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Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten

 

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Foto: Pixabay.com

Katzen können unter vielen unterschiedlichen Krankheiten leiden. Manche werden durch Viren hervorgerufen, andere durch Bakterien oder Parasiten und wieder andere sind erblich bedingt. Welche Krankheiten am häufigsten bei Katzen auftreten, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

 

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Katzenschnupfen(-Komplex)

Der Katzenschnupfen ist eine Infektionskrankheit, die zu Entzündungen der Atemwege und der Augen bei Katzen führt. Auch können die Haut und in schweren Fällen auch die Lunge betroffen sein. Die Krankheit wird durch eine Vielzahl von Erregern wie Viren, Bakterien und Parasiten hervorgerufen. Unter anderem führen Herpes- und Calici-Viren, aber auch Bakterien wie die Bordetellen (Bordetella bronchiseptica) oder Chlamydien (Chlamydophila felis) zu der Katzenkrankheit. Besonders junge Katzen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig für Katzenschnupfen. Zu den Folgeschäden gehören Knochenschwund an der Nasenmuschel, Augenschäden bis zur Erblindung und chronischer Schnupfen bei der Katze.

 

Katzenseuche

Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei der Katzenseuche um eine ansteckende Krankheit. Sie wird durch das Parvovirus ausgelöst und häufig bereits während der Trächtigkeit von nicht geimpften Mutterkatzen auf ihre Katzenwelpen übertragen. Neben jungen Katzen kann die Katzenseuche auch für ältere Katzen gefährlich werden.

Infizierte Katzen leiden an Erbrechen, Durchfall und Fieber und fressen oft nicht. Besonders bei jungen Katzen sollte die Katzenseuche schnellstmöglich behandelt werden, da sie den Krankheitsfolgen innerhalb eines Tages erliegen können.

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Katzenleukämie

Der Auslöser für Katzenleukämie ist in häufigen Fällen das Feline Leukämie-Virus (FeLV), das durch den Kontakt mit anderen Katzen übertragen wird. Eine Impfung gegen FeLV schützt die Katze gegen diese Übertragungsart. Neben dem Virus gibt es verschiedene weitere Ursachen für die Leukämie der Katzen, die aber derzeit nicht ausreichend untersucht sind.

Katzenleukämie ist meist eine langwierige Erkrankung, die akut oder chronisch verlaufen kann. Bei einem akuten Verlauf treten plötzlich starke Symptome auf. Mögliche Symptome sind Gewichtsverlust, Fieber, Fressunlust und Erbrechen sowie Durchfall. Bei der chronischen Katzenleukämie zeigen sich anfangs nur wenige oder gar keine Symptome.

Der Begriff Katzenleukämie umfasst außerdem eine Reihe von Tumoren, die von veränderten Zellen im Knochenmark gebildet werden.

 

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Die FIP ist eine Viruserkrankung, die weltweit vorkommt. Sie tritt besonders häufig auf, wenn mehrere Katzen zusammen gehalten werden und kann bereits während der Trächtigkeit vom Muttertier auf die Welpen übertragen werden.

Die Erkrankung wird durch sogenannte Feline Corona-Viren ausgelöst und verläuft in der Regel tödlich.

Die Feline Infektiöse Peritonitis nimmt häufig über mehrere Wochen ihren Lauf und äußert sich oft durch hohes Fieber, Abgeschlagenheit sowie Fressunlust und blasse Schleimhäute. Typisch sind auch Entzündungen von Brust- und Bauchfell.

 

Nierenschwäche

Bei einer Nierenschwäche lässt die Funktion der Nieren nach. Die Nieren sind für viele lebenswichtige Prozesse zuständig. Unter anderem filtern sie das Blut, bilden Harn und regulieren Wasserhaushalt, Blutdruck und Stoffwechsel. Eine Störung wirkt sich daher auf den ganzen Organismus der Katze aus.

Die Nierenschwäche kann durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Neben der nachlassenden Funktion im Alter können die Nieren auch als Folge einer Vergiftung oder einer Infektion geschwächt sein. Auch kann stark eiweißreiche Kost über einen längeren Zeitraum die Nieren belasten und zu einer Nierenschwäche führen.

Da sich häufig erst bei fortgeschrittener Schädigung der Nieren deutliche Symptome zeigen, bleibt eine Nierenschwäche oft unentdeckt. Typisch sind Symptome wie Fressunlust bei gleichzeitig starken Durst und Erbrechen. Zusätzlich kann die Katze lethargisch wirken, abmagern, deutlich öfter urinieren und bei starkem Verlust der Nierenfunktion nach Harnstoff aus dem Maul riechen.

 

Katzendiabetes

Diabetes bei der Katze ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Stoffwechselstörungen, die auch bei Menschen und Hunden vorkommt. Die auch als Zuckerkrankheit bezeichnete Erkrankung entsteht, wenn zu wenig Zucker aus dem Blut in das Körpergewebe aufgenommen wird. Die Aufnahme des Zuckers wird über das körpereigene Hormon Insulin gesteuert, das bei Diabetes entweder zu wenig oder gar nicht gebildet wird oder von den Zellen nicht mehr aufgenommen wird. Durch die Überzuckerung des Blutes kommt der Stoffwechsel der Katze aus dem Gleichgewicht und es können Nervenschäden auftreten.

Diabetes bei Katzen kann erblich bedingt sein, aber auch durch die Ernährung und allgemeine Lebensweise beeinflusst werden. Besonders übergewichtige Katzen haben ein erhöhtes Risiko. Wenn Katzen übermäßig viel trinken und häufig urinieren, kann das ein Hinweis auf Diabetes sein. Auch kann in diesem Zusammenhang ein glanzloses und struppiges Fell auf die Zuckerkrankheit hinweisen.

 

Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose)

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse produziert diese übermäßig viele Hormone. Hervorgerufen wird die Überfunktion meist durch einen Knoten oder eine Geschwulst an der Schilddrüse. Wird die Schilddrüsen-Überfunktion nicht behandelt, kann es zu schweren Organschäden an Niere, Herz oder Leber kommen. Typische Symptome sind Gewichtsverlust bei gesteigertem Appetit, aber auch Fressunlust. Die Tiere urinieren häufiger und haben gesteigerten Durst. Häufig verhalten sich Katzen mit einer Schilddrüsen-Überfunktion auch munter, unruhig oder aggressiv.

 

Parasitenbefall

Ähnlich wie bei Wurmerkrankungen kann die Katze auch von anderen Parasiten befallen sein. Während Würmer zu den sogenannten Endoparasiten gehören, die das Innere der Katze befallen, gibt es ebenfalls Ektoparasiten, die das Äußere der Katze befallen. Dazu gehören unter anderem Zecken, Flöhe und Ohrmilben. Zecken beißen sich in der Haut der Katze fest, um Blut zu saugen. Dabei können sie wiederum Krankheiten wie Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose übertragen. Flöhe nisten sich hingegen im Fell der Tiere ein und saugen ebenfalls Blut. Dadurch kann es vorkommen, dass die Katze sich übermäßig viel kratzt. Ohrmilben indes besiedeln die Ohrmuschel der Katze und ernähren sich dort von Hautzellen und Absonderungen der Ohren. Häufig kratzen sich betroffene Tiere an ihren Ohren oder entwickeln Ohrentzündungen.

 

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektion, die durch den protozoären Parasiten Toxoplasma gondii bei der Katze hervorgerufen wird. Allgemein gesunde Katzen die mit Toxoplasmen infiziert werden zeigen in den meisten Fällen keine Symptome; gelegentlich kann es zu Durchfall kommen. Junge Katzen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem zeigen hingegen Symptome wie Atemnot, Fieber, Husten, Durchfall, Schwäche und Entzündungen. Für Katzenwelpen, die bereits bei der Geburt infiziert sind, besteht ein hohes Risiko, an der Krankheit zu sterben.

Toxoplasmose kann auch auf Menschen übertragen werden und ist besonders für ungeborene Kinder gefährlich, die sich über die Mutter anstecken.

 

Wurmerkrankungen

Neben den oben genannten Krankheiten leiden Katzen auch oft unter Beschwerden, die durch Würmer hervorgerufen werden. Die Katze kann sich durch den Verzehr von infizierten Mäusen oder über den Kot infizierter Katzen mit Würmern anstecken und dient den Parasiten als Wirt. Bei Katzen kommen hauptsächlich Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer vor, die den Körper der Katze besiedeln. Je nach Wurmart kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Häufig begleitet Durchfall und Erbrechen eine Wurmerkrankung bei Katzen.

 

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Weitere Informationen

Autor: Torge Ropers, B.A. Germanistik
Tiermedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Philipp Zimmermann
Datum der letzte Aktualisierung: Juni 2018
Quellen: Horzinek MC.: Krankheiten der Katze. Enke 2014

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