Kokzidiose beim Kaninchen

Diagnose:

Wie wird die Kokzidiose beim Kaninchen diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Kokzidiose beim Kaninchen liefern Beschwerden wie Gewichtsverlust, Fressunlust oder Durchfall einen ersten Hinweis. Diese Symptome können allerdings auch durch andere Krankheiten ausgelöst werden.

Zur genauen Diagnose einer Kokzidiose untersucht die Tierärztin oder der Tierarzt deshalb den Kot auf Kokzidien. Hierzu müssen Sie den Kot Ihres Kaninchens drei Tage lang sammeln (Sammelkotprobe). Die Tierärztin bzw. der Tierarzt untersucht ihn anschließend unter dem Mikroskop auf die Parasiten.

Therapie:

Wie kann eine Kokzidiose beim Kaninchen behandelt werden?

Um eine Kokzidiose beim Kaninchen zu behandeln, gibt es Medikamente, die Kokzidien abtöten, sogenannte Antiparasitika. Häufig verordnen Tierärztinnen und Tierärzte bei einer Kokzidiose den Wirkstoff Toltrazuril.

Zusätzlich fördern Vitaminpräparate die Heilung einer Kokzidiose. In schweren Fällen von Kokzidiose kann eine Zwangsfütterung des Kaninchens notwendig sein. Wenn das Kaninchen durch die Kokzidiose viel Flüssigkeit verloren hat, erhält es eine Infusion.

Fressen Kaninchen ihren eigenen Kot, können sie sich erneut mit Kokzidien anstecken. Es ist deshalb sehr wichtig, den Käfig und die Futternäpfe der Kaninchen täglich zu reinigen.

Kokzidien sind sehr widerstandsfähig und lassen sich erst mit kochend heißem Wasser zuverlässig abtöten. Reinigen Sie die Käfige Ihrer Kaninchen deshalb immer mit kochend heißem Wasser, um eine Kokzidiose zu verhindern.

Prognose:

Wie ist die Prognose der Kokzidiose beim Kaninchen?

Eine Kokzidiose beim Kaninchen kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die Spannbreite reicht von Kaninchen, die gar keine Beschwerden haben, bis hin zu Kaninchen, die an der Kokzidiose versterben.

Die Prognose der Kokzidiose hängt entscheidend davon ab, wie gesund und widerstandsfähig das Kaninchen ist. Sehr junge, gestresste und geschwächte Kaninchen sind stärker von einer Kokzidiose betroffen als erwachsene, gesunde und kräftige Tiere.

Die Prognose einer Kokzidiose beim Kaninchen hängt außerdem davon ab, welche Kokzidien-Art vorliegt, denn die einzelnen Arten rufen unterschiedlich starke Beschwerden hervor.

Die Prognose verschlechtert sich, wenn die Tiere gar kein Futter mehr zu sich nehmen. Frisst Ihr Kaninchen nicht oder zu wenig, suchen Sie umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf!

Eine gefährliche Komplikation der Kokzidiose ist die sogenannte Septikämie. Hierbei verteilen sich die Kokzidien mit dem Blut im gesamten Körper des Kaninchens. Eine Septikämie kann innerhalb weniger Stunden zum Tod des Kaninchens führen.

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