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Border Collie

 

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Border Collie auf Blumenwiese
Foto: Pixabay.com

Gute Augen und gute Ohren – Border Collies stammen ursprünglich aus Großbritannien und zeichnen sich durch ihre besonders ruhige und souveräne Art des Hütens aus. Der Name „Border Collie“ setzt sich zusammen aus dem Wort für ihr Herkunftsgebiet zwischen Schottland und England („Border Country“) und dem Wort „Collie“, das einen nützlichen Gegenstand bezeichnet.

Welches Wesen hat der Border Collie?  

Der Border Collie hat wie die meisten Treib- und Hütehunde einen ausgeprägten Willen, seinem Halter zu gefallen. Er sucht und braucht die Nähe zum Menschen und ist deshalb inzwischen auch als Familienhund sehr beliebt. Border Collies fühlen sich wohl, wenn sie nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Allerdings brauchen sie auch ausreichend Ruhepausen, um sich zu erholen. Geeignete Aktivitäten für Border Collies sind beispielsweise Agility, Obedience, Treibball und Turnierhundesport. Die intelligenten Hunde lernen spielend leicht Tricks und Kunststücke.

Für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund ist auch beim Border Collie eine konsequente, liebevolle Erziehung bereits im Welpenalter wichtig. Border Collies sind sehr sensibel, deshalb sind Druck und Zwang eher ungeeignete Lernmethoden. Gleichzeitig lernen sie schnell – und zwar auch, wie sie die Schwachstellen ihres Gegenübers ausnutzen können. Hier heißt es, aufmerksam zu bleiben und unerwünschtes Verhalten konsequent zu unterbinden.

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Wie groß wird der Border Collie?

Border Collies zählen zu den mittelgroßen Hunden: Ein ausgewachsener Border-Collie-Rüde erreicht eine Widerristhöhe von 53 cm. Hündinnen werden nur geringfügig kleiner.

Wie viel wiegt ein Border Collie?

Der muskulöse Border Collie kommt ausgewachsen auf ein Gewicht zwischen elf und 24 kg.

Wie sieht das Fell des Border Collies aus?

Das Fell des Border Collies ist charakteristisch rau mit dichtem Unterkleid. Zu den möglichen Fellfarben zählen schwarz-weiß, blue-merle, red-merle (bei Züchtern auch „chocolate/merle“ genannt), grau, rot-weiß, braun-weiß (auch „chocolate“ genannt) und diverse weitere Mischungen. Typisch sind auch sogenannte „tan“-Abzeichen, die meist im Gesicht vorkommen. „Tan“ bezeichnet Fellbereiche in einem hellen Rotbraun, das auch „lohfarben“ genannt wird.

Rassetypische Krankheiten beim Border Collie

Der sogenannte Merle-Faktor, der für die besonders schönen Fellzeichnungen verantwortlich ist, kann gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit des Tieres haben. Zu den möglichen Folgen zählen neben Taubheit und Blindheit unter anderem auch eine verkürzte Lebensdauer, sowie Unfruchtbarkeit und Gleichgewichtsstörungen. Von negativen gesundheitlichen Auswirkungen sind in erster Linie Welpen betroffen, deren Eltern beide Träger des Merle-Gens sind. Die Verpaarung zweier Merle-Gen-Träger gilt in Deutschland als Qualzucht und ist daher verboten.

Weitere typische Border-Collie-Krankheiten:

  • Hüftgelenks-Dysplasie (HD): vererbbare Fehlentwicklung von Gelenkkugeln und Gelenkpfannen
  • MDR1-Defekt, auch Arzneimittel-Sensibilität genannt: Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen, verursacht durch das Fehlen eines Proteins
  • Diverse vererbbare Augenkrankheiten, etwa Collie-Eye-Anomaly (CEA), Progressive Retinaatrophie (PRA) und Glaukom (Grüner Star)

Weitere Informationen

Autorin: Nadine Lier
Tiermedizinische Qualitätssicherung: Dr. vet. Freya Fuchs, Tierärztin
Datum: August 2020
Quellen:
Dany, N.: Border Collie – Ein Problemhund!? (https://www.planethund.com/hundewissen/border-collie-problemhund.html) (Abruf: 08/2020)
Fédération Cynologique Internationale (AISBL): Border Collie. (http://www.fci.be/Nomenclature/Standards/297g01-de.pdf) (Abruf: 08/2020)
Verband für das Deutsche Hundewesen: Border Collie. (https://www.vdh.de/welpen/mein-welpe/border-collie) (Abruf: 08/2020)
Niemand, H.: Praktikum der Hundeklinik. Enke, Stuttgart 2012
Strain, G.M. et al.: Prevalence of deafness in dogs heterozygous or homozygous for the merle allele. J Vet Intern Med. 2009;23(2):282-286. doi:10.1111/j.1939-1676.2008.0257.x (Abruf: 08/2020)
Wienrich, V.: Das große Buch der Hundekrankheiten. Müller Rüschlikon, Stuttgart 2008

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