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Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren

 

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Anwendungsgebiete:

Wann wird eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren angewandt?

Der Tierarzt rät eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) beim Tier an, wenn eine Gelenkerkrankung vorliegt, die durch andere Untersuchungen, wie beispielsweise eine Blutuntersuchung oder Röntgen-Untersuchung nicht diagnostiziert werden konnte. Gelenkstrukturen wie Bänder, Knorpel oder die Gelenkflüssigkeit sind mit einer Röntgen-Untersuchung beispielsweise nicht darstellbar.

Mögliche Erkrankungen, die sich mit einer Gelenkspiegelung beim Tier diagnostizieren lassen, sind:

  • Entzündung des Knochens und des Gelenks (Osteoarthritis)
  • Verschleißerscheinungen des Gelenks (Arthrose)
  • Feststellung loser Gelenkteile (Menisken, Knorpel, Knochen), beispielsweise bei Ellbogengelenk-Erkrankungen (Ellbogengelenk-Dysplasie)
  • Identifizierung von Gelenkschäden, ggf. Gewebeproben-Entnahme (Biopsie)
  • Erkrankungen und Risse des Kreuzbands
  • Erkrankung der Menisken

Zu den möglichen Eingriffen, die der Tierarzt häufig mittels Arthroskopie beim Tier durchführt, zählen:

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  • Entfernung loser Fragmente (Menisken, Knorpel, Knochen), die im Gelenk vorliegen
  • Behandlung von lang andauernden Gelenkentzündungen (chronische Osteoarthritis), Verschleißerscheinungen des Gelenks (Arthrose)
  • Behandlung von Kreuzbandrissen oder Meniskuserkrankungen
  • Gelenkspülung bei einer starken Gelenkentzündung
  • Arthroskopie-gestützte Behandlung von Knochenbrüchen oder operative Stabilisierung des Gelenks

Risiken und Komplikationen:

Welche Risiken birgt eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren?

Eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) beim Tier ist meist recht risikoarm. Da die Gelenkspiegelung in Narkose durchgeführt wird, ist es ratsam, dass der Tierarzt vorher durch eine Allgemeinuntersuchung und eine Blutuntersuchung abklärt, ob das Tier gesund ist.

Grundsätzlich können bei einer Gelenkspiegelung Schwellungen, Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen auftreten. Häufigere Komplikationen einer Arthroskopie sind Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut oder Schädigungen des Knorpels. Manche Gelenkschäden kann der Tierarzt mittels Gelenkspiegelung nicht beheben. Dann ist eine operative Eröffnung des Gelenks notwendig.

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2018
Quellen:
Brass, W. et al: Operationen an Hund und Katze, Parey, 2007
Fossum, T.W.: Small animal surgery, Mosby Elsevier, Missouri, 2007
Kramer, M.: Kompendium der Allgemeinen Veterinärchirurgie, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2003
Schrey, C.: Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei Hund und Katze, Schattauer, Stuttgart, 2013

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