkrankung dramatisch verlaufen und auch tödlich enden.

Katzenwelpen oder Katzen mit einem geschwächten Immunsystem können durch massive Augenentzündungen Folgeschäden zurückbehalten. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass sich der Katzenschnupfen zu einem chronischen Schnupfen entwickelt.

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