Nasenbluten beim Hund – Warum passiert das?

Hund beim Tierarzt
Nasenbluten beim Hund hat viele Ursachen, zum Beispiel Verletzungen in der Nase oder Bluthochdruck. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist Nasenbluten beim Hund?

Tritt Nasenbluten beim Hund auf, verliert das Tier aus einem oder beiden Nasenlöchern Blut. Es kann entweder heraustropfen oder beim Niesen aus der Nase gelangen. 

Tierärztinnen und Tierärzte sprechen bei reinem Blutausfluss aus der Nase von Epistaxis. Mögliche Ursache ist eine Erkrankung der Nase oder der Nasennebenhöhlen. Manchmal ist das Nasenbluten das Symptom einer systemischen (den ganzen Körper bestreffenden) Erkrankung, beispielsweise einer Blutgerinnungsstörung oder von Bluthochdruck.

Nasenbluten kommt beim Hund selten vor. Tritt es auf, ist es ratsam, die auslösende Ursache abzuklären, vor allem wenn der Hund häufiger aus der Nase blutet.

Ursachen:

Warum hat ein Hund Nasenbluten?

Nasenbluten tritt beim Hund auf, wenn die Nase und die Nasennebenhöhlen geschädigt oder erkrankt sind (lokale Ursachen). Es kann aber auch Anzeichen für eine systemische Krankheit sein, unter welcher der Hund leidet.

Lokale Ursachen für Nasenbluten beim Hund sind unter anderem:

  • Verletzungen am Gesichtsschädel, der Augenhöhle oder der Nase (z.B. durch einen Unfall)
  • Entzündungen, vor allem durch langandauernde (chronische) Erkrankungen, welche die Nasenschleimhaut nachhaltig schädigen
  • Infektionen, z.B. durch Pilze (Aspergillose) oder Leishmaniose
  • Fremdkörper (z.B. eine Granne)
  • Tumoren
  • Zahnerkrankungen
  • Missbildungen

Systemische Ursachen für Nasenbluten beim Hund sind unter anderem:

  • Bluthochdruck
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Vergiftungen (z.B. mit Rattengift)
  • Polyzythämie (Erkrankung der Blutzellen)

Symptome:

Wie äußert sich Nasenbluten beim Hund?

Bei Nasenbluten hat der Hund selten bis häufig blutigen Ausfluss an der Nase. Blut tritt meist auch dann aus, wenn der Hund niest. Das Blut kann dabei „pur“ auftreten oder mit schleimigen Sekreten vermischt sein. In vielen Fällen zeigt der Hund Nasenbluten nicht ständig, sondern phasenhaft verteilt über den Tag. Die Nase kann dabei auch außen verkrustet und verletzt sein.

Je nach auslösender Ursache ist das Nasenbluten von weiteren Symptomen begleitet – bei Verletzungen sind Teile des Gesichts oft angeschwollen oder gerötet und der Hund ist möglicherweise geschwächt. Bei Blutgerinnungsstörungen können am und im gesamten Körper des Hundes weitere Blutungen auftreten. Auch Zahnerkrankungen führen gelegentlich zu Schwellungen im Gesicht – dem Hund fällt es oft schwer zu fressen und er zeigt manchmal Fieber.

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Weiterführende Informationen

Autor: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum der letzten Aktualisierung: November 2022
Quellen:
Baumgärtner, W. Gruber, A.D.: Spezielle Pathologie für die Tiermedizin. Thieme 2020
Kohn, B. Schwarz, G.: Praktikum der Hundeklinik. Enke Verlag 2018
Maddison, J. et al: Vom Symptom zur Diagnose in der Kleintierpraxis. Thieme 2016

Beck, W., Pantchev, N.: Praktische Parasitologie bei Heimtieren: Kleinsäuger, Vögel, Reptilien, Bienen. Schlütersche Verlag, Hannover 2012
Nelson, R.: Innere Medizin der Kleintiere. Urban & Fischer Verlag/Elsevier 2010

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