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Verstopfte Analdrüsen und Juckreizphänomene

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    • Verstopfte Analdrüsen und Juckreizphänomene

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      Hallo in die Runde,


      ich bin nun komplett neu, und weiß nicht, ob man sich netterweise irgendwo vorstellen sollte, wie das in manchen Foren gewünscht ist, aber da ich keinen entsprechenden Hinweis oder Thread gefunden habe, lege ich gleich mal los.
      Auch weiß ich nicht, wie frequentiert dieses Forum ist, aber da meine aktuelle Frage nicht so dringend ist, werfe ich sie mal in die Runde.

      Es geht um meine Katze Mika, EKH, 12 Jahre alt.
      Sie hatte eine Weile so seltsame Juckreizphänomene: hektisches Körper- und Pfotenlecken, Kratzen, Kopfschütteln, plötzliches Wegspringen, als wäre sie auf der Flucht vor ihrem eigenen Körper. Entflohen brachte keine Veränderung. Nach Google Recherche habe ich erst befürchtet, es wäre das "Rolling-Skin-Syndrom", aber beim TA kam dann die sehr erstaunliche und erleichternde Antwort: Verstopfte Analdrüsen. Und in der Tat, nach dem (schmerzhaften) Ausdrücken wurde es ein paar Tage lang weniger und dann war es komplett weg.
      Ich kenne das natürlich bislang nur von Hunden, und bei denen kann man deutlicher den Ursprung des Unwohlseins erkennen, aber die Verbindung Hautjuckreiz-Analdrüsen, da wäre ich nie im Leben drauf gekommen. Mir wurde erklärt, dass die Katzen sozusagen nicht erkennen können, woher das Unwohlsein kommt, und dann wollen sie das einfach weghaben. Ich weiß nicht, ob man das dann eine Übersprungshandlung nennen kann.

      Das Blöde ist: Nach ca. 4 Wochen war alles wieder da, nach erneutem Ausdrücken wieder alles in Ordnung. In der TA-Praxis nahm man die Vorstellung, dass ich dann eben regelmäßig zum Analdrüsen Ausdrücken kommen müsse entspannt, andere, wengleich wenige, Katzenhalter*innen würden das auch tun. Wenn es nötig ist, mache ich das natürlich, aber ich würde meiner Katze das unwahrscheinlich gerne ersparen.

      Deshalb wollte ich nach Ursachen suchen.
      Möglichkeiten sind:
      - Kotkonsistenz (sieht in meinen Augen normal aus)
      - Stoffwechselerkrankung (Mir ist die Futterqualität schon immer wichtig, bei den Vorbesitzern bis vor ca. 4 Jahren wurde sie allerdings auch gerne mit Keksen und Kuchen gefüttert. Auch hatte sie kurz nach ihrer Ankunft bei mir - sie kam schon krank an, das konnte man da aber noch nicht sehen - ein massives Leberversagen, das unter anderem dank 3 Wochen Fütterung über eine Magensonde geheilt wurde)
      - Stress (hhhhmmm.... der Kater von nebenan, wegen dem sie sich manchmal nicht raustraut?)
      - ... mehr fällt mir nicht ein.

      So, nun könnte ich noch sehr viele Gedanken zu diesen Punkten aufschreiben, aber erst einmal schaue ich, ob jemanden jetzt schon irgendetwas dazu einfällt. Und vor allem, ob jemand das schonmal erlebt hat.

      Danke für's Lesen und Mitdenken und viele Grüße von Hille
    • PS: Was mich noch umtreibt: Ich bin in einer Woche für ca. 6 - 8 Wochen nicht da. Es kommen sowohl Menschen zum Füttern als auch zwischendurch als Gesellschafter*innen, aber ich glaube, für die ist es dann schwer zu erkennen und zu entscheiden, ob da irgendwann wieder Handlungsbedarf ist. Nun hat eine Freundin den TA-Job, das heißt, wenn irgendetwas sein sollte, kümmert sie sich, und ich frage mich, ob ich ihr schonmal prophylaktisch den Auftrag gebe, in ca. 4 Wochen zum TA zu fahren, weil die TA-Helferin mir ein bisschen Angst gemacht hat im Sinne von "Wenn ich mich nicht kümmere, können die Analdrüsen auch mal platzen.
      Ich würde der Katze das aber soooo gerne ersparen und frage mich, ob das nicht ein bisschen über das Ziel hinaus agiert wäre.
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    • Hallo, Hille,
      die Tierarzthelferin hat Recht, verstopfte Analdrüsen können platzen oder es können sich Abszesse bilden.
      Wichtig ist die Kotkonsistenz, der Kot sollte nicht zu weich sein, der Kotabsatz aber auch nicht zu selten erfolgen (bei hartem Kot).
      Entzündungen der Darmschleimhaut z.B. durch Würmer können eine Ursache für rezidivierende Analdrüsenverstopfung verursachen. Wird Deine Katze regelmäßig entwurmt?
      Möglich ist auch eine erbliche Veranlagung. Dann hilft evtl. eine chirurgische Entfernung der Analdrüsen.
      Du kannst versuchen, Ballaststoffe mit Quellvermögen zuzufüttern, z.B. gemahlene Flohsamenschalen. Das verbessert die Kotkonsistenz.
      Während Deiner Abwesenheit solltest Du sicherheitshalber die Freundin bitten, alle 4 Wochen zum TA zu fahren, wenn niemand sonst das beurteilen kann. Ansonsten kann das für die Katze sehr schmerzhaft werden, das wäre viel schlimmer als das Ausdrücken.
      Ob eine chirurgische Entfernung der Analdrüsen im Fall Deiner Katze sinnvoll wäre, mußt Du mit Deinem TA besprechen.

      LG,Rheinkiesel
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    • Liebe Hille,

      wir würden dazu raten, ggf. an der Ernährung zu arbeiten und auf eine gesunde Kotkonsistenz zu achten. Nicht immer lässt sich das Problem allerdings vollständig beseitigen, sodass es sein kann, dass hin und wieder tierärztliche Hilfe gefragt ist.

      Dass Analdrüsen "platzen" geschieht eher im Rahmen einer Entzündung oder Abszessbildung. Dies kann, muss aber nicht passieren. Wir denken, wie Rheinkiesel schon schrieb, es ist sinnvoll, wenn Ihre Freundin die Katze während Ihrer Abwesenheit einmal prophylaktisch zum Tierarzt begleitet. So stellen Sie sicher, dass hier nicht versäumt wird und sind ggf. auch selbst beruhigt.

      Viele Grüße
      Ihr Tiermedizinportal-Team

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