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Fressunlust beim Kaninchen

 

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 Diagnose:

Wie wird Fressunlust beim Kaninchen diagnostiziert?

Die Diagnose einer Fressunlust lässt sich beim Kaninchen leicht stellen. So liegt eine Fressunlust vor, wenn das Tier seine Nahrung verweigert. Schwieriger ist es, der Ursache des Appetitmangels auf den Grund zu gehen. Bemerkt man eine Fressunlust beim Kaninchen, empfiehlt es sich, den Tierarzt aufzusuchen. Als erstes befragt der Tierarzt den Kaninchenbesitzer, um wichtige Hinweise auf eine mögliche Erkrankung zu bekommen. So möchte der Tierarzt wissen, seit wann die Fressunlust besteht, welches Futter das Kaninchen normalerweise erhält und ob weitere Symptome aufgefallen sind.

Um die genaue Diagnose einer Fressunlust beim Kaninchen stellen zu können, untersucht der Tierarzt das Kaninchen gründlich. Dabei achtet er auf äußere Anzeichen einer Erkrankung wie Haarausfall beim Kaninchen, entzündete Haut oder einen geblähten Bauch. Danach begutachtet der den Maulraum des Kaninchens, um mögliche Zahnerkrankungen oder Entzündungen erkennen zu können. Anschließend entnimmt der Tierarzt etwas Blut aus dem Ohr des Kaninchens, um es im Labor untersuchen zu lassen. Auch eine Urinuntersuchung und eine Kotuntersuchung helfen, die Ursachen des Appetitmangels beim Kaninchen aufzuspüren. Je nach Verdachtsdiagnose kann der Tierarzt weitere Untersuchungen einsetzen, zum Beispiel eine Ultraschall-Untersuchung oder eine Röntgen-Untersuchung.

Behandlung:

Wie kann eine Fressunlust beim Kaninchen behandelt werden?

Eine Fressunlust beim Kaninchen erfordert in jedem Fall eine schnelle Behandlung. Da Fressunlust beim Kaninchen zu lebensgefährlichen Komplikationen führen kann, wartet der Tierarzt meist nicht lange ab, bis sich die Beschwerden bessern, sondern veranlasst unabhängig von der Ursache eine Zwangsernährung. Das Kaninchen erhält dazu einen speziellen Nahrungsbrei, den der Tierarzt durch eine Spritze in das Maul des Kaninchens drückt.

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Welche weitere Therapie bei einer Fressunlust am besten geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Sind Magen-Darm-Erkrankungen der Auslöser, behandelt der Tierarzt diese zunächst. Bei einer Trommelsucht arbeitet der Tierarzt mit Schmerzmitteln, Massagen und Medikamenten, die die Magen- und Darmtätigkeit verbessern. In manchen Fällen leitet er die Darmgase mittels einer Magensonde aus. Sind Entzündungen oder ein Abszess die Ursache der Fressunlust beim Kaninchen, kann ein kleiner Eingriff nötig sein, um den Eiter auszulassen. Auch verabreicht er in einem solchen Fall Antibiotika, um die Eiterbakterien zu bekämpfen.

Eine Fressunlust beim Kaninchen kann unter anderem durch Zahnprobleme ausgelöst werden, welche eine Behandlung erfordern. Zu lange Zähne etwa schleift der Tierarzt auf ein normales Maß ab. Sind Infektionen die Ursache der Fressunlust, helfen Wirkstoffe, welche die jeweiligen Krankheitserreger bekämpfen. Hat das Kaninchen Parasiten im Magen oder Darm, so verschreibt der Tierarzt Medikamente. Oftmals unterstützt er die Therapie mit einem sogenannten Probiotikum, welches die gesunde Darmflora des Kaninchens fördert.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Fressunlust beim Kaninchen?

Welche Prognose eine Fressunlust beim Kaninchen hat, richtet sich nach der Ursache des Appetitmangels. Gelingt es, die Ursache zu behandeln, erlangt das Kaninchen meist seinen normalen Appetit wieder und die Prognose ist gut. Besteht die Fressunlust beim Kaninchen jedoch über eine längere Zeit, sind Komplikationen möglich. Einerseits mangelt es dem Kaninchen schnell an Energie sowie lebenswichtigen Substanzen wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen.

Anderseits funktioniert die Verdauung eines Kaninchens nur dann, wenn es häufig faserreiche Nahrung (vor allem Heu) aufnimmt. Bei Fressunlust verstopft der Darm stellenweise. Nahrungsreste vergären, sodass der Bauch sich aufbläht. Ohne Behandlung kann das Kaninchen an einem Kreislaufversagen sterben. Der Tierarzt leitet eine Zwangsernährung des Kaninchens ein, um solche Komplikationen zu vermeiden.

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