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Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Hund

 

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Diagnose:

Operation

Eine Kastration kann bei einer Gebärmutter-Vereiterung sinnvoll sein. Foto: vetproduction

Wie wird eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Hund diagnostiziert?

Der Tierarzt stellt bei Verdacht auf eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) zunächst einige Fragen zum Verhalten der Hündin und zum Zeitpunkt der letzten Läufigkeit. Danach nimmt er eine körperliche Untersuchung des Hundes vor. Dabei prüft er, ob sich das Tier in einem guten oder in einem schlechten Allgemeinzustand befindet.

Ist ein eitriger Ausfluss aus der Scheide vorhanden, untersucht der Tierarzt, wodurch der Ausfluss verursacht wird. Neben einer Gebärmutter-Vereiterung können beispielsweise auch Scheiden-Tumoren oder eine Entzündung der Scheide (Vaginitis) den Scheiden-Ausfluss beim Hund hervorrufen. Dazu sieht der Tierarzt sich das Innere der Scheide mit einem Spekulum an.

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Mithilfe von Blutuntersuchungen, Ultraschall-Untersuchungen und Röntgen-Aufnahmen lässt sich eine sichere Diagnose der Gebärmutter-Vereiterung stellen. Wenn kein Eiter aus der Scheide läuft (geschlossene Form der Pyometra), besteht auch die Möglichkeit, dass die Hündin trächtig ist. Auch dies kann der Tierarzt mit einer Ultraschall-Untersuchung feststellen.

Behandlung:

Wie kann eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Hund behandelt werden?

In schweren Fällen und bei stabilem Kreislauf der Hündin, wird der Tierarzt zur Behandlung der Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) eine operative Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke (Kastration der Hündin) empfehlen.

Bei leichten Symptomen ist auch eine Behandlung mit Medikamenten möglich. Hierbei erhält die Hündin Medikamente (Prostaglandine oder Aglépristone), die dafür sorgen, dass sich der Muttermund weiter öffnet. Ziel ist es, dass der Eiter leichter abfließen kann. Das künstliche Anti-Hormon Aglépriston hemmt zusätzlich die Wirkung des Hormons Progesteron.

Eine medikamentöse Behandlung der Gebärmutter-Vereiterung ist nur dann sinnvoll, wenn die Hündin von einer offenen Pyometra betroffen ist. Eine geschlossene Gebärmutter-Vereiterung erfordert in der Regel eine Kastration.

Prognose:

Wie ist die Prognose, wenn der Hund eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) hat?

Die Prognose hängt stark von der Form der Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) ab und davon, ob die Behandlung anschlägt. Die medikamentöse Behandlung wirkt erst nach einiger Zeit. Zudem besteht die Gefahr, dass gegen Ende der nächsten Läufigkeit erneut eine Gebärmutter-Vereiterung auftritt. Nach einer Kastration der Hündin hingegen kann keine Gebärmutter-Vereiterung mehr entstehen.

Wenn keine Blutvergiftung vorliegt und keine Komplikationen auftreten, ist die Prognose einer Gebärmutter-Vereiterung beim Hund günstig. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Erkrankung rechtzeitig behandelt wird. Dies gilt insbesondere für die geschlossene Gebärmutter-Vereiterung: Ist die Gebärmutter stark mit Eiter angefüllt, besteht die Gefahr, dass diese reißt und Eiter in die Bauchhöhle gelangt.

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