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Erbrechen bei Katzen

 

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Eine Katze beim Fressen
Eine Futterunverträglichkeit ist ein möglicher Grund, warum die Katze erbricht. Foto: vetproduction

Was versteht man unter Erbrechen bei Katzen?

Katzen erbrechen relativ häufig. Der medizinische Fachbegriff für Erbrechen lautet Vomitus.

Die Ursachen für Erbrechen sind vielfältig. Plötzliches, einmaliges Erbrechen ist meist harmlos. Erbricht sich die Katze jedoch sehr häufig oder regelmäßig über einen längeren Zeitraum, ist ein Tierarzt-Besuch wichtig. Gleiches gilt, wenn neben dem Erbrechen weitere Beschwerden auftreten oder das Erbrochene Blut enthält.

Erbricht eine Katze, würgt sie Mageninhalt hervor, also halbverdautes Futter und Flüssigkeit. Vorher ist ihr oft übel. Dies zeigt sie zum Beispiel durch unruhiges Umherwandern und erhöhten Speichelfluss.

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Welche Ursachen hat Erbrechen bei Katzen?

Tierärztinnen und Tierärzte unterscheiden akutes und chronisches Erbrechen bei Katzen: 

  • Erbricht die Katze plötzlich und kürzer als zwei Wochen lang, handelt es sich um akutes Erbrechen.
  • Chronisches Erbrechen hält länger als zwei Wochen an und die Katze erbricht regelmäßig.

In beiden Fällen ist es ratsam, die Ursache des Erbrechens tierärztlich abzuklären. Dazu eignet sich zum Beispiel eine Blutuntersuchung, Röntgen-Untersuchung, Ultraschall-Untersuchung oder eine Magenspiegelung.

Erbrechen bei Katzen – egal ob akutes oder chronisches Erbrechen – tritt auf, wenn das sogenannte Brechzentrum im Gehirn angeregt wird. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel:

Wie wird Erbrechen bei Katzen behandelt?

Wie Erbrechen bei Katzen behandelt wird, richtet sich nach der Ursache und danach, ob weitere Symptome wie Durchfall oder Fieber vorliegen. Manchmal reicht es aus, der Katze kurzzeitig nichts zu Fressen zu geben. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass sie ausreichend trinkt.

Wenn sich die Beschwerden bessern, geben Sie Ihrer Katze eine Schonkost, zum Beispiel Reis und Hühnchen. Beginnen Sie am besten mit häufigeren kleinen Portionen, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überlasten.

Halten die Beschwerden an oder treten weitere Symptome auf, ist es wichtig, mit der Katze eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen. In der Praxis lässt sich feststellen, welche Ursache dem Erbrechen zugrunde liegt. 

Die Katze erhält, je nach der Ursache des Erbrechens, Medikamente (z.B. Antibiotika bei einer bakteriellen Mageninfektion). Die Tierärztin bzw. der Tierarzt kann außerdem Medikamente verordnen, um den Brechreiz zu lindern – sogenannte Antiemetika. Dazu stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, zum Beispiel Maropitantum oder Metoclopramid.

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Achtung: Geben Sie Ihrer Katze  niemals eigenmächtig Medikamente aus Ihrer Hausapotheke, denn viele Präparate und ihre Dosierungen, die für Menschen zugelassen sind, sind für Katzen lebensgefährlich!

Falls eine schwerwiegende Ursache dem Erbrechen bei Katzen zugrunde liegt, zum Beispiel eine Vergiftung, eine Pankreatitis oder ein Magengeschwür, wird die Tierärztin oder der Tierarzt eine auf diese Grunderkrankung abgestimmte Behandlung einleiten.

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Weiterführende Informationen

Weitere, ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Text Erbrechen bei der Katze.

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2022
Quellen:
Bolbecher, G., Dillitzer, N.: Ganzheitliche Ernährung für Hund und Katze. Thieme, Stuttgart 2020
Lutz, H. et al.: Krankheiten der Katze. Thieme Verlag 2019
Nolte, I. et al.: Praxisleitfaden Hund und Katze. Schlütersche, Hannover 2013
Rand, J.: Praxishandbuch Katzenkrankheiten. Urban & Fischer, München 2009

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