Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Kaninchenkrankheiten » Clostridien-Infektion beim Kaninchen

Clostridien-Infektion beim Kaninchen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Diagnose:

Wie wird eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Clostridien-Infektion beim Kaninchen befragt der Tierarzt den Kaninchenhalter zunächst nach den Symptomen, die das Tier zeigt. Wichtig ist auch, wann und in welcher Reihenfolge das Tier Fressunlust, Durchfall und andere Beschwerden gezeigt hat und ob der Kot auffällig aussieht oder riecht – typisch für eine Clostridien-Infektion ist eine schleimige oder wässrige Konsistenz und ein auffällig üblicher Geruch. Der Tierarzt erkundigt sich weiterhin, ob das erkrankte Kaninchen sich mit anderen Tieren einen Stall oder Käfig teilt, wie seine Ernährung aussieht und ob es in der Vergangenheit Erkrankungen oder Auffälligkeiten gezeigt hat. Besonders vergangene Antibiotika-Therapien können ein wichtiger Hinweis sein.

Bei der körperlichen Untersuchung betrachtet und betastet der Tierarzt die Bauchdecke des Kaninchens um festzustellen, ob der Bauch aufgebläht ist (Trommelsucht). Zudem hört er mit einem Stethoskop nach den Darmgeräuschen. Er achtet ebenso auf den allgemeinen Ernährungszustand, auf Verklebungen in der Analgegend und misst die Temperatur des Kaninchens; viele bakterielle Infektionen gehen mit Fieber einher, bei einer Clostridien-Infektion ist die Temperatur allerdings meist im normalen Bereich. Gegebenenfalls nimmt er dem Kaninchen Blut ab; besonders wichtig ist allerdings eine mikrobiologische Kotuntersuchung. Anhand dieser kann der Tierarzt feststellen, welche Erreger – zum Beispiel Clostridien – die Magen-Darm-Symptome beim Kaninchen verursachen.

 

Anzeige

Therapie:

Wie kann eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen behandelt werden?

Um die Clostridien-Infektion beim Kaninchen zu behandeln, bekommt das betroffene Tier Infusionen, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen, und wird gegebenenfalls zwangsgefüttert. Dies stellt den akuten, symptomatischen Teil der Behandlung dar. Um die Infektion selbst zu behandeln, verschreibt der Tierarzt Antibiotika, welche die Bakterien bekämpfen. In der Regel müssen sämtliche Tiere im Käfig oder Stall behandelt werden, meist durch Antibiotika im Trinkwasser; so lässt sich ein Ausbruch der Erkrankung bei noch verdeckt infizierten Tieren verhindern. Das erkrankte Kaninchen bekommt das Antibiotikum in der Regel direkt mit einer Spritze ins Maul, da Tiere mit einer Darmlähmung meist nicht mehr fressen und trinken mögen.

 

Prognose:

Wie ist die Prognose bei einer Clostridien-Infektion beim Kaninchen?

Wenn sich eine Clostridien-Infektion im Darm des Kaninchens ausbreitet, ist dies ein sehr ernster Zustand. Unbehandelt führt eine Darmlähmung schnell zum Tod, weshalb Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen sollten, wenn Ihr Kaninchen Symptome einer Clostridien-Infektion zeigt. Besonders gefährdet sind alte und sehr junge Tiere. Ein Kaninchen mit einer fortgeschrittenen Darmlähmung kann oft nur noch eingeschläfert werden. Je früher der Tierarzt die richtige Diagnose stellen und mit der Therapie beginnen kann und je weniger ausgeprägt die Symptome sind, desto besser ist die Chance, dass das Kaninchen die Clostridien-Infektion übersteht.

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Diesen Artikel teilen:

Newsletter abonnieren - Kostenlos per Mail, nützliche Infos, verständlich aufbereitet

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Stellenangebote
Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin