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Verstopfung beim Hund (Obstipation)

 

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Diagnose:

Hund bei der Röntgen-Untersuchung
Eine Röntgen-Untersuchung kann Aufschluss über die Ursache der Obstipation geben. Foto: vetproduction

Wie wird eine Verstopfung beim Hund diagnostiziert (Obstipation) ?

Bei einer länger andauernden Verstopfung beim Hund (Obstipation), immer wiederkehrenden Verstopfungen, oder wenn der Hund weitere Beschwerden wie Schmerzen oder Blut im Kot aufweist, ist ein Tierarzt-Besuch sinnvoll. Der Tierarzt erfragt zunächst die genauen Symptome. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei der er unter anderem den Bauch des Hundes abhört und den Enddarm austastet (rektale Untersuchung).

Ist die Ursache der Verstopfung beim Hund nicht erkennbar, sind weitere Untersuchungen angemessen. So können eine Röntgen-Untersuchung des Darms, des Beckens und der unteren Wirbelsäule sowie eine Ultraschall-Untersuchung Aufschluss über die Ursache der Obstipation geben. Außerdem führt der Tierarzt gegebenenfalls eine Blutuntersuchung durch, um verschiedene Grunderkrankungen wie eine Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose) oder eine Entzündung festzustellen oder auszuschließen.

Besteht der Verdacht, dass ein Tumor als Ursache der Verstopfung beim Hund den Darm einengt, führt der Tierarzt eine  Darmspiegelung (Koloskopie) beim Hund durch. Dabei führt er einen flexiblen Schlauch in den Darm des Hundes ein, an dessen Ende sich eine Kamera befindet. Damit kann er das Darminnere nach Veränderungen absuchen. Außerdem ist es möglich, im Rahmen der Darmspiegelung Gewebeproben (Biopsie) zu entnehmen.

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Behandlung:

Wie kann eine Verstopfung beim Hund (Obstipation) behandelt werden?

Die Verstopfung beim Hund (Obstipation) wird zunächst dadurch behandelt, dass die Ursachen der Verstopfung – wenn möglich – beseitigt werden. Die weitere Therapie richtet sich danach, ob es sich um eine akute oder chronische Verstopfung beim Hund handelt.

Die akute Verstopfung beim Hund lässt sich in der Regel durch eine Anpassung des Futters behandeln. Es ist hilfreich, dem Futter Milch, Flohsamen oder Laktulose zuzusetzen. Klistiere weichen harten Kot auf und regen die natürlichen Darmbewegungen (Peristaltik) an.

Eine schwere, chronische Verstopfung beim Hund behandelt der Tierarzt zunächst mit Flüssigkeitsinfusionen. Mit speziellen Klistieren lässt sich anschließend der Stuhl aufweichen. Abführmittel, wie sie auch in der Humanmedizin vor einer Darmspiegelung eingesetzt werden, sorgen dafür, dass der Hund den Darm entleeren kann. Unterstützend wirken dabei sanfte Bauchmassagen.

Bei chronischer Verstopfung beim Hund kann der Tierarzt, alternativ zu Klistieren und Medikamenten, den Kot auch mithilfe spezieller Instrumente aus dem Darm des Hundes entfernen. Allerdings ist damit ein gewisses Risiko verbunden, dass die Darmwand verletzt wird. In schweren Fällen von Verstopfung beim Hund, zum Beispiel bei einem Darmverschluss oder wenn ein Tumor den Darm verengt, ist es notwendig, den Hund zu operieren.

Prognose:

Wie ist die Prognose bei einer Verstopfung beim Hund (Obstipation)?

Eine Verstopfung beim Hund (Obstipation) lässt sich in der Regel gut behandeln. Daher ist die Prognose in den meisten Fällen gut. Dauert die Verstopfung beim Hund sehr lange an, kann sich die Darmwand überdehnen (Megakolon). Dadurch treten weitere Beschwerden beim Kotabsetzen auf. Später zeigt der Hund auch allgemeine Symptome, er wirkt abgeschlagen, erbricht, verweigert das Fressen und magert ab.

Entwickelt der Hund infolge einer anhaltenden Verstopfung ein Megakolon, sinken die Heilungschancen, denn die Überdehnung der Darmwand kann nicht rückgängig gemacht werden. Daher ist es wichtig, eine Verstopfung beim Hund rechtzeitig zu behandeln.

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