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Blutohr (Othämatom) beim Hund

 

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Diagnose:

Wie wird ein Blutohr (Othämatom) beim Hund diagnostiziert?

Der Tierarzt kann ein Blutohr (Othämatom) häufig bereits an den äußeren Symptomen erkennen. Darüber hinaus erkundigt er sich danach, seit wann die Auffälligkeit am Ohr besteht und ob sie sich verändert hat.

Um die Diagnose des Blutohrs abzusichern, kann der Tierarzt eine Punktion beim Hund durchführen. Dabei entnimmt er mit einer Spritze Gewebsflüssigkeit aus der betroffenen Stelle des Ohres und untersucht diese.

Außerdem stellt der Tierarzt fest, ob der Hund mit Blutohr eine Ohrenerkrankung hat und prüft, ob eine Blutgerinnungsstörung (Koagulopathie) vorliegt oder ob die Anzahl der Blutplättchen verringert ist (Thrombozytopenie).

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Behandlung:

Wie kann ein Blutohr (Othämatom) beim Hund behandelt werden?

Bei einem Blutohr (Othämatom) wird der Tierarzt zunächst versuchen, das Blut mit einer Spritze abzusaugen. Diese Behandlung muss mehrfach wiederholt werden, da sich das Blutohr schnell erneut füllt. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, kann der Tierarzt Kortison in das leere Hämatom spritzen.

Tritt das Blutohr (Othämatom) immer wieder auf, ist ein operativer Eingriff am Ohr des Hundes notwendig. Dabei öffnet der Tierarzt die betroffene Stelle am Ohr, entleert den Bluterguss und näht die Wunde wieder zu. Anschließend legt er einen festen Verband an. Der Hund sollte bis zum Ziehen der Fäden einen Halskragen tragen, damit er den Verband nicht durch Kratzen entfernt und die Naht aufreißt. Es ist ratsam, den Verband alle zwei bis drei Tage zu wechseln und die Wunde kontrollieren zu lassen.

Darüber hinaus ist es bei einem Blutohr erforderlich, dass der Tierarzt die Ursache behandelt. Liegt beispielsweise eine Ohrenentzündung wie eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) vor, kommen entzündungshemmende Medikamente (z.B. Glukokortikoide) zum Einsatz. Zusätzlich erhält der Hund Antibiotika.

Prognose:

Wie ist die Prognose, wenn der Hund ein Blutohr (Othämatom) hat?

Ein Blutohr (Othämatom) kann sich beim Hund innerhalb von drei bis vier Wochen eigenständig wieder zurück bilden. Ohne Operation entstehen jedoch meist Narben und Verformungen an der Ohrmuschel des Hundes. Wenn der Hund operiert wurde, entfernt der Tierarzt den Verband und die Fäden nach etwa 10 bis 14 Tagen.

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist es erforderlich, das Ohr des Hundes nach dem chirurgischen Eingriff zu schützen. Der Hund darf seinen Kopf nicht schütteln oder sich am Ohr kratzen. Denn dadurch kann es wieder zu Blutungen kommen.

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