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Verletzungen bei Hund und Katze: Was tun, wenn das Tier lahmt?

 

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Verletzter Hund beim Tierarzt
© Heel GmbH

Der Bewegungsdrang unserer Hunde und Katzen ist im Sommer kaum zu bremsen. Kein Wunder also, dass auch die eine oder andere Verletzung nicht ausbleibt – oftmals kann schließlich schon ein falscher Tritt oder eine unsanfte Landung zu einer Prellung, Zerrung oder Stauchung führen. Aber Achtung: Auch wenn solche Blessuren zunächst harmlos erscheinen, sollten sie nie unterschätzt werden. Denn auch eine leichte Verletzung des Bewegungsapparates kann sich zu einem folgenschweren Krankheitsgeschehen auswachsen, wenn sie nicht komplikationslos ausheilt. Eine Behandlung ist daher immer ratsam, um den Heilungsverlauf zu fördern und Folgeschäden zu vermeiden.

Im Sommer stromern Katzen am liebsten tagelang durch Nachbarschaft und Natur, Hunde toben beim Spaziergang oder Wandern über Stock und Stein. Was aber tun, wenn der Vierbeiner anschließend lahmt oder ein Bein nachzieht? Eine plötzliche Lahmheit deutet meist auf eine Verletzung des Bewegungsapparates wie eine Prellung, Stauchung oder Zerrung hin. Ein solches akutes Trauma betrifft bei Vierbeinern überwiegend die Gelenke der Beine und geht fast immer mit Schmerzen einher. Diese können das Tier in seiner Bewegungsfreude und Lebensqualität stark beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann die Verletzung zu dauerhaften Schäden führen.

Schmerz erkennen und richtig deuten

Hat sich ein Hund verletzt, zeigt er das meist deutlich an: Er humpelt, um das betroffene Bein zu entlasten, jault und macht durch sein Verhalten auf die Verletzung aufmerksam. Katzen dagegen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Als Halter sollten Sie daher auch auf subtile Anzeichen für eine Verletzung achten. Typisch für Katzen ist zum Beispiel, dass sie eine schmerzhafte Stelle intensiv belecken. Außerdem können auch Wesens- oder Verhaltensänderungen wie Aggressivität oder Bewegungsunlust auf Schmerzen hindeuten. Gleiches gilt, wenn sich die Katze keinesfalls berühren lassen möchte oder sich zunehmend zurückzieht.

Weiße Katze auf dem Arm einer Frau
© Heel GmbH

Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Vierbeiner        
Wenn Sie den Unfall Ihres Vierbeiners beobachtet haben oder das Tier Anzeichen eines akuten Traumas zeigt, sollten Sie jegliche Aktivität sofort abbrechen und die verletzte Gliedmaße nach Möglichkeit ruhigstellen. Sofern keine offene Wunde vorliegt und das Tier es zulässt, ist es ratsam, die betroffene Stelle mit einem nassen Tuch oder einem Kühlpad zu kühlen. Letzteres sollten Sie vor dem Auflegen unbedingt in ein Handtuch wickeln, um Kälteschäden an der Haut zu verhindern. Unter größter Vorsicht können Sie auch versuchen, das verletze Bein sanft abzutasten. Wenn sich der Vierbeiner nicht berühren lassen möchte, sollten Sie dies aber unbedingt respektieren und einen Tierarzt aufsuchen.

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Überschießende Entzündung kann Heilung beeinträchtigen  
Liegt ein akutes Trauma vor, so zeigen sich – manchmal erst nach einiger Zeit – die klassischen Zeichen einer Entzündung: Die betroffene Stelle schwillt an, überwärmt, rötet sich und verursacht Schmerzen. Dieser Entzündungsprozess ist ein entscheidender Schritt in Richtung Heilung, da er ideale Bedingungen für den Organismus schafft, um das verletzte Gewebe schnell, komplikationslos und vollständig zu reparieren. Problematisch wird es aber dann, wenn der Entzündungsprozess nicht in den gewünschten Bahnen verläuft: Eine überschießende, andauernde Entzündung kann die Heilung verzögern oder sogar verhindern. Bleibt eine entsprechende Therapie aus, kann selbst eine leichte Verletzung im ungünstigsten Fall zu dauerhaften Schmerzen, anhaltender Lahmheit oder chronischen Gelenkerkrankungen wie Arthrose führen. Verletzungen des Bewegungsapparates sollten deshalb immer sofort behandelt werden, um den Heilungsverlauf zu unterstützen und bleibende Schäden zu vermeiden.

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Wann muss der Vierbeiner zum Tierarzt?           
Als Tierhalter steht man nicht selten vor der Frage, ob ein Tierarztbesuch angezeigt ist oder nicht. „Bei Unsicherheit ist eine Untersuchung durch den Tierarzt immer ratsam – lieber einmal zu oft als einmal zu wenig“, sagt Dr. Alexandra Keller, Tierärztin aus Frankfurt. In jedem Fall und unverzüglich muss Ihr Vierbeiner zum Tierarzt, wenn ein Bruch zu erkennen ist, die verletzte Gliedmaße unnatürlich absteht, stark anschwillt oder das Tier starke Schmerzen hat. Der Tierarzt wird seinen Patienten dann zunächst gründlich untersuchen und das verletzte Bein abtasten. Anschließend kann er oft schon eine Diagnose stellen. Es stehen aber auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall zur Verfügung, um die Diagnose abzusichern oder das genauere Ausmaß der Verletzung festzustellen.

© Heel GmbH

Biologische Tierarzneimittel: effektiv und schonend   
Eine geeignete Therapie richtet sich nach der Art und Schwere der Verletzung. Häufig handelt es sich um leichte bis mittelschwere Traumata. Dann ist meist eine vorübergehende Ruhigstellung des Gelenks durch einen Verband ausreichend. „Zudem haben sich in der täglichen Praxis biologische Tierarzneimittel zur Behandlung akuter Verletzungen bewährt. Diese wirken mit aufeinander abgestimmten Einzelsubstanzen wie Beinwell, Ringelblume und Arnika unter anderem schmerzlindernd, entzündungshemmend sowie abschwellend“, sagt Dr. Keller. „Dadurch regulieren sie schonend und effektiv das Entzündungsgeschehen und fördern den Heilungsprozess.“ Dank ihrer guten Verträglichkeit können biologische Tierarzneimittel als Einzeltherapie oder kombiniert mit anderen Medikamenten eingesetzt werden. Verletzungen des Bewegungsapparates sollten außerdem ausreichend Zeit zur Heilung haben, „denn diese Strukturen regenerieren deutlich langsamer als andere Gewebearten,“ so Dr. Keller. „Eine ausreichende Schonung ist daher unabdingbar, um bleibende Schäden zu verhindern.“

 

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Was Sie sonst noch über akute Verletzungen Ihres Vierbeiners wissen sollten, können Sie kompakt zusammengefasst in der BroschürePrellungen, Verstauchungen, Wunden: Was tun bei Verletzungen?“ nachlesen.

 

Weitere Informationen rund um die Gesundheit von Hund und Katze finden Sie unter www.vetepedia.de

 

 

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