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Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Kaninchen mit Moehre

Gesundes Futter ist bei Verstopfung sehr wichtig. Foto: vetproduction

Wie wird eine Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen diagnostiziert?

Eine Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen kann der Besitzer selbst anhand der Symptome vermuten. Anzeichen wie verhärteter Kot und Fressunlust deuten auf eine Verstopfung hin. Wenn man den Tierarzt aufsucht, um die Verstopfung zu diagnostizieren und andere Erkrankungen auszuschließen, erkundigt sich dieser zunächst nach den Beschwerden des Tieres und seit wann sie bestehen. Auch möchte er wissen, welches Futter das Kaninchen in den letzten Tagen erhalten hat.

Zur Diagnose einer Verstopfung tastet der Tierarzt den Bauch des Kaninchens ab. Oftmals erkennt der Tierarzt stellenweise leichte Verhärtungen. Bestehen gleichzeitig Blähungen, ist der gesamte Bauch des Kaninchens hart gespannt.

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Um bei einer Verstopfung die genaue Diagnose zu stellen, kann der Tierarzt wenn nötig, den Bauchraum des Kaninchens röntgen (Röntgen-Untersuchung) sowie den Kot des Kaninchens untersuchen (Kotuntersuchung). Im Kot lassen sich mögliche Parasiten oder Haarballen nachweisen, die zu Verstopfung führen können.

Behandlung:

Wie kann eine Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen behandelt werden?

Leidet ein Kaninchen unter Verstopfung (Obstipation), empfiehlt es sich, den Tierarzt aufzusuchen. Bei geringen Beschwerden genügt es manchmal, dem Kaninchen ausreichend Flüssigkeit und Saftfutter anzubieten. In einigen Fällen rät der Tierarzt auch dazu, dem Kaninchen Öl (oder Paraffinöl) zu geben, welches den Nahrungsbrei gleitfähiger macht.

Es ist aber oft notwendig, dass der Tierarzt im Fall einer Verstopfung andere Erkrankungen beim Kaninchen ausschließt, wie das Vorliegen von Haarballen, eine Magenüberladung oder eine Trommelsucht, die für das Kaninchen lebensbedrohlich sein können.

Bessert sich die Verstopfung beim Kaninchen nicht, verabreicht der Tierarzt zur Behandlung Medikamente. Je nach Beschwerden sind Mittel gegen Blähungen (wie Simeticon), Schmerzmittel oder Wirkstoffe sinnvoll, welche die Darmbewegung des Kaninchens aktivieren (z.B. Metoclopramid). Auch verschreibt der Tierarzt bei Verstopfung häufig ein Mittel, welches die Darmflora des Kaninchens verbessert.

Löst sich die Verstopfung beim Kaninchen durch diese Behandlung nicht, besteht das Risiko von Komplikationen. Bei einer länger anhaltenden und/oder schweren Verstopfung verabreicht der Tierarzt dem Tier eine Infusion. Im Notfall ist eine Darmsonde (beziehungsweise Magensonde) oder eine Operation notwendig, um den verhärteten Nahrungsbrei zu entfernen. Anschließend erhält das Tier wieder Futter, um die Verdauung anzuregen. Bei Fressunlust wird das Kaninchen gepäppelt (Zwangsfütterung).

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen?

Welche Prognose eine Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen hat, hängt davon ab, wie stark sie ausgeprägt ist und ob sie behandelt wird. Eine leichte Verstopfung hat gewöhnlich eine gute Prognose. Doch sind bei einer starken und länger anhaltenden Verstopfung Komplikationen möglich. So zersetzen Bakterien den Nahrungsbrei weiter – dadurch können sowohl Gifte entstehen, die ins Blut gelangen, als auch Gase, welche den Darm aufblähen (Trommelsucht beim Kaninchen).

Ist der Darm des Kaninchens vollständig verstopft (Darmverschluss), staut sich der Nahrungsbrei oberhalb teilweise bis in den Magen auf. Als Folge sind eine Magenüberladung und andere Komplikationen möglich – das Kaninchen befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand.

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