Addison-Krankheit beim Hund

Diagnose:

Blutentnahme Hund
Die Tierärztin nimmt Blut beim Hund ab, um die Addison-Krankheit zu diagnostizieren. Foto: vetproduction

Wie wird die Addison-Krankheit beim Hund diagnostiziert?

Morbus Addison lässt sich beim Hund unter anderem anhand von Blutuntersuchungen nachweisen. So ist zum Beispiel der Kaliumspiegel im Blut erhöht, während der Natriumspiegel zu niedrig ist. Um eine sichere Diagnose der Addison-Krankheit stellen zu können, führt die Tierärztin oder der Tierarzt einen Hormon-Test (ACTH-Test) durch.

Ein weiterer Hinweis auf die Addison-Krankheit ist die Tatsache, dass sich die Beschwerden in Stresssituationen verschlimmern. Bildgebende Verfahren wie Röntgen-Untersuchungen oder Ultraschall-Untersuchungen zeigen mögliche Veränderungen an Herz und Lunge des Hundes.

Behandlung:

Wie behandelt man einen Morbus Addison beim Hund?

Leidet der Hund an einer akuten Addison-Krise, so schwebt er in Lebensgefahr. Daher verabreicht die Tierärztin oder der Tierarzt in der Regel eine Natrium-Chlorid-Lösung mittels Tropf (Infusion). Außerdem wird der Hormonhaushalt des Hundes durch die Gabe von Glukokortikoiden (z.B. Prednisolon) und Mineralokortikoiden (z.B. Fludrocortison) ausgeglichen.

Bei einer chronischen Addison-Krankheit erhält der Hund eine lebenslange Hormon-Ersatz-Therapie (z.B. mit den Wirkstoffen Prednisolon und Fludrocortison). Auf diese Weise bekommt der Körper des Hundes die notwendigen Hormone, die seine Nebennieren selbst nicht mehr herstellen können.

Prognose:

Wie ist die Prognose für einen Hund mit der Addison-Krankheit?

Hunde mit der Addison-Krankheit können nicht geheilt werden. Wohl aber können sie mit einer lebenslangen Hormon-Ersatz-Therapie (Substitution der Nebennierenrinden-Hormone) ein gutes Leben führen.

Bei einer sekundären Nebennieren-Insuffizienz, also einer Nebennierenrinden-Schwäche durch Geschwulste, Verletzungen oder Entzündungen, hängt die Prognose von der Ursache und deren Behandlung ab.

Wie alt werden Hunde mit Morbus Addison?

Wird bei Hunden die richtige Diagnose gestellt und werden sie richtig behandelt, können sie ein normales Leben führen, ohne große Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Das Tier sollte dabei regelmäßig einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorgestellt werden.

Die Langzeitbehandlung kostet Geld und Zeit, aber sie ist fast immer erfolgreich. Manche fragen sich: „Ist Morbus Addison tödlich?“ Ohne Behandlung versterben Hund an den Folgen von Morbus Addison. Leidet das Tier stark, sollte man mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abwägen, ob unter Umständen eine Euthanasie sinnvoll ist.

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