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Vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen

 

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Vorbeugen:

Wie kann man vermehrtem Durst (Polydipsie) beim Kaninchen vorbeugen?

Vermehrtem Durst (Polydipsie) beim Kaninchen lässt sich teilweise vorbeugen:

  • Ihr Kaninchen benötigt ausreichend frisches Wasser. Wechseln Sie das Wasser täglich.
  • Trinkgefäße zum Aufhängen an der Stallwand sind hygienischer als offene Wassernäpfe. Nutzen Sie jedoch offene Näpfe, ist es wichtig, daraus eingeweichtes Futter oder ähnliche Verunreinigungen zu entfernen und das Wasser noch häufiger zu wechseln. Reinigen Sie die Wassergefäße regelmäßig, um Infektionskrankheiten beim Kaninchen vorzubeugen.
  • Ernähren Sie Ihr Kaninchen artgerecht. Es benötigt als Grundnahrungsmittel Heu, zusätzlich Grünfutter (etwa getrocknete Kräuter), Frischkost (unter Anderem Möhren, Obst) und Gehölz zum Nagen (etwa von Obstbäumen).
  • Geben Sie Ihrem Kaninchen nur wenig Getreidekost und Futtermischungen. Verzichten Sie auf industrielle Snacks für das Kaninchen, besonders wenn sie fettreich sind und Zucker enthalten. So beugen Sie unter anderem Übergewicht und Diabetes mellitus sowie Verdauungsproblemen und Zahnkrankheiten beim Kaninchen vor.
  • Besonders im Sommer ist Ihr Kaninchen für wasserreiche Frischkost dankbar, etwa Salat und Gurke. Die Kaninchen brauchen neben ausreichend Wasser einen Rückzugsort vor Sonneneinstrahlung, sonst können sie überhitzen (Hitzschlag beim Kaninchen).
  • Achten Sie auf eine gute Hygiene und wechseln Sie regelmäßig die Einstreu, um Infektionen vorzubeugen.
  • Bieten Sie Ihrem Kaninchen genügend Auslauf. So kann es sich ausreichend bewegen – dies wirkt Übergewicht und Diabetes mellitus entgegen.
  • Nehmen Sie mit Ihrem Kaninchen regelmäßig die Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt wahr.

Wann zum Tierarzt?

Muss ein Kaninchen mit vermehrtem Durst (Polydipsie) zum Tierarzt?

Vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen erfordert oftmals einen Tierarzt-Besuch. Bemerkt man, dass das Kaninchen nach dem Auslauf oder einem heißen Tag viel trinkt oder nachdem es Trockenfutter gefressen hat, muss dies noch kein Krankheitszeichen sein. Wirkt das Kaninchen gesund und trinkt weiterhin wieder übliche Mengen, besteht kein Grund zur übermäßigen Sorge. Wichtig ist, dem Kaninchen ausreichend Flüssigkeit bereit zu stellen.

Ist das Kaninchen jedoch benommen oder gar bewusstlos und scheidet kaum Urin aus, könnte ein akuter Flüssigkeitsmangel bestehen. Dann ist es notwendig, das Kaninchen sofort einem Tierarzt vorzustellen. Hat das Kaninchen einen gesunden Appetit, trinkt viel und scheidet auch viel Urin aus, deutet dies eventuell auf Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) hin. Auch hier ist es erforderlich, die genaue Ursache vom vermehrten Durst beim Kaninchen von einem Tierarzt abklären zu lassen.

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Weiterführende Informationen

Autor: Dipl.-Biol. Birgit Hertwig
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2018
Quellen:
Beck, W.; Pantchev, N.: Praktische Parasitologie bei Heimtieren. Schlütersche, Hannover 2012
Gabrisch, K.; Zwart, P.: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche, Hannover 2014
Moraillon, R.: Therapielexikon der Kleintierpraxis. München: Urban & Fischer, 2014

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