Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Kaninchenkrankheiten » RHD2 beim Kaninchen: Das müssen Kaninchenhalter wissen

RHD2 beim Kaninchen: Das müssen Kaninchenhalter wissen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Wie kann man RHD2 beim Kaninchen vorbeugen?

Die bisher angewandten RHD-Impfstoffe wirken gut gegen RHD Typ 1, aber nur mäßig oder gar nicht gegen RHD2. Das hatte zur Folge, dass auch gut mit der RHD-Impfung versorgte Herden massive Verluste durch eine RHD2-Infektion erlitten. Neuere Impfstoffe hingegen schützen auch gegen RHD Typ 2. Es gibt dabei verschiedene Anbieter, deren Impfstoffe sich durchaus unterschieden:

Aus Spanien kommt der Impfstoff „Eravac“ für Mastkaninchen, der den Jungkaninchen ab dem 30. Lebenstag verabreicht werden kann. Er schützt für ein halbes Jahr, ehe er wieder aufgefrischt werden muss. Dabei kann er eine Ansteckung mit RHD2 nicht unbedingt verhindern, mildert aber die Folgen der Infektion. Bei dieser RHD2-Impfung sind die Nebenwirkungen für Zucht- und Hauskaninchen nicht erfasst worden, sie ist daher auch nur für Mastkaninchen zugelassen und anzuwenden.

Der französische Impfstoff Filavac schützt gegen beide Typen von RHD-Viren und kann aber der 10. Lebenswoche angewendet werden. Er schützt die geimpften Tiere für ein Jahr.

Anzeige

Cunivac RHD, ein RHD2-Impfstoff aus Deutschland, wirkt ebenfalls gegen beide Virenstämme, wobei der Schutz gegen RHD1 zuerst eintritt. Infiziert sich das geimpfte Tier trotzdem mit RHD2, kann dieser Impfstoff die massiven Folgen verhindern. Cunivac RHD muss alle halbe Jahr nachgeimpft werden.

Weitere Maßnahmen können Kaninchen vor RHD2 schützen:

  • Schutz vor stechenden Insekten mittels Moskitonetzen
  • Sicherung von Außengehegen, sodass kein Kontakt zu Wildkaninchen möglich ist
  • keine Verfütterung von Grünfutter, zu dem Wildkaninchen Zugang haben
  • nach einem Fall von RHD2 unbedingt sämtliche Käfige, Arbeitsgerät und Kleidung mit Desinfektionsmittel behandeln; etwaige Tierkadaver hygienisch entsorgen (Kontakt zu gesunden Tieren vermeiden)

 

Muss ein Kaninchen mit RHD2 zum Tierarzt?

Zwar kommt für ein an RHD2 erkranktes Kaninchen meist jede Hilfe zu spät, es ist aber trotzdem sinnvoll, es von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Treten Symptome wie Fieber und Fressunlust auf, können sie viele andere Ursachen haben, die vielleicht auch behandelbar sind. Ist das Tier bereits gestorben, kann die Abklärung der genauen Todesursache Schaden von den restlichen Tieren eines Besitzers abwenden.

 

Weitere Informationen

Autor: Bianca Wiebusch
Datum der letzten Aktualisierung: August 2018
Quellen:
Ewringmann: Leitsymptome beim Kaninchen, Enke Verlag, 3. überarbeitete Auflage, 2016

Anzeige

Friedrich Löffler Institut: Mitteilung zu RHD-2 Impfstoffen, Abruf 7/2018

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00002584/Stellungnahme_RHDV_2017-05-08.pdf

Tiermedizinportal.de: Chinaseuche beim Kaninchen, Abruf 7/2018

https://www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/kaninchenkrankheiten/chinaseuche-rabbit-haemorrhagic-disease-rhd-beim-kaninchen/225222

vets-online: K. Maier: RHD2 auf dem Vormarsch, Abruf 7/2018

https://www.vets-online.de/aktuelles/kleintiere/rhd2-auf-dem-vormarsch-die-gefaehrliche-neue-kaninchenseuche/

Wir sind Tierarzt.de: H. Hofmann: RHDV-2 inzwischen deutschlandweit verbreitet, Abruf 7/2018

http://www.wir-sind-tierarzt.de/2016/07/update-rhdv-2-inzwischen-deutschlandweit-verbreitet/

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Diesen Artikel teilen:

Newsletter abonnieren - Kostenlos per Mail, nützliche Infos, verständlich aufbereitet

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Stellenangebote
Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin