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Allergische Hautentzündung (Atopische Dermatitis) bei der Katze

 

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Diagnose:

halskragen

Es ist sinnvoll, der Katze einen Halskragen anzulegen, bis die allergische Hautentzündung bei der Katze abgeheilt ist. Foto: vetproduction

Wie wird eine allergische Hautentzündung bei der Katze diagnostiziert?

Da die allergische Hautentzündung (atopische Dermatitis) bei der Katze keine einheitlichen Symptome hervorruft, kann die Diagnose für den Tierarzt mitunter schwierig sein. Der Tierarzt sucht das Fell der Katze zunächst gründlich nach Parasiten wie Flöhen ab. In der Regel entnimmt er auch eine Blutprobe. Im Labor kann das Blut der Katze auf Antikörper gegen bestimmte, häufig vorkommende Allergene, getestet werden. Da jedoch viele verschiedene Stoffe als Allergieauslöser infrage kommen, ist die Suche nach dem verursachenden Stoff oft schwierig und langwierig.

Weitere Hinweise auf eine allergische Hautentzündung liefert eine Hautprobe. Dabei entnimmt der Tierarzt mithilfe einer kleinen Stanze eine Probe (Stanz-Biopsie) von einer betroffenen Hautstelle oder schabt mit einer Skalpellklinge über die Hautoberfläche (Hautgeschabsel). Zusätzliche Infektionen der Haut mit Bakterien oder Pilzen lassen sich so feststellen.

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Behandlung:

Wie kann die allergische Hautentzündung bei der Katze behandelt werden?

Häufig ist die Haut der Katze bei einer allergischen Hautentzündung (atopische Dermatitis) mit Bakterien oder Pilzen infiziert. Um die Krankheitserreger abzutöten, verabreicht der Tierarzt Antibiotika (wie Cephalexin oder Amoxicillin in Kombination mit Clavulansäure) sowie gegebenenfalls ein Anti-Pilz-Mittel (Antimykotikum) wie Ketokonazol. Gleichzeitig lindern Wirkstoffe wie Kortison (äußerlich oder innerlich angewendet) den Juckreiz und hemmen die Entzündung. Um die Katze vom ständigen Belecken der Haut abzuhalten, ist es sinnvoll, ihr einen Halskragen anzulegen, bis die allergische Hautentzündung abgeheilt ist.

Lässt sich der allergieauslösende Stoff ausfindig machen, sollte die Katze den Kontakt zu ihm – soweit wie möglich – vermeiden. Ist etwa eine Futtermittel-Allergie bei der Katze die Ursache der allergischen Hautentzündung, hilft eine Futterumstellung, zum Beispiel auf ein Diätfuttermittel, welches Allergierisiken minimiert. Bei bekanntem Allergen kann auch eine sogenannte Hyposensibilisierungs-Therapie langfristig hilfreich sein. Der Tierarzt lässt dazu im Labor mehrere Lösungen herstellen, die das Allergen in aufsteigender Dosierung enthalten. Die Katze erhält die Desensibilisierungslösung in regelmäßigen Abständen – meist über mehrere Monate – in Form von Spritzen. Bestimmte Prozesse im Immunsystem werden dabei angeregt und mildern die Allergie.

Prognose:

Wie ist die Prognose bei einer allergischen Hautentzündung der Katze?

Ist der Auslöser der allergischen Hautentzündung (atopische Dermatitis) bekannt und lässt sich der Kontakt mit diesem vermeiden (etwa bei einer Flohspeichel-Allergie), sind die Chancen gut, dass die Entzündung abheilt. Auch mithilfe einer Hyposensibilisierungs-Therapie lassen sich oft gute Erfolge erzielen. Grundsätzlich handelt es sich bei einer allergischen Hautentzündung jedoch um eine chronische Erkrankung – das heißt, es besteht immer die Möglichkeit, dass eine allergische Hautentzündung bei der Katze erneut auftritt.

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