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Allergien beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Wie werden Allergien beim Kaninchen diagnostiziert?

Eine Allergie beim Kaninchen ist zumeist eine Ausschlussdiagnose. Der Tierarzt erkundigt sich beim Halter, seit wann welche Symptome bestehen und ob sie im Zusammenhang mit bestimmten Veränderungen aufgetreten sind – etwa einem Wechsel des Futters oder der Einstreu. Auch Hinweise auf mögliche Insektenstiche sind wichtig, sowie die Frage, ob auch andere Kaninchen im selben Käfig oder Stall Symptome einer Krankheit zeigen – das spräche eher gegen eine Allergie.

Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Tierarzt besonders auf die Augen, die Nase und die Haut des Kaninchens. Erleidet das Kaninchen eine akute allergische Reaktion, etwa nach einem Wespenstich, zeigt es meist eine Schwellung an der Einstichstelle, aber auch an Kopf und Hals. Der Tierarzt horcht es mit einem Stethoskop ab, um die Atmung zu überprüfen, und sieht sich die Farbe der Schleimhäute an. Außerdem können sich am ganzen Körper Quaddeln bilden, weshalb der Tierarzt auch die Haut des Kaninchens untersucht.

Wenn das Kaninchen in erster Linie Hautsymptome wie Juckreiz, Haarausfall (Alopezie) und Hautrötungen zeigt, entnimmt der Tierarzt vorsichtig einige Hautschuppen und Fellproben. Diese werden dann mikroskopisch untersucht, um zum Beispiel einen Hautpilz (Dermatomykose) oder Parasiten (wie Milben) auszuschließen. Ist die Kaninchenhaut durch eine Allergie angegriffen, siedeln sich außerdem nicht selten zusätzlich Bakterien an, die sich so nachweisen lassen.

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Vor allem wenn das Tier in erster Linie Juckreiz und Hautausschlag aufweist, ist die Diagnose einer Allergie beim Kaninchen oft nicht ganz leicht. Ein Hautpilz lässt sich nicht immer sicher nachweisen, und einen Allergietest für Kaninchen gibt es noch nicht. Bei Verdacht auf eine Allergie bleibt letztlich nur, dass Sie zu Hause ausprobieren, was genau der Auslöser ist: Wechseln Sie vor allem die Einstreu und versuchen Sie es statt handelsüblicher Kleintierstreu mit Strohpresspellets, Hanfstreu oder Zeitungspapier. Wenn dies nach einigen Wochen keine Wirkung zeigt, versuchen Sie es mit einem Futterwechsel.

Therapie:

Wie können Allergien beim Kaninchen behandelt werden?

Allergien beim Kaninchen beruhen auf einer übersteigerten Reaktion des Immunsystems. Wie beim Menschen ist es schwierig, diese ursächlich zu behandeln. Die wichtigste Maßnahme ist, den allergieauslösenden Stoff (Allergen) aus der Umgebung des Kaninchens zu entfernen, also zum Beispiel eine besser verträgliche Einstreu zu verwenden.

Der Tierarzt behandelt ein Kaninchen mit starken allergischen Hautsymptomen für einige Tage mit einem entzündungshemmenden Wirkstoff, meist aus der Gruppe der Kortikosteroide – zum Beispiel Prednisolon – als Spritze, zum Einnehmen oder zum Auftragen auf die Haut. Besteht zusätzlich eine bakterielle Infektion, bekämpft er diese mit einer Antibiotika-Therapie.

Zeigt das Kaninchen Symptome einer anaphylaktischen Reaktion, etwa starke Schwellungen, Quaddeln, Atem- und Kreislaufprobleme, muss der Tierarzt sofort handeln: Das Tier bekommt Prednisolon als Spritze oder Infusion, und zusätzlich ein kreislaufstabilisierendes Mittel wie Etilefrin. Sind die Atemwege des Kaninchens zugeschwollen, muss es mit einem Schlauch beatmet werden.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Allergien beim Kaninchen?

Eine Allergie beim Kaninchen entwickelt sich meist nicht von alleine zurück; die Symptome lassen sich jedoch in der Regel gut in den Griff bekommen, wenn das verantwortliche Allergen gefunden ist und sich vermeiden oder einschränken lässt. Auch wenn längerfristig leichte allergische Symptome bestehen, schränkt dies die Lebensqualität des Kaninchens in den meisten Fällen nicht sehr ein. Die meisten Kaninchen mit Allergien profitieren auch davon, wenn Sie viel Freilauf bekommen und nicht permanent den Allergenen im Stall oder Käfig ausgesetzt sind.

Bei einem Kaninchen mit einem anaphylaktischen Schock ist die Prognose weniger gut. Es muss sofort tierärztlich behandelt werden, um zu verhindern, dass der Kreislauf zusammenbricht oder die Atemwege in lebensgefährlicher Weise zuschwellen.

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