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Experteninput: Flohfakten von Dr. med. vet. Sylvie Wilhelm, Dipl. ECVD

 

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Flöhe gehören zu den häufigsten Parasiten von Hunden und Katzen. Besonders in der warmen Jahreszeit haben sie Hochsaison. Deshalb gilt: Schützen Sie Ihr Tier! Dr. med. vet. Sylvie Wilhelm, Dipl. ECVD und Konsiliartierärztin für Dermatologie, fasst die wichtigsten Flohfakten zusammen.

Befall
Akuter Flohbefall ist der Albtraum aller Haustierhalter. Denn Flöhe wieder loszuwerden ist eine echte Herausforderung. «Dazu muss man sich vor Augen führen, dass nur 5 Prozent der gesamten Flohpopulation direkt auf dem Tier zu finden ist», sagt die Tierärztin Dr. Sylvie Wilhelm, Dipl. ECVD. Die restlichen 95 Prozent breiten sich in Form von Larven, Eiern oder Puppen in der Umgebung aus. Sie stellen eine stetige Quelle für einen Neubefall dar. Meist werden Flöhe zufälligerweise etwa im Rahmen einer Impfung beim Tierarzt entdeckt. «Einzelne Flöhe sind für den Tierhalter oftmals nicht einfach zu erkennen und machen in der Regel keine offensichtlichen Symptome. Erst wenn sie sich weiter ausbreiten oder wenn eine Flohallergie beim Tier besteht, zeigt sich der typische Juckreiz», so Wilhelm. Ein klassisches Anzeichen für einen Flohbefall ist auch sichtbarer Flohkot im Fell des Tieres. Dieser zeigt sich als schwarze «Krümel», vorwiegend im hinteren Rückenbereich, Schwanzansatz und an den Flanken. Entdeckt man solche Partikel, kann man einen einfachen Test zur Feststellung von Flohbefall durchführen. «Die Krümel können mit einem Flohkamm gesammelt und dann auf einem weißen Papier mit einem Tropfen Wasser ausgestrichen werden. Handelt es sich tatsächlich um Flohkot, zeigt sich dieser als rostbraune Schmiere, dem verdauten Blut», weiß die Tierärztin. Um akuten Flohbefall in den Griff zu bekommen, müssen alle Tiere im Haushalt mit entsprechenden Präparaten behandelt werden. Da die Floheier mit Vorliebe in Ritzen, Betten, Polstermöbeln und Teppichen abgelegt werden, ist zusätzlich eine sehr gründliche Reinigung erforderlich.

 

Schwere Krankheiten als Folge
Unbehandelt kann ein Flohbefall schwere medizinische Folgen für das Tier haben. «Manche Hunde und Katzen reagieren auf Flohspeichel allergisch. Durch den starken Juckreiz und die Entzündung in der Haut entwickelt sich eine deutliche Rötung und das Fell dünnt sich immer
stärker aus, z.T. werden die Tiere in diesen Bereichen
 dann auch ganz kahl», sagt Dr. Wilhelm. Durch das Kratzen kann es zusätzlich zu bakteriellen Infektionen kommen. Auch können die Flöhe Bandwürmer übertragen. Gleichzeitig kann ein starker Parasitenbefall besonders
bei jungen Tieren zu Blutarmut führen und im Extremfall sogar lebensbedrohlich sein. Damit es nicht soweit kommt, sollten Hunde und Katzen regelmäßig mit Präparaten zur Flohprophylaxe behandelt werden.

 

Flöhe lassen sich einfach verhindern
Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Präparaten, die zuverlässig vor Flohbefall schützen. «Sogenannte Spot-on-Präparate werden als Flüssigkeit auf der Haut des Tieres aufgetragen und wirken in der Regel circa vier Wochen, einzelne Präparate können aber auch länger wirken. Tabletten und Halsbänder können Flöhe über mehrere Wochen, manchmal sogar über Monate abtöten», erklärt Sylvie Wilhelm.

 

Das Wichtigste
Um auf Nummer sicher zu gehen und Flöhen keine Chance zu lassen, kann und muss in einzelnen Fällen die Flohprävention das ganze Jahr hindurch angewendet werden. Präparate, die einen lückenlosen Schutz über mehrere Wochen garantieren, minimieren hierbei die Gefahr von Behandlungslücken und durchbrechen den Flohzyklus effzient.

 

Fakten
Der Katzenfloh ist die häufigste Flohart bei Katzen und Hunden. Er ist etwa zwei bis vier Millimeter lang und lebt vorwiegend auf seinem Wirt. Um zu überleben, muss er täglich Blut saugen. Meist bleibt der Floh ein Leben lang auf demselben Wirt. Die Weibchen beginnen 24 Stunden nach der ersten Blutaufnahme mit der Eiablage und legen etwa 30 Eier pro Tag.

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