Die Top 10 der Tierphobien

Dass wir Menschen Phobien und Ängste haben, ist allgemein bekannt. Kennen Sie aber auch die vielen Namen für die unterschiedlichsten Arten von Phobien?
Spinne
Die Angst vor Spinnen ist weit verbreitet. Der Fachbegriff lautet Arachnophobie. Foto: Pixabay.com

Dass wir Menschen Phobien und Ängste haben, ist allgemein bekannt. Kennen Sie aber auch die vielen Namen für die unterschiedlichsten Arten von Phobien? Wir haben Ihnen eine Liste der zehn häufigsten Tierphobien zusammengestellt:

1. Arachnophobie – Angst vor Spinnen

Für die Angst vor Spinnen gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind Spinnen für ihre Größe erstaunlich schnell und tauchen oft sehr unerwartet auf. Zum anderen gibt es tatsächlich Spinnenarten, die für Menschen giftig sind. Wobei sich diese in Mitteleuropa auf lediglich drei Arten beschränkt.

Auch angelerntes Verhalten ist ein möglicher Grund für eine Phobie, denn schon im Kleinkindalter nehmen wir uns das Verhalten von Eltern, Verwandten und Freunden als Vorbild: So kann eine Spinnenangst der Mutter oder des Vaters von dem Kind unbewusst imitiert werden.

2. Apiophobie – Angst vor Bienen

Bei dieser Angststörung geht es um die Angst vor Bienen, Bienenartigem und die Angst, von einer Biene gestochen zu werden. Die Apiophobie zeigt sich, indem der Betroffene schon bei dem kleinsten Summen zusammenzuckt und vor dem Geräusch flüchtet. Ein Mensch, der diese Phobie hat, wird Orte, an denen eventuell Bienen vorkommen, meiden.

3. Ophidiophobie – Angst vor Schlangen

Wenn Menschen Angst vor Schlangen haben, ist es zum einen die Angst, von einer Schlange erwürgt zu werden, und zum anderen die Angst, an dem Gift einer Giftschlange zu sterben. Schlangen sind schnelle und lautlose Tiere, sodass die Angst vor Schlangen auch daher rühren kann, dass die Betroffenen befürchten, nicht rechtzeitig flüchten zu können.

4. Elasmophobie – Angst vor Haien

Die Angst vor Haien ist weltweit verbreitet. Gerade der Film „Der weiße Hai“ hat die Angst der Menschen vor Haien geschürt und dafür gesorgt, dass sich die Menschen nicht mehr ohne Bedenken ins Meer trauen. Peter Benchley, der Autor des später verfilmten Romans „Der weiße Hai“, hat seinen größten Erfolg sehr bereut: Bis zum Ende versuchte er, die Menschen über die Haie aufzuklären und ihnen die Angst wieder zu nehmen, die er durch seinen Roman und den von Steven Spielberg gedrehten Film aufgebaut hat.

5. Kynophobie – Angst vor Hunden

Wie bei andern Phobien, liegt die Angst vor Hunden meist in dem Verhalten, das wir im Kleinkindalter von unseren Eltern adaptieren. Andererseits kann auch ein eigenes schlimmes Erlebnis mit einem Hund der Grund für diese Angst sein.

In der Vergangenheit wurden in den Medien häufiger Angriffe von „Kampfhunden“ (Listenhunden) gezeigt, die vor allem kleine Kinder angegriffen und schwer verletzt haben. Solche Nachrichten festigen sich in den Köpfen der Menschen und können der Grund für eine plötzlich auftretende Angst vor Hunden sein.

6. Herpetophobie – Angst vor Reptilien oder Kriechtieren

Ein Beispiel für die Angst vor Reptilien und Kriechtieren ist die Angst vor Nacktschnecken. Der extreme Ekel vor diesen Tieren führt bei den Betroffenen zu Atemnot, Schweißausbrüchen, Zittern und Herzrasen.

7. Ailurophobie – Angst vor Katzen

Die Angst vor Katzen ist weltweit verbreiteter, als Sie vielleicht zunächst denken: Etwa 15 Millionen Menschen leiden weltweit an dieser Phobie. Bemerkbar macht sich die Angst vor Katzen unter anderem durch einen schnellen Pulsschlag, Schweißausbrüche und Magenkrämpfe, wobei die Ursachen für die Phobie oft nicht genau zu erkennen sind.

Laut Desmond Morris, einem britischen Zoologen, beruht die Ailurophobie auf einem unterdrückten Sexualtrieb, während andere Expertinnen und Experten die Phobie auf die Jahrhunderte lang zurückliegende Mythologie zurückzuführen versuchen, in der schwarze Katzen als Unheilbringer galten.

8. Equinophobie – Angst vor Pferden

Bei dieser Phobie geht es neben der Angst vor Pferden auch um die Angst vor dem Reiten und vor einem möglichen Sturz. Die Betroffenen fürchten sich allerdings auch vor Bildern, Fotografien und Statuen von Pferden und vermeiden jegliche Situationen, in denen sie auf Pferde treffen könnten.

Die Symptome der Equinophobie reichen von Schweißausbrüchen bis hin zu Atemnot, wobei Pferde sehr sensible Tiere sind und genau merken, wenn sich ihr gegenüber unsicher, ängstlich oder nervös verhält.

9. Murophobie – Angst vor Mäusen

Die Murophobie, die Angst vor Mäusen, liegt meistens darin begründet, dass wir als Kinder das Verhalten unserer Eltern und Vertrauenspersonen gegenüber Mäusen übernommen haben. Mäuse und auch Ratten gelten seit jeher als unrein und Überträger von Krankheiten, weil sie sich von Abfall ernähren und zum Teil in der Kanalisation leben.

10. Bufonophobie – Angst vor Fröschen

Während Mädchen in alten Märchen eingeredet wurde, sie sollten einen Frosch küssen und dann würde ein stattlicher Prinz erscheinen, bekommen andere Menschen bei dem bloßen Gedanken an einen Frosch Schweißausbrüche und Panikattacken.

Die Angst vor Fröschen wird dadurch erklärt, dass Frösche unberechenbar durch die Gegend hüpfen können und einen schleimigen, dreckigen Anschein machen.

Weiterführende Informationen

Mehr zum Thema: https://www.arztphobie.com/phobien/tierphobie-angst-vor-tieren/

Autorin: Klaudia Fernowka, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung:
Dr. med. vet. Michael Koch
Datum der letzten Aktualisierung:
Juni 2022
Quellen: 
GEO: Wie Tierphobien entstehen – und wie man sie loswird. https://www.geo.de/wissen/gesundheit/wie-tierphobien-entstehen-30799196.html (Abruf: Juni 2022)
Pschyrembel Online. Walter de Gruyter (Abruf: Juni 2022)