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Augenuntersuchung bei Tieren

 

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Definition:

Hund beim Tierarzt

Bei der Augenuntersuchung betrachtet die Tierärztin das Auge zunächst von außen. Foto: vetproduction

Was ist eine Augenuntersuchung bei Tieren?

Bei einer Augenuntersuchung untersucht die Tierärztin oder der Tierarzt gründlich das Auge des Tieres. Es werden alle wichtigen Augenabschnitte wie die Bindehaut, Hornhaut und Netzhaut betrachtet.

Eine Augenuntersuchung erfolgt meist aufgrund von vorliegenden Symptomen, wie einem Augenausfluss oder einer Trübung der Linse. Außerdem stellt die Tierärztin oder der Tierarzt fest, ob sich die Symptome nur auf das Auge beschränken, oder ob die Veränderungen von einer Allgemeinerkrankung ausgelöst wurden. Hierzu führt der Tierarzt auch eine Allgemeinuntersuchung des erkrankten Tieres durch.

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Durchführung:

Wie wird eine Augenuntersuchung bei Tieren durchgeführt?

Äußere Untersuchung des Auges und der Augenumgebung

Nach einer ausführlichen Befragung des Besitzers zu den Beschwerden des Tieres (Anamnese) und einer kurzen Allgemeinuntersuchung, untersucht die Tierärztin oder der Tierarzt das erkrankte Auge des Tieres. Die Augenuntersuchung beginnt mit der äußeren Untersuchung des Auges und der Augenumgebung, die zunächst grob bei hellem Raum- oder Tageslicht stattfindet.

Dabei achtet die Tierärztin bzw. der Tierarzt vor allem auf:

  • Symmetrie der Augen und der Augenumgebung (Größe, Abstand)
  • Position des Augapfels (Hervorstehen, Schielen)
  • Bewegung der Augäpfel (z.B. ständige, unwillkürliche Bewegung, Nystagmus)
  • Schwellungen, Ausfluss und Hautveränderungen in der Umgebung des Auges
  • Zeichen von Schmerzen (Zusammenkneifen der Lider)
  • Stellung der Augenlider und des dritten Augenlides
  • Veränderungen der Hornhaut (Trübung, Verletzung)
  • Form und Farbe der Regenbogenhaut (Iris)
  • Stellung und Trübung der Linse

Außerdem prüft die Tierärztin bzw. der Tierarzt die Sehfähigkeit des Tieres sowie die Reflexe anhand der Drohreflexe und dem sogenannten Wattebauschtest oder der Tischkantenprobe:

  • Beim Wattebauschtest lässt der Tierarzt seitlich des Tieres einen Wattebausch fallen und kann so durch die Reaktion des Tieres das Gesichtsfeld beider Augen unabhängig voneinander beurteilen.
  • Die Tischkantenprobe wird bei kleineren Haustieren durchgeführt. Dabei umgreift der Tierarzt das Tier mit einem Arm und hält ihm mit der freien Hand die Augen zu. Dann führt er das Tier an ein Hindernis, wie eine Tischkante, heran. Bei Berührung setzt das Tier die Pfoten normalerweise automatisch auf die Kante. Der Test wird mit offenen Augen wiederholt, wobei das Tier bereits vor Berührung der Tischkante die Vorderpfoten bereits auf den Tisch aufsetzen sollte. So überprüft der Tierarzt sowohl Reflexe, als auch die Sehfähigkeit des Tieres.

Auch die Reflexe der Pupille, der Lider und der Hornhaut werden bei der Augenuntersuchung bei Tieren geprüft. Zur genaueren Untersuchung des Auges drückt der Tierarzt beim Großtier (wie Pferd, Rind etc.) mit dem Zeige- und Mittelfinger auf das obere Augenlid und zieht gleichzeitig mit dem Daumen das untere Augenlid herunter. Beim Kleintier (wie Hund, Katze, Kaninchen etc.) zieht er mit den Daumen Ober- und Unterlid auseinander. Hierbei fällt ebenfalls das sogenannte dritte Augenlid vor. Der Tierarzt beurteilt die Farbe der Augenhaut und die Blutgefäße des Auges.

Innere Untersuchung des Auges und spezielle Untersuchungstechniken

Für die weitere Untersuchung des Auges – die ophthalmologische Untersuchung – benötigt der Tierarzt verschiedene Medikamente und Hilfsmittel. Er betäubt das Auge und die Nerven mit einem örtlichen Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) und stellt die Pupille mit speziellen Augentropfen weit. Mit unterschiedlichen Techniken, wie dem Schirmer-Tränen-Test oder einer Spaltlampe, kann er verschiedene Bereiche des Auges genauer untersuchen.

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Bei der inneren Untersuchung des Auges achten Tierärztinnen und Tierärzte vor allem auf Veränderungen an der Regenbogenhaut, der Linse, in der Augenkammer und am Augenhintergrund. Besonders wichtig ist, dass das Tier richtig fixiert wird, damit das Auge nicht während der Untersuchung durch Abwehrbewegungen verletzt wird (z.B. beim Benutzen einer Pinzette).

Eine weitere spezielle Untersuchungstechnik ist die Tonometrie. Dabei wird der Augendruck gemessen , der zum Beispiel bei einem Glaukom (Grüner Star) erhöht sein kann.

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