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Bordetella-Infektion beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Wie wird eine Bordetella-Infektion beim Kaninchen diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Bordetella-Infektion fragt der Tierarzt zunächst, welche Symptome dem Besitzer aufgefallen sind, ob das Kaninchen zu Hause beispielsweise öfter niest, hörbare Atemgeräusche oder häufig verklebte Augen hat. Einen Kaninchenschnupfen erkennt er normalerweise schnell anhand typischer Symptome wie Nasenausfluss und geschwollenen Schleimhäuten. Um festzustellen, ob und in welchem Ausmaß die Lunge betroffen ist, horcht der Tierarzt die Atemgeräusche und Herztöne des Kaninchens ab. In manchen Fällen nimmt er außerdem eine Blutprobe oder röntgt die Lunge des Kaninchens.

Die genauen Erreger des Schnupfens kann er so allerdings nicht feststellen. Neben einer Bordetella-Infektion kommen auch Pasteurellen, Staphylokokken und andere Bakterien infrage; nicht selten handelt es sich um eine Mischinfektion. Manchmal gelingt es, mit einem Tupfer eine Probe aus dem Inneren der Nase zu nehmen, wobei die entscheidenden Keime sich auch so oft nicht nachweisen lassen. Sie sitzen dann tiefer in den Atemwegen des Kaninchens, z.B. in den Bronchien. Besser klappt der Erregernachweis bei einer Mittelohr-Entzündung mit Bordetellen; in einer Probe des Ohreninhalts (Eiter und „Ohrenschmalz“) finden sich in der Regel die Bakterien.

 

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Therapie:

Wie kann eine Bordetella-Infektion beim Kaninchen behandelt werden?

Bei einer Bordetella-Infektion erfolgt ein Teil der Therapie symptomatisch – das heißt, vor allem die verklebte Nase und die verschleimten Atemwege müssen befreit werden. Sie können die Krusten auf der Nase des Tieres vorsichtig aufweichen und entfernen, zum Beispiel mit einem lauwarmen, feuchten Waschlappen. Der Tierarzt spült die Nase des Kaninchens außerdem gegebenenfalls mit einer Kochsalzlösung. Schleimlösende Mittel können den Heilungsprozess unterstützen; besonders günstig ist es, wenn das Tier ein sogenanntes Mukolytikum (z.B. Acetylcystein) über ein Inhalationsgerät einatmet, zum Beispiel in einer abgedeckten Transportbox. So wird es schnell von Atemnot befreit. Bei einer zusätzlichen Mittelohrentzündung bekommt das Tier gegebenenfalls Schmerzmittel (z.B. Meloxikam, Caprofen). Wenn es dem Kaninchen so schlecht geht, dass es nicht fressen will, muss es vorübergehend zwangsgefüttert werden.

Besonders wichtig bei einer Bordetella-Infektion ist die ursächliche Therapie, also der Kampf gegen Bordetellen und andere Bakterien. Hierzu verschreibt der Tierarzt Antibiotika (z.B. Enrofloxacin, Marbofloxacin oder Chloramphenicol). In den meisten Fällen bekommt das Kaninchen das Medikament als Tablette oder in flüssiger Form zum Schlucken. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich an die vorgegebene Einnahmezeit halten, auch wenn es dem Kaninchen schon vorher besser geht; sonst können einzelne Bakterien überleben und resistent gegen Antibiotika werden.

 

Prognose:

Wie ist die Prognose bei einer Bordetella-Infektion beim Kaninchen?

Bei konsequenter Antibiotikatherapie ist die Prognose bei einer Bordetella-Infektion in der Regel gut. Die meisten Kaninchen überstehen einen Kaninchenschnupfen und eine Mittelohr-Entzündung folgenlos. Sehr alte, sehr junge oder chronisch kranke Tiere haben, wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten, eine weniger gute Prognose. In manchen Fällen kommt es zu Komplikationen wie Lungenabszessen, die die Atmung erschweren und für das Kaninchen oft kritisch sind. Bei einigen Tieren lassen sich bei einer Bordetella-Infektion durch die Antibiotikatherapie nicht alle Keime vernichten. Diese neigen dann zu erneuten Krankheitsausbrüchen (Rezidiven).

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