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Anämie (Blutarmut) beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Wie wird eine Anämie beim Kaninchen diagnostiziert?

Bei einer Anämie stellt der Tierarzt die Diagnose anhand einer Blutuntersuchung. Dabei ist die Anämie selbst keine Erkrankung; hat das Tier zu wenig Erythrozyten im Blut, ist dies viel mehr ein Zeichen dafür, dass etwas anderes im Körper des Kaninchens nicht stimmt. Bei einem Kaninchen mit starker Anämie fällt dem Tierarzt möglicherweise auf, dass das Tier geschwächt, untergewichtig oder apathisch wirkt. Mit dem Stethoskop kann er hören, ob Atmung und Herzschlag beschleunigt sind.

Um zu überprüfen, was hinter diesen Symptomen steckt, nimmt der Tierarzt eine Blutprobe. Meist entnimmt er das Blut aus einer Vene am Hinterbein (Vena saphena lateralis). Im Labor wird das Blut auf verschiedene Parameter überprüft – darunter auch die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der Hämoglobin- und der Hämatokrit-Wert. Letzterer steht für den Anteil der Erythrozyten am Volumen des Blutes. Hämoglobin bezeichnet den roten Blutfarbstoff, der dafür zuständig ist, Sauerstoff an die roten Erythrozyten zu binden. Diese transportieren den Sauerstoff im gesunden Körper von der Lunge in jede einzelne Körperzelle. Das „Abfallprodukt“ Kohlendioxid wiederum befördern die Erythrozyten zurück zur Lunge, wo es abgeatmet wird.

Eine Verminderung von Erythrozytenzahl, Hämatokrit- und Hämoglobinwert bedeutet eine Anämie. Je nachdem, welche Ursache der Anämie zugrunde liegt, können die Werte unterschiedlich stark erniedrigt sein.

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Therapie:

Wie kann eine Anämie beim Kaninchen behandelt werden?

Eine Anämie beim Kaninchen ist ein Zeichen dafür, dass das Tier Blut verliert, rote Blutkörperchen zerstört werden oder dass Probleme im Bereich der Blutbildung bestehen. Die Therapie hängt also von der Ursache der Anämie ab. In manchen Fällen geht sie auf einen ständigen Blutverlust zurück – zum Beispiel durch eine innere oder äußere Verletzung. In dem Fall wird der Tierarzt versuchen, die Blutung schnellstmöglich zu stoppen. Aber auch wenn das Tier stark von blutsaugenden Parasiten wie Kaninchenflöhen befallen ist, kann es – insbesondere bei Jungtieren – zu einer Anämie kommen, ebenso durch Würmer beim Kaninchen. Dann richtet sich die Therapie direkt gegen die Parasiten.

Auch eine chronische Nierenerkrankung kann in eine Anämie beim Kaninchen münden. Dem Tierarzt fallen im Blutbild dann außerdem erhöhte Nierenwerte und veränderte Blutsalze (Elektrolyte) auf. Betroffene Tiere magern oft stark ab, trinken mehr (Polydipsie) und urinieren häufiger (Polyurie). Hier können den Tieren manchmal eine Infusionstherapie und/oder eine Antibiotikagabe helfen. Manche Tierärzte haben auch gute Erfahrung mit homöopathischen Mitteln bei Kaninchen mit chronischem Nierenversagen gemacht.

Manchmal sind auch schwere bakterielle oder virale Erkrankungen, welche die inneren Organe angreifen, Ursache einer Anämie beim Kaninchen. Auch hier ist vor allem eine Therapie der Grunderkrankung (gegen Bakterien z.B. mit Antibiotika) wichtig.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Anämie beim Kaninchen?

Die Prognose hängt davon ab, welche Ursache die Anämie beim Kaninchen hat. Ein Blutverlust oder ein Parasitenbefall, der sich leicht beheben lässt, hat in der Regel eine gute Prognose. Hängt die Anämie allerdings mit einem chronischen Nierenversagen zusammen, wird das Kaninchen normalerweise nicht mehr ganz gesund und der Tierarzt kann nur versuchen, es mit Infusionen und Medikamenten vorerst zu stabilisieren. Selbiges gilt, wenn zum Beispiel eine Tumorerkrankung das Knochenmark des Kaninchens angreift und so zu einer Anämie führt.

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