Loxicom®

Loxicom® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel für Rinder, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen. Es wird bei Schmerzen und Entzündungen verordnet.
Ergänzungsfuttermittel und Tiermedikamente (Symbolbild). Foto: Pixabay.com
Tiermedikamente (Symbolbild). Foto: Pixabay.com

Was ist Loxicom®?

Loxicom® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel für Rinder, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen. Es wird bei Schmerzen und Entzündungen verordnet.

Pferde erhalten das Medikament als Paste. Diese ist unter den Namen Loxicom® 50 mg/g erhältlich. Für Hunde gibt es Kautabletten (Loxicom® 1 mg, Loxicom® 2,5 mg) sowie eine Suspension zum Eingeben (Loxicom® 1,5 mg/ml).

Die niedriger dosierte Suspension (Loxicom® 0,5 mg/ml) ist für Katzen bestimmt. Rinder, Pferde und Schweine erhalten das Medikament als Injektion (Loxicom® 20 mg/ml). Die niedriger dosierte Injektionslösung (Loxicom® 5 mg/ml) ist für Hunde und Katzen erhältlich.

Loxicom® ist ein sogenanntes Generikum, da es denselben Wirkstoff wie das bereits zugelassene Arzneimittel Metacam® enthält.

Welche Wirkstoffe enthält Loxicom®?

Loxicom® enthält den Wirkstoff Meloxicam. Das Medikament gehört zu den sogenannten nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAID).

Häufig stellt sich Tierhalterinnen und Tierhalter die Frage: „Was ist Meloxicam für Tiere (z. B. Katzen)?“. Meloxicam ist ein Wirkstoff, der entzündungshemmend (antiphlogistisch), schmerzlindernd (analgetisch) sowie fiebersenkend (antipyretisch) wirkt.

Wann wird Loxicom® angewendet?

Loxicom®-Paste, Loxicom®-Kautablette, Loxicom®-Suspension: Tierärztinnen und Tierärzte verordnen das Arzneimittel bei Schmerzen und Entzündungen im Bewegungsapparat der Tiere, wenn diese infolge einer akuten (plötzlich auftretenden) oder chronischen (langfristigen) Erkrankung, beispielsweise aufgrund einer Verletzung, auftreten.

Katzen kann die Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension auch nach einer Operation an Knochen oder Weichteilen gegeben werden, um leichte bis mittelstarke Schmerzen sowie Entzündungen zu lindern.

Loxicom®-Injektionslösung: Pferde erhalten das Medikament zur Schmerzlinderung bei Koliken sowie bei Schmerzen und Entzündungen im Bewegungsapparat, die infolge einer akuten oder chronischen Erkrankung auftreten. Rindern wird Loxicom® in Kombination mit einer geeigneten Antibiotika-Therapie bei Atemwegsinfektionen (z.B. Infektionen der Luftwege) oder bei Euterentzündungen (akute Mastitis) verabreicht.

Bei Durchfall-Erkrankungen ist es möglich, es zusammen mit einer oralen Flüssigkeitstherapie zu geben. Eine orale Flüssigkeitstherapie wird den Tieren ins Maul verabreicht und soll die Wasserkonzentration im Körper wiederherstellen. Die Tiere sollten jedoch älter als eine Woche und nicht-laktierende (nicht-säugende) Jungrinder sein.

Schweine erhalten Loxicom® in Kombination mit einer geeigneten Antibiotika-Therapie. Behandelt werden Entzündungen und Lahmheit, die infolge von nicht-infektiösen Erkrankungen auftreten.

Zudem kann Loxicom® bei Erkrankungen, die nach dem Abferkeln auftreten, wie die puerperale Septikämie und Toxämie, eine nach dem Abferkeln auftretende Blutvergiftung, verabreicht werden.

Hunde erhalten Loxicom® bei Schmerzen und Entzündungen aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung. Des Weiteren setzen Tierärztinnen und Tierärzte die Loxicom®-Injektionslösung auch bei Schmerzen und Entzündungen nach Operationen an Knochen oder Weichteilen ein.

Katzen erhalten die Loxicom®-Injektionslösung bei Schmerzen nach einer Ovario-Hysterektomie oder leichten Weichteil-Operation. Unter einer Ovario-Hysterektomie versteht man die Kastration einer Kätzin. Bei diesem Eingriff werden sowohl die Eierstöcke, als auch mindestens das vordere Drittel der Gebärmutter entfernt.

Loxicom® darf nicht angewendet werden bei:

  • Trächtigen oder laktierenden (säugenden) Tieren. Kühe und Sauen können jedoch während der Trächtigkeit und Laktation mit Loxicom® behandelt werden.
  • Tieren mit Magen-Darm-Störungen (gastrointestinalen Störungen) wie Reizungen (Irritationen) oder Blutungen (Hämorrhagien)
  • Tieren mit Leber-, Herz-, Nierenproblemen
  • Tieren mit Blutgerinnungsstörungen
  • Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Meloxicam oder einem anderen Inhaltsstoff
  • Hunden, die jünger als sechs Wochen sind oder weniger als vier Kilogramm wiegen (Loxicom®-Kautablette)
  • Tieren, die jünger als sechs Wochen sind (Loxicom®-Paste, Loxicom®-Suspension)
  • Tieren, die jünger als sechs Wochen sind oder Katzen, die weniger als zwei Kilogramm wiegen (Loxicom®-Injektionslösung)
  • Kälbern, die jünger als eine Woche sind (Loxicom®-Injektionslösung)
  • Rindern, wenn mit dem Arzneimittel eine Durchfall-Erkrankung behandelt werden soll (Loxicom®-Injektionslösung)
  • Stuten, deren Milch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist

Loxicom® sollte nicht angewendet werden bei:

  • Ausgetrockneten (dehydrierten) Tieren
  • Hypovolämischen Tieren, das heißt, Tieren mit einer geringen Blutmenge
  • Hypotensiven Tieren, das heißt Tieren mit einem niedrigem Blutdruck

Wie soll Loxicom® verabreicht werden?

Vor dem Beginn der Behandlung mit Loxicom® ist es sinnvoll, die Tiere zu wiegen. Nur so lässt sich die benötigte Arzneimittel-Menge möglichst genau bestimmen und Unter- beziehungsweise Überdosierungen vermeiden.

Loxicom®-Paste: Empfohlen wird eine Dosis von 0,6 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Die Loxicom®-Paste wird einmal täglich verabreicht und kann bis zu 14 Tage lang gegeben werden. Auf der Spritze sind Kilogramm-Körpergewicht-Markierungen. Eine Markierung entspricht der Menge an Paste, die zu Behandlung eines 50 Kilogramm schweren Tieres ausreicht.

Für die Arzneimittel-Gabe wird die Spritze in das Maul des Pferdes geschoben und die Loxicom®-Paste auf den Zungengrund gegeben. Hierfür wird der Kolben bis zu der Markierung geschoben, die dem Körpergewicht des Pferdes entspricht. Anschließend ist der Kopf des Tieres solange nach oben zu halten, bis das Pferd die Loxicom®-Paste hinuntergeschluckt hat.

Loxicom®-Kautablette: Das Medikament ist aromatisiert und schmeckt den Tieren in der Regel gut. Loxicom®-Kautabletten werden dem Hund einmal täglich, das heißt alle 24 Stunden, mit oder ohne Nahrung direkt ins Maul gegeben. Die Loxicom®-Kautabletten haben auf einer Seite eine Bruchkerbe und lassen sich so leicht in zwei gleich große Hälften teilen. Dies ermöglicht eine genauere Dosierung.

Für den ersten Behandlungstag gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einem kann das Medikament als Injektionslösung (Loxicom® 5 mg/ml-Injektionslösung), zum anderen als Kautablette in einer Dosierung von 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht werden. An den darauffolgenden Behandlungstagen erhält der Hund Loxicom®-Kautabletten in einer reduzierten Dosierung (0,1 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht).

Dosierungstabelle für Loxicom®:

  • < 4,0 kg Körpergewicht: Diese Tiere sollten Loxicom® als Suspension erhalten, da sich mit dieser Darreichungsform die benötigte Arzneimittel-Menge besser abmessen lässt.
  • 4,0-7,0 kg Körpergewicht: 0,5 Tabletten von Loxicom® 1 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,13-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 7,1-10,0 kg Körpergewicht: 1 Tablette von Loxicom® 1 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,14-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 10,1-15,0 kg Körpergewicht: 1,5 Tabletten von Loxicom® 1 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,15-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 15,1-20,0 kg Körpergewicht: 2 Tabletten von Loxicom® 1 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,13-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 20,1-25,0 kg Körpergewicht: 1 Tabletten von Loxicom® 2,5 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,12-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 25,1-35,0 kg Körpergewicht: 1,5 Tabletten von Loxicom® 2,5 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,15-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
  • 35,1-50,0 kg Körpergewicht: 2 Tabletten von Loxicom® 2,5 mg Kautabletten. Dies entspricht 0,14-0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Wie schnell wirkt Loxicom® (z. B. bei Hund und Katze)? Normalerweise bessern sich die Symptome innerhalb von drei bis vier Tagen. Ist dies nicht der Fall, sollte die Behandlung mit Loxicom® zehn Tage nach Therapiebeginn – in Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt – abgebrochen werden.

Loxicom®-Suspension: Die Loxicom®-Suspension wird den Tieren einmal täglich im Abstand von 24 Stunden mit oder ohne Futter verabreicht. Vor der Arzneimittel-Gabe muss die Flasche gut geschüttelt werden.

In der Packung befindet sich neben der Arzneimittel-Flasche auch eine Spritze mit Kilogramm-Körpergewicht-Markierungen, die auf die Flasche aufgesetzt wird. Jede Markierung entspricht derjenigen Menge an Arzneimittel, die ein Tier mit entsprechendem Gewicht für die Erhaltungsdosis benötigt. Die Erhaltungsdosis ist dabei die minimale Arzneimittel-Dosis, die das Tier täglich erhalten muss, um Schmerzen und Entzündungen ausreichend zu lindern.

Wird die Loxicom®-Suspension den Tieren zum ersten Mal verabreicht, so erhalten diese in der Regel die doppelte Menge der Erhaltungsdosis. Eine Ausnahme bildet die Arzneimittel-Menge bei akuten Erkrankungen des Bewegungsapparats bei Katzen. Hier wird am ersten Tag die vierfache Menge verabreicht. Achten Sie darauf, die Flasche während der Entnahme nicht zu verunreinigen.

Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension: Bei Schmerzen oder Entzündungen, die infolge einer Operation auftreten, erhalten Hunde und Katzen zuerst die Injektionslösung. Bei Katzen ist es möglich, die Behandlung mit Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension fortzusetzen. Diese wird den Tieren 24 Stunden nach der Injektion direkt ins Maul gegeben. Die Behandlung kann bis zu vier Tage lang fortgesetzt werden.

Empfohlen ist eine Dosis mit 0,05 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Bei akuten Erkrankungen des Bewegungsapparats erhalten Katzen einmalig Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension in einer Dosis von 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Danach wird die Dosis reduziert. Die Tiere erhalten das Arzneimittel nun in einer Dosierung von 0,05 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht, und zwar solange, bis die akuten Schmerzen beziehungsweise die Entzündung abgeklungen sind.

Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats erhalten Katzen einmalig Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension in einer Dosis von 0,1 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Danach erfolgt eine Dosisreduktion auf 0,05 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. In der Regel bessern sich die Symptome innerhalb von sieben Tagen. Ist kein Therapieerfolg erkennbar, wird die Tierärztin oder der Tierarzt die Behandlung spätestens nach 14 Tagen abbrechen.

Loxicom® 1,5 mg/ml Suspension: Hunde erhalten das Arzneimittel einmalig in einer Dosis von 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 1,33 ml pro zehn Kilogramm. Danach erfolgt eine Dosisreduktion auf 0,1 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 0,667 ml pro zehn Kilogramm.

Wird Loxicom® 1,5 mg/ml Suspension über einen längeren Zeitraum verabreicht, kann, nachdem sich die Symptome gebessert haben (nach rund vier oder mehr Tagen), die Erhaltungsdosis bestimmt werden. Die Erhaltungsdosis ist die minimale Arzneimittel-Dosis, die der Hund täglich erhalten muss, damit noch ein Behandlungserfolg erkennbar ist.

Zu beachten ist, dass der Grad des Schmerzes und der Entzündung bei chronischen Erkrankungen zeitlichen Schwankungen unterliegt. In der Regel bessern sich die Symptome innerhalb von drei bis vier Tagen. Ist kein Therapieerfolg erkennbar, wird die Tierärztin oder der Tierarzt die Behandlung mit Loxicom® spätestens nach zehn Tagen abbrechen.

Loxicom®-Injektionslösung: Um Infektionen zu vermeiden, ist die Injektionslösung steril. Sie darf bei der Entnahme auf keinen Fall verunreinigt werden. Je nach Tierart, wird die Loxicom®-Injektionslösung folgendermaßen verabreicht:

  • Pferde erhalten Loxicom® 20 mg/ml intravenös, also direkt in die Vene. Empfohlen ist eine einmalige Injektion mit 0,6 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 3,0 ml pro 100 Kilogramm.
  • Rindern wird Loxicom® 20 mg/ml unter die Haut (subkutan) oder direkt in die Vene (intravenös) gespritzt. Empfohlen ist eine einmalige Injektion mit 0,5 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 2,5 ml pro 100 Kilogramm. Pro Injektionsstelle sollten maximal 10,0 ml injiziert werden.
  • Die Tierärztin oder der Tierarzt spritzt Schweinen Loxicom® 20 mg/ml in den Muskel (intramuskulär). Empfohlen ist eine einmalige Injektion mit 0,4 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 2,0 ml pro 100 Kilogramm. Pro Injektionsstelle sollten maximal 2,0 ml injiziert werden. Wenn nötig, kann das Medikament 24 Stunden nach der ersten Arzneimittel-Gabe erneut verabreicht werden.
  • Bei Erkrankungen des Bewegungsapparats wird Hunden Loxicom® 5 mg/ml einmalig mit einer Dosierung von 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht unter die Haut (subkutan) verabreicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 0,4 ml pro zehn Kilogramm. Die Behandlung kann mit Loxicom® 1,5 mg/ml Suspension oder Loxicom® 0,5 mg/ml Suspension fortgesetzt werden. Diese erhalten die Tiere 24 Stunden nach der Injektion direkt ins Maul. Sollen mit Loxicom® 5 mg/ml Schmerzen, die infolge einer Operation auftreten, gelindert werden, wird das Arzneimittel einmalig vor der Operation direkt in die Vene (intravenös) oder unter die Haut (subkutan) injiziert. Empfohlen ist eine Injektion mit 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 0,4 ml pro zehn Kilogramm.
  • Katzen erhalten Loxicom® 5 mg/ml vor der Operation in einer Dosierung von 0,3 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht unter die Haut (subkutan) injiziert. Dies entspricht einer Arzneimittel-Menge von 0,06 ml pro Kilogramm.
  • Rinder dürfen bis 15 Tage und Schweine bis fünf Tage nach dem Abschluss der Behandlung nicht geschlachtet und das Fleisch für den menschlichen Verzehr verwendet werden. Für Kuhmilch beträgt die Wartezeit fünf Tage.
  • Werden Pferde mit Loxicom®-Injektionslösung behandelt, so dürfen sie bis fünf Tage nach dem Abschluss der Behandlung nicht für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden. Erhalten sie die Loxicom®-Paste, beträgt die Wartezeit drei Tage. Pferde, deren Milch von Menschen verzehrt werden soll, dürfen das Arzneimittel nicht erhalten.

Welche Nebenwirkungen hat Loxicom®?

Unter der Verabreichung von Loxicom® können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Blut im Stuhl (okkultes Blut), Nierenversagen und Teilnahmslosigkeit (Apathie). Diese Nebenwirkungen sind typisch für Medikamente, die zu den nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAID) gehören. Sie treten am Anfang der Behandlung mit Loxicom® auf und klingen nach dem Behandlungsende wieder ab. In seltenen Fällen sind sie schwerwiegend oder lebensbedrohlich.
  • Selten treten nach der Injektion von Loxicom® anaphylaktische Reaktionen, also heftige allergische Überempfindlichkeits-Reaktionen des Immunsystems, auf. Diese können schwerwiegend oder sogar lebensbedrohlich sein und müssen sofort behandelt werden.
  • Bei Pferden, die die Loxicom®-Paste erhalten hatten, wurde vereinzelt ein juckender Ausschlag (Nesselsucht, Urtikaria) oder Durchfall (Diarrhö) beobachtet. Beide Symptome traten jedoch nur vorübergehend auf. Häufig verringerte sich auch die Konzentration des Blutproteins Albumin. In sehr seltenen Fällen traten Appetitlosigkeit, anormale Schläfrigkeit (Lethargie), Bauchschmerzen und Entzündungen des Dickdarms (Colitis) auf.
  • Bei Hunden, die Loxicom® als Injektionslösung erhalten, treten in sehr seltenen Fällen blutiger Durchfall, blutiges Erbrechen oder Magen-Darm-Geschwüre (gastrointestinale Ulzerationen) auf. In sehr seltenen Fällen wird ein Anstieg der Leberwerte beobachtet. Im Allgemeinen zeigen sich diese Nebenwirkungen von Loxicom® in der ersten Behandlungswoche. Meistens sind sie sind vorübergehend und klingen nach dem Abbruch der Behandlung ab. In seltenen Fällen sind die Nebenwirkungen schwerwiegend oder lebensbedrohlich.
  • Bei Rindern und Pferden, die mit der Loxicom®-Injektionslösung behandelt werden, zeigt sich häufig eine leichte, aber vorübergehende Schwellung an der Injektionsstelle.

Weiterführende Informationen

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch approbierte Tierärztinnen und Tierärzte, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt!

Autorin: Dr. Silke Kerscher-Hack, Apothekerin
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2023
Quellen:
European Medicines Agency: Arzneimittelinformation über Loxicom®. https://www.ema.europa.eu/en/documents/overview/loxicom-epar-medicine-overview_de.pdf (Abruf: Dezember 2022)

University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: Loxicom® 0.5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension für Katzen. https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/06000000/00062424.01 (Abruf: Dezember 2022)
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: Loxicom® 1.5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension für Hunde. https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/06000000/00062426.01 (Abruf: Dezember 2022)