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Vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Wie wird vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen diagnostiziert?

Vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen erfordert eine Diagnose, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. Wirkt das Kaninchen gesund und ist es größerer Wärme ausgesetzt, ist das vermehrte Trinken ein Zeichen, dass der Körper einen höheren Flüssigkeitsbedarf hat – dies ist eine normale Reaktion. Sobald man den Eindruck hat, dass das Kaninchen ständig vermehrten Durst zeigt, ist dagegen eine tierärztliche Diagnose notwendig.

Dabei stellt der Tierarzt dem Kaninchenbesitzer zunächst ein paar Fragen. Unter anderem möchte er wissen, welche Symptome bestehen und seit wann sie aufgefallen sind. Anschließend untersucht er das Kaninchen gründlich. Dazu tastet er unter anderem den Bauch des Tieres ab und achtet auf die Hautspannung. Hautfalten, die nicht in normaler Geschwindigkeit verstreichen, deuten auf Austrocknung hin.

Bei vermehrtem Durst beim Kaninchen setzt der Tierarzt zur genauen Diagnose oft auch bildgebende Verfahren ein (zum Beispiel eine Ultraschall-Untersuchung). Damit erhält er zum Beispiel mögliche Hinweise auf Erkrankungen der inneren Organe. Wichtig für die Diagnose bei vermehrtem Durst beim Kaninchen sind Blutuntersuchungen und Urinuntersuchungen. Der Tierarzt lässt die Proben im Labor untersuchen, um unter anderem den Blutzucker (Hinweis auf Diabetes mellitus) und die Organwerte bestimmen zu lassen. Der sogenannte Hämatokrit zeigt das Verhältnis von Blutzellen zu Blutflüssigkeit an – ist der Hämatokrit zu hoch, deutet dies oftmals auf Flüssigkeitsmangel beim Kaninchen hin.

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Behandlung:

Wie kann vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen behandelt werden?

Ob vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen eine Behandlung erfordert, richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Vorübergehend starker Durst ist oft kein Krankheitszeichen. Das Kaninchen trinkt dann einfach mehr, um seinen Wasserbedarf zu decken. Bei akutem Flüssigkeitsmangel ist dagegen eine schnelle Behandlung erforderlich: Das Kaninchen ist dann benommen, krampft und/oder ist bewusstlos. Es ist wichtig, dem Kaninchen ausreichend Flüssigkeit anzubieten und es zum Tierarzt zu bringen. Der Tierarzt verabreicht dann eine Infusion und Medikamente, die den Kreislauf des Kaninchens anregen.

Besteht vermehrter Durst beim Kaninchen über eine längere Zeit, richtet sich die Behandlung nach der jeweiligen Ursache. Besteht ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beim Kaninchen aufgrund von Übergewicht, ist es wichtig, dem Kaninchen eine Reduktionskost und ausreichend Bewegung zu bieten. Ein Kaninchen braucht ständig Nahrung, damit der Darm funktioniert und es nicht zu Darmproblemen wie einer Magenüberladung, Trommelsucht oder Verstopfung beim Kaninchen kommt. Man sollte es daher nicht auf Diät setzen, sondern – gesund und artgerecht – vorwiegend Heu und zusätzlich Frischkost füttern. In den meisten Fällen ist zusätzlich eine Insulintherapie notwendig. Geht vermehrter Durst beim Kaninchen auf Infektionskrankheiten zurück, sind zur Behandlung Medikamente gegen den jeweiligen Krankheitserreger sinnvoll (zum Beispiel Antibiotika).

Prognose:

Wie ist die Prognose von vermehrtem Durst (Polydipsie) beim Kaninchen?

Welche Prognose vermehrter Durst (Polydipsie) beim Kaninchen hat, richtet sich nach der Ursache. Häufig ist starker Durst vorübergehend – das Kaninchen trinkt dann entsprechend mehr und deckt so seinen Flüssigkeitsbedarf. Bei einer starken Austrocknung besteht dagegen akute Lebensgefahr. Ohne Flüssigkeit (etwa durch Infusionen) droht ein Kreislaufschock und Organversagen. Geht vermehrter Durst beim Kaninchen auf eine Infektionskrankheit zurück, richtet sich die Prognose nach der jeweiligen Erkrankung.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) als Ursache von vermehrtem Durst beim Kaninchen kann unterschiedlich verlaufen. Gelingt es, das Kaninchen erfolgreich mit Insulin zu behandeln und Übergewicht beim Kaninchen abzubauen, bessern sich die Beschwerden meist. Unbehandelt sind Folgeerkrankungen möglich, etwa Nervenschäden durch den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Ebenfalls geht Diabetes mellitus häufig mit Fettsucht (Adipositas) beim Kaninchen  einher. Übergewichtige Kaninchen sind überdurchschnittlich häufig von Gelenkbeschwerden, Hormonstörungen und weiteren Erkrankungen betroffen. Die Prognose von Erkrankungen der inneren Organe, zum Beispiel einer Nierenschwäche, hängt auch von der Ursache ab; ist aber ungünstiger.

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