Cookie-Einstellungen

Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Diagnose » Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren

Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Definition:

Der Tierarzt spritzt das Narkosemittel

Eine Gelenkspiegelung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Tierarzt spritzt das Narkosemittel. Foto: vetproduction

Was ist eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren?

Eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Tierärztin oder der Tierarzt durch eine Endoskop-Kamera in das Innere eines Gelenks sehen kann. Das Endoskop wird durch eine kleine Öffnung in das Gelenk des Tieres eingeführt, sodass sich die Struktur des Gelenks beurteilen lässt. Durch weitere kleine Öffnungen kann die Tierärztin bzw. der Tierarzt Geräte einführen und mit deren Hilfe Eingriffe am Gelenk durchführen. Es können Gewebeproben (Biopsien) und Spülproben aus dem Gelenk des Tieres entnommen und im Labor weiter untersucht werden.

Zum einen setzt die Tiermedizin eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) als diagnostisches Werkzeug ein, um die Ursache einer Lahmheit festzustellen. Mithilfe der Kamera sieht man in das Innere des Gelenks und kann kleine abgesplitterte Knochen oder Abnutzungserscheinungen genau erkennen. Ohne die Gelenkspiegelung wäre es notwendig, das Tier zu operieren und das Gelenk komplett zu eröffnen, um es so genau von Innen zu sehen.

Anzeige

Andererseits nutzen Tierärztinnen und Tierärzte die Arthroskopie auch als Therapie-Verfahren, um Eingriffe im Gelenk des Tieres durchzuführen. Beispielsweise lässt sich mithilfe kleiner Werkzeuge eine Arthrose (Gelenkverschleiß) im Gelenk glätten oder es lassen sich kleine Knochensplitter entfernen. Hierfür sind nur kleine Einschnitte im Gelenk notwendig.

Die Tierärztin bzw. der Tierarzt rät zu einer Arthroskopie, wenn das Tier Symptome einer Gelenkerkrankung zeigt, die sich mit anderen Diagnose-Methoden wie einer Blutuntersuchung oder Röntgen-Untersuchung nicht feststellen lassen. Eine Gelenkerkrankung beim Tier zeigt sich unter anderem dadurch, dass das Tier lahmt, schlecht läuft oder Schmerzen hat.

Durchführung:

Wie wird eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren durchgeführt?

Eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) wird in Vollnarkose durchgeführt. Vor der Operation schert die Tierärztin bzw. der Tierarzt die betroffene Stelle, säubert und desinfiziert sie, um sterile (keimfreie) Bedingungen zu schaffen. Zuerst entnimmt der Tierarzt mittels einer Kanüle eine Probe der Gelenkflüssigkeit und bringt etwas Spülflüssigkeit in das Gelenk ein. Er setzt zwei weitere kleine Schnitte.

Durch einen Schnitt führt der Tierarzt das Endoskop ein, womit er in das Innere des Gelenks sehen kann. Durch einen weiteren Zugang bringt er die Arbeitsgeräte in das Gelenk des Tieres ein und führt den Eingriff durch.

Nach der Gelenkspiegelung werden die kleinen Einschnitts-Stellen vernäht. Meistens erhält das Tier nach der Arthroskopie Antibiotika und Schmerzmittel.

Diesen Artikel teilen:

Newsletter abonnieren - Kostenlos per Mail, nützliche Infos, verständlich aufbereitet

Anzeige

Aktuelle Stellenangebote
Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin