Inkontinenz bei Hunden

Hund beim urinieren
Bei einer Harninkontinenz ist der Hund nicht in der Lage, den Urin zurückzuhalten. Foto: vetproduction

Was versteht man unter Inkontinenz bei Hunden?

Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz bei Hunden: die Harninkontinenz und die Stuhlinkontinenz.

  • Besteht eine Harninkontinenz, ist der Hund nicht in der Lage, Urin zurückzuhalten. Bei dieser Form der Inkontinenz treten je nach Ursache weitere Symptome auf, zum Beispiel kann der Urin blutig sein (Hämaturie) oder der Hund uriniert besonders häufig (Polyurie).
  • Bei der Stuhlinkontinenz oder Kotinkontinenz kann der Hund den Kot nicht zurückhalten und verliert immer wieder kleinere oder größere Mengen davon.

Welche Ursachen hat eine Inkontinenz bei Hunden?

Die möglichen Ursachen von Inkontinenz, sowohl der Harn- als auch der Stuhlinkontinenz, sind vielfältig.

Bei der Harninkontinenz bei Hunden kommen zum Beispiel folgende Ursachen infrage:

Junge Hunde verlieren manchmal auch unbeabsichtigt Urin, wenn sie sich freuen, nervös oder ängstlich sind. Diese Form der Inkontinenz bei Hunden ist harmlos und bessert sich häufig von selbst. Manchmal tritt Inkontinenz bei Hunden ohne erkennbare Ursachen auf.

Eine Stuhlinkontinenz bei Hunden hat zum Beispiel folgende Ursachen:

  • Altersbedingte Bindegewebsschwäche
  • Schädigung der Nerven, die den Schließmuskel am After kontrollieren, z.B. nach Unfällen oder bei einem Bandscheibenvorfall, Dackellähme (Diskopathie)
  • (Angeborene) Fehlbildungen des Darms
  • Darmtumoren

Wie wird eine Inkontinenz bei Hunden behandelt?

Wie eine Inkontinenz bei Hunden behandelt wird, hängt von der Art der Inkontinenz und ihren Ursachen ab. Ist eine Erkrankung für die Beschwerden verantwortlich, wird diese ursächlich behandelt. Bei bakteriellen Harnwegsinfektionen erhält der Hund Antibiotika. Sind Beeinträchtigungen der Nerven Ursache der Inkontinenz bei Hunden, ist manchmal eine Operation notwendig.

Ausführliche Informationen zur Inkontinenz bei Hunden erhalten Sie im Text: Inkontinenz beim Hund.

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Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2022
Quellen:
Baumgärtner, W. Gruber, A.D.: Spezielle Pathologie für die Tiermedizin. Thieme 2020
Niemand, HG. et al.: Praktikum der Hundeklinik, Enke, Stuttgart 2018
Nolte, I. et al.: Praxisleitfaden Hund und Katze. Schlütersche, Hannover 2013