Gelbsucht (Ikterus) bei der Katze

Diagnose:

Katze bei der Blutentnahme
Um die Ursache für die Gelbsucht herauszufinden, wird der Katze Blut abgenommen. Foto: vetproduction

Wie wird die Gelbsucht (Ikterus) bei der Katze diagnostiziert?

Eine Tierärztin oder ein Tierarzt erkennt eine Gelbsucht bei der Katze an der typischen Gelbfärbung ihres Gaumens, der Lederhaut des Auges, der Schleimhäute oder der gesamten äußeren Haut der Katze.

Um die Ursache für die Gelbsucht herauszufinden, wird der Katze zunächst Blut abgenommen und der Anteil an roten Blutkörperchen im Blut bestimmt. Ist dieser besonders niedrig, liegt der Gelbsucht möglicherweise kein Leberproblem, sondern eine prähepatische Ursache (also z.B. ein Parasiten-Befall) zugrunde.

Mithilfe von Antikörper-Tests lässt sich unter anderem ermitteln, ob die Katze mit Gelbsucht an einer Virusinfektion leidet. Zudem geben verschiedene Leberwerte im Blut Aufschluss, ob die Katze eine Lebererkrankung hat.

Mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung betrachtet die Tierärztin oder der Tierarzt die Leber der Katze auf Veränderungen. Eine Gewebeproben-Entnahme (Biopsie) aus der Leber zeigt, inwieweit das Lebergewebe der Katze bei einer Gelbsucht bereits geschädigt ist.

Behandlung:

Wie kann die Gelbsucht bei der Katze behandelt werden?

Die Behandlung einer Gelbsucht (Ikterus) bei der Katze richtet sich nach ihrer Ursache. Im Falle einer leichten Leberentzündung (Hepatitis) bei der Katze verabreicht die Tierärztin oder der Tierarzt zum Beispiel Antibiotika. Bei bestimmten Formen von Leberentzündungen kommen unter anderem Glukokortikoide (wie Kortison) zum Einsatz.

Bei anderen Lebererkrankungen, wie einer Fettleber als Ursache der Gelbsucht, empfehlen Tierärztinnen und Tierärzte in der Regel eine Diät. Die Katze muss ihre Ernährung umstellen und ein anderes Futter erhalten. Wie die Ernährung genau aussieht, hängt von der Art der Lebererkrankung der Katze ab. Sprechen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt darauf an.

Sind die Gallenwege der Katze entzündet, umfasst die Behandlung der Gelbsucht zum Beispiel Antibiotika, Glukokortikoide oder Ursodeoxycholsäure (Gallensäuren).

Prognose:

Wie gefährlich ist eine Gelbsucht?

Je nachdem, welche Erkrankung zu der Gelbsucht bei der Katze geführt hat, fällt die Prognose unterschiedlich aus. Ein Ikterus kann vollständig heilbar sein, aber auch tödlich verlaufen. In jedem Fall ist eine Gelbsucht immer ernst zu nehmen, da eine gefährliche Ursache (z.B. Lebererkrankung) dahinter stecken kann.

Häufig ist eine Leberentzündung (Hepatitis) bei der Katze die Ursache der Gelbsucht. Dann kommt es für die Prognose zusätzlich darauf an, ob die Katze an einer chronischen, akuten, leichten oder schweren Form leidet.

Bei einer leichten Leberentzündung bestehen zum Beispiel gute Chancen, dass sich die Leber der Katze wieder vollständig erholt, während bei einer schweren Leberentzündung das Lebergewebe oft bereits stark geschädigt ist.

Im Allgemeinen lässt sich eine Gelbsucht bzw. die dahinter stehende Erkrankung der Katze gut behandeln, sodass die Gelbfärbung nach einiger Zeit nachlässt. Die Lebenserwartung der Katze ist dann ganz normal.

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