Frage der Woche: Was tun bei einer Analbeutel-Entzündung beim Hund?

Diese Woche informieren wir Sie über die Ursache und Behandlung einer Analbeutel-Entzündung.

In unserer „Frage der Woche“ gehen wir wöchentlich einer häufig gestellten Frage aus der tierärztlichen Sprechstunde nach. Die aktuelle Frage der Woche stammt von unserem User „WilliWuff“:

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Diese Woche informieren wir Sie deshalb darüber, wie eine Analbeutel-Entzündung entsteht und was Sie als Tierhalterin oder Tierhalter dagegen tun können.

Wie entsteht eine Analbeutel-Entzündung beim Hund?

Eine Analbeutel-Entzündung beim Hund ist eine relativ häufige Erkrankung. Im Afterbereich des Hundes befinden sich paarig angelegte Analbeutel. Die Drüsen produzieren ein Sekret, das zusammen mit dem Kot des Hundes abgesetzt wird. Es dient Hunden als Duftmarkierung für ihre Artgenossen. Wenn sich die Analbeutel beim Kotabsetzen nicht richtig leeren, kann es zu einer Ansammlung und Verdickung des Sekrets kommen. Die Analbeutel verstopfen und können sich entzünden. Kleine Hunderassen, wie der Chihuahua oder Yorkshire Terrier, sind häufiger von einer Analbeutel-Entzündung betroffen.

Wie kann man eine Analbeutel-Entzündung beim Hund erkennen?

Ein typisches Anzeichen für eine Analbeutel-Entzündung beim Hund ist das sogenannte „Schlittenfahren“. Dabei rutscht der Hund mit seinem Hintern über den Boden und versucht so instinktiv, die Analbeutel zu leeren. Auch das häufige Belecken des Afterbereichs kann ein Zeichen für eine Analbeutel-Entzündung sein. Der Afterbereich des Hundes ist zudem gerötet und meist deutlich geschwollen.

Was kann man gegen eine Analbeutel-Entzündung beim Hund tun?

Wenn die Analbeutel beim Hund einmal verstopft sind, lassen sie sich meist nur durch ein vorsichtiges Herausmassieren entleeren. Dies macht in der Regel eine Tierärztin oder ein Tierarzt. Je nach Entzündungsgrad kann es notwendig sein, die Analbeutel zusätzlich mit einer entzündungshemmenden Flüssigkeit zu spülen.

Wenn Ihr Hund ab und zu von verstopften Analbeuteln betroffen ist, können Sie sich von der Tierärztin oder vom Tierarzt zeigen lassen, wie Sie den Analbeitel entleeren. Gehen Sie bei der Behandlung aber stets sehr behutsam vor. Das Ausdrücken der Analbeutel ist für den Hund, aber auch für Sie manchmal unangenehm, weil das Sekret stark riecht und es ein wenig dauert, bis der Geruch wieder verfliegt. Benutzen Sie daher neben einem Tuch auch immer Handschuhe, wenn Sie die Analbeutel Ihres Hundes leeren.

Auch eine Ernährungsumstellung kann helfen, eine Analbeutel-Entzündung beim Hund zu vermeiden. Bei zu weichem Kot wird nicht genug Druck auf die Analdrüsen ausgeübt. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, den Kot zu festigen und so die Entleerung der Analbeutel zu fördern.

Wenn Ihr Hund häufig an verstopften und entzündeten Analbeuteln leidet, kann es auch sinnvoll sein, die Analdrüsen operativ zu entfernen. Halten Sie in diesem Fall Rücksprache mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.


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Weiterführende Informationen

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Philipp A. Zimmermann
Datum der letzten Aktualisierung: November 2021
Quellen:
Baumgärtner, W. Gruber, A.D.: Spezielle Pathologie für die Tiermedizin. Thieme 2020
Kohn, B. Schwarz, G.: Praktikum der Hundeklinik. Enke Verlag 2017