Epilepsie bei der Katze

Diagnose:

Magnet-Resonanz-Tomografie
Bildgebende Verfahren wie die Magnet-Resonanz-Tomografie, können Aufschluss über mögliche Veränderungen wie Verletzungen oder Tumoren im Gehirn der Katze geben. Foto: vetproduction

Wie wird eine Epilepsie bei der Katze diagnostiziert?

Um die Diagnose Epilepsie bei der Katze stellen zu können, stellt die Tierärztin oder der Tierarzt einige Fragen zu den genauen Symptomen. Man erkennt eine Epilepsie am auffälligen Verhalten der Katze. Typisch für einen epileptischen Anfall sind ein Bewusstlosigkeit der Katze und unkontrollierte Zuckungen. Auch kommt es vor, dass sich die Katze vor einem Anfall anders als sonst verhalten hat (Aura).

Tierärztinnen und Tierärzte stellen die Diagnose Epilepsie, wenn wiederholte Krampfanfälle auftreten. Bildgebende Verfahren (z.B. Computertomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie bei Tieren), geben Aufschluss über mögliche Veränderungen wie Verletzungen oder Tumoren im Gehirn der Katze.

Außerdem entnimmt der Tierarzt Blut, in manchen Fällen auch Rückenmarksflüssigkeit (Liquoruntersuchung), um Infektionen, Entzündungen oder andere Veränderungen als Ursache der Epilepsie bei der Katze nachzuweisen.

Behandlung:

Was hilft gegen Epilepsie bei Katzen?

Eine Epilepsie bei der Katze lässt sich in der Regel nicht heilen. Treten epileptische Anfälle nur selten auf, ist eine Therapie meist nicht notwendig. Andernfalls verschreiben Tierärztinnen und Tierärzte der Katze Medikamente, um die Schwere und Häufigkeit epileptischer Anfälle zu mindern. Nach welchem Schema die Medikamente verabreicht werden sollen, richtet sich unter anderem danach, wie schwer die Epilepsie der Katze ausgeprägt ist beziehungsweise wie häufig die epileptischen Anfälle auftreten.

Wirkstoffe, die gegen Epilepsie bei der Katze eingesetzt werden, sind unter anderem Phenobarbital und Diazepam. Meist erhält die Katze die Medikamente täglich, wobei sie am Anfang der Therapie durch die Mittel häufig müde wird. Im Notfall eines Status epilepticus oder von Cluster-Anfällen kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt die Medikamente als Spritze oder Infusion verabreichen, damit sie schneller wirken.

Prognose:

Wie ist die Prognose der Epilepsie bei der Katze?

Bei einer Epilepsie der Katze richtet sich die Prognose unter anderem danach, seit wann die epileptischen Anfälle bestehen, wie oft sie auftreten und welche Auslöser die Epilepsie hat. Epileptische Anfälle der Katze lassen sich in der Regel gut mit Medikamenten behandeln. In manchen Fällen treten die Anfälle unter Therapie seltener auf oder verlaufen weniger schwer.

Möglich ist jedoch auch, dass die Häufigkeit epileptischer Anfälle bei der Katze gleich bleibt oder sogar zunimmt. Es ist daher nicht möglich, eine genaue Prognose bei Epilepsie der Katze zu stellen. Ohne eine Behandlung verstärkt sich die Epilepsie bei der Katze häufig.

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