Catosal®

Catosal® ist ein Medikament, das Tierärztinnen und Tierärzte einsetzen, um den Stoffwechsel bei Rind, Hund und Katze zu fördern.
Tierarzneimittel (Symbolbild). Foto: Pixabay.com
Tierarzneimittel (Symbolbild). Foto: Pixabay.com

Was ist Catosal®?

Catosal® ist ein Medikament, das Tierärztinnen und Tierärzte einsetzen, um den Stoffwechsel bei Rind, Hund und Katze zu fördern. Catosal® kann, wenn es notwendig ist, auch für andere Tierarten genutzt werden, beispielsweise für Exoten, Schweine, Schafe, Pelztiere und Geflügel. Catosal® ist als Injektionslösung verfügbar.

Welche Wirkstoffe enthält Catosal®?

Catosal® enthält die Wirkstoffe Butafosfan und Cyanocobalamin (Vitamin B12). Diese Wirkstoffe sollen den Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel bei Rind, Hund und Katze fördern.

1 ml der Catosal®-Injektionslösung für Tiere enthält 100 mg Butafosfanum, 50 µg Cyanocobalamin (Vitamin B12), 30 mg n-Butanol und Wasser für Injektionszwecke.

Wann wird Catosal® angewendet?

Tierärztinnen und Tierärzte wenden Catosal® an, wenn sie den Energiestoffwechsel der Tiere anregen möchten, beispielsweise in Phasen von Krankheit, Stoffwechselstörungen oder Schwäche.

Besondere Anwendungsbereiche von Catosal® sind unter anderem:

  • Stoffwechselstörungen durch mangelhafte Fütterung, Haltung oder durch Krankheiten
  • Entwicklungs- und Ernährungsstörungen bei Jungtieren, die in der Aufzucht erkrankt sind
  • Zur Vorsorge bei Unfruchtbarkeit (Sterilität), und zur unterstützenden Behandlung bei Unfruchtbarkeit oder Erkrankungen nach der Geburt (puerperale Erkrankung)
  • Weidefieber (Weidetanie) und Lähmungen (Paresen), zusätzlich zur Behandlung mit Kalzium und Magnesium
  • Als stärkendes Mittel (Tonikum) bei Überanstrengung und Erschöpfung von Tieren

Wie soll Catosal® verabreicht werden?

Die Tierärztin oder der Tierarzt verabreicht Catosal® als Injektion. Je nach Tierart ist es möglich, das Medikament in den Muskel, unter die Haut oder direkt in die Vene zu spritzen.

Der Hersteller empfiehlt folgende Dosierungen und Injektionsarten für Catosal® entsprechend der verschiedenen Tierarten:

  • Hund: 10 mg Butafosfan und 5 µg Cyanocobalamin pro kg Körpergewicht, das entspricht 0,1 ml Catosal® pro kg Körpergewicht. Es sollte eine Mindestmenge von 0,5 ml verabreicht werden. Die Catosal®-Lösung lässt sich in die Vene, in den Muskel oder unter die Haut des Hundes injizieren.
  • Katze: 50 mg Butafosfan und 25 µg Cyanocobalamin pro kg Körpergewicht, das entspricht 0,5 ml Catosal® pro kg Körpergewicht. Es sollte eine Mindestmenge von 0,5 ml verabreicht werden. Die Lösung lässt sich in die Vene, den Muskel oder unter die Haut der Katze spritzen.
  • Rind: 5 mg Butafosfan und 2,5 µg Cyanocobalamin pro kg Körpergewicht, das entspricht 5 ml Catosal® pro 100 kg Körpergewicht. Die Catosal®-Lösung wird in die Vene des Rinds injiziert.

Welche Nebenwirkungen hat Catosal®?

Catosal® ist gut verträglich, es sind laut Hersteller keine Nebenwirkungen bekannt. Auch bei einer Überdosierung sind bislang keine Symptome beschrieben.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu Stoffwechselerkrankungen finden Sie in unseren Texten:
Durchfall beim Hund
Erbrechen beim Hund
Durchfall bei der Katze

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch approbierte Tierärztinnen und Tierärzte, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt!

Autorin: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter-Koch
Datum der letzten Aktualisierung: Mai 2022
Quellen:
Provet AG. Produktinformation Catosal®. http://www.pharmazie.com/graphic/A/21/8-11721.pdf (Abruf: Mai 2022)
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/03000000/00034465.02 (Abruf: Mai 2022)