Kaninchen: Welche Probleme gibt es bei Trächtigkeit und Geburt?

Es gibt verschiedene Krankheiten, die während Trächtigkeit und Geburt auftreten. Häufig sind die Kaninchen zu jung, zu alt oder gestresst.

Diagnose:

Sonografie Gerät
Mittels Ultraschall lässt sich eine Trächtigkeit beim Kaninchen sicher nachweisen und mögliche Auffälligkeiten erkennen. Foto: vetproduction

Was untersucht man um Trächtigkeits- oder Geburtsstörungen bei Kaninchen festzustellen?

Eine Diagnose von Kaninchenkrankheiten bei Trächtigkeit und Geburt ist wichtig, um das Kaninchen schnell behandeln zu können. Der Tierarzt oder die Tierärztin erkundigt sich dafür zunächst nach den Symptomen, die beim Kaninchen aufgefallen sind. Auch ist wichtig, seit wann das Kaninchen trächtig ist und wie das Kaninchen ernährt wird. Daraus lässt sich bereits auf mögliche Kaninchenkrankheiten schließen, die bei einer Trächtigkeit vorkommen können.

Zur Diagnose von Kaninchenkrankheiten bei einer Trächtigkeit tasten Tierärztinnen und Tierärzte vorsichtig den Bauch des Kaninchens ab. Sie beobachten das Kaninchen und achten auf Besonderheiten im Verhalten des Tieres. Eventuell wirkt das Kaninchen apathisch oder es zeigt Krämpfe.

Außerdem wird überprüft, ob Lähmungen bestehen. Mittels Ultraschall lässt sich eine Trächtigkeit beim Kaninchen sicher nachweisen und mögliche Auffälligkeiten erkennen. Zur genauen Diagnose von Kaninchenkrankheiten bei einer Trächtigkeit entnimmt die Tierärztin bzw. der Tierarzt oftmals auch Blut und je nach Verdachtsdiagnose eventuell auch Urin und Kot, um sie im Labor untersuchen zu lassen.

Behandlung:

Probleme bei Trächtigkeit und Geburt: Was tun?

Kaninchenkrankheiten bei Trächtigkeit und Geburt erfordern immer eine schnelle Behandlung. Sie sind für das Muttertier und die Jungen oft lebensgefährlich. Ist das Becken des Kaninchens für eine Geburt zu eng, nimmt der Tierarzt oder die Tierärztin einen Kaiserschnitt (Sectio caesarea) vor.

Zeigt das Kaninchen dagegen Anzeichen einer Stoffwechsel-Störung (Trächtigkeits-Toxikose), bekommt das Kaninchen zur Behandlung Infusionen mit Traubenzucker (Glukose) und Salzen (Elektrolyten). Meist tritt eine Trächtigkeits-Toxikose wenige Tage vor der Geburt auf. Sie kommt aber selten vor.

Zu den Kaninchenkrankheiten bei Trächtigkeit und Geburt zählt auch die Hypokalzämie (Kalziummangel). Zur Behandlung erhält das Kaninchen Infusionen mit Kalzium und Glukose. Anschließend bekommt es kalziumreiches Futter (zum Beispiel Löwenzahn und Möhrengrün) oder zusätzlich Kalzium-Tabletten.

Sind die Wehen des Kaninchens zu schwach, verabreicht der Tierarzt oder die Tierärztin das wehenauslösende Hormon Oxytocin. Wenn das Muttertier bei der Geburt stirbt, ist es notwendig, die Jungen mit der Hand aufzuziehen. In der Tierarzt-Praxis erhalten Sie Informationen, worauf zu achten ist und welche Art von Ersatzmilch für Kaninchen geeignet ist.

Prognose:

Wie gefährlich sind Trächtigkeits- und Geburtsstörungen?

Welche Prognose Kaninchenkrankheiten bei Trächtigkeit und Geburt haben, richtet sich nach der Art der Komplikation. Bei einem zu engen Geburtskanal ist die Prognose gut, wenn der Tierarzt oder die Tierärztin rechtzeitig einen Kaiserschnitt durchführt. Auch eine Hypokalzämie lässt sich oftmals gut behandeln, sofern sie rechtzeitig erkannt wird und das Kaninchen schnell Kalzium erhält.

Einige Kaninchenkrankheiten bei Trächtigkeit und Geburt haben eine ungünstige Prognose. So gelingt es selten, eine Trächtigkeits-Toxikose erfolgreich zu behandeln. Fehlgeburten sind für das trächtige Kaninchen nicht zwangsläufig riskant. Dabei richtet sich die Prognose für das Muttertier jedoch danach, welchen Auslöser die Fehlgeburt hatte.

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