Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Vogelkrankheiten » Papageienkrankheit (Psittakose)

Papageienkrankheit (Psittakose)

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Diagnose:

Wie wird die Papageienkrankheit (Psittakose) diagnostiziert?

Der Tierarzt diagnostiziert die Papageienkrankheit (Psittakose) durch den Nachweis des Erregers Chlamydophila psittaci. Untersucht er einen Papagei mit verdächtigen Symptomen wie Schnupfen und starkem Durchfall, so schöpft er den Verdacht, dass eine Papageienkrankheit vorliegen kann.

Oftmals ist aus der Vorgeschichte bekannt, dass der Papagei Kontakt mit einem neuen Tier hatte – beispielsweise hat der Besitzer einen neuen Vogel gekauft, einen Vogel zur Pflege zu Hause gehabt oder die Vögel waren auf einer Ausstellung. Hat der Tierarzt den Verdacht auf eine Papageienkrankheit, ist er gesetzlich verpflichtet, das Veterinäramt einzuschalten.

Um sicher nachzuweisen, dass es sich um die Papageienkrankheit handelt, entnimmt er mehrere Tupferproben. Der Erreger wird im Labor angezüchtet beziehungsweise durch bestimmte immunologische Tests (PCR-Nachweis oder ELISA-Test) festgestellt. Bei größeren Papageien kann der Tierarzt eine Blutprobe nehmen, die Hinweise auf die Papageienkrankheit liefert.

Anzeige

Behandlung:

Wie kann die Papageienkrankheit (Psittakose) behandelt werden?

Die Papageienkrankheit (Psittakose) ist eine anzeigepflichtige Erkrankung. Das zuständige Veterinäramt bestimmt, wie im Einzelfall verfahren wird, um zu verhindern, dass die Psittakose sich weiter ausbreitet. Es soll vermieden werden, dass sich weitere Vögel oder sogar Menschen anstecken. Es gibt eine Verordnung, die den genauen Ablauf festlegt (Psittakose-Verordnung). Beispielsweise muss der Besitzer den erkrankten Papageien von anderen Tieren absondern und darf die Räume nur noch mit Schutzkleidung betreten. Bestimmte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sind vorgeschrieben.

Papageien, die sich mit der Papageienkrankheit infiziert haben, können mit bestimmten Antibiotika (beispielsweise Chlortetracyclin, Doxycyclin oder Enrofloxycin) behandelt werden. Der Tierarzt muss immer alle Tiere im Haushalt oder Bestand behandeln. Ist die Behandlung abgeschlossen, überprüft der Tierarzt im Abstand von mehreren Tagen den Kot der Tiere, um garantieren zu können, dass die Papageienkrankheit erfolgreich bekämpft ist. Die Umgebung muss mit bestimmten Desinfektionsmitteln behandelt werden, damit der Erreger vollständig abgetötet wird.

Prognose:

Wie ist die Prognose der Papageienkrankheit (Psittakose) ?

Die Prognose der Papageienkrankheit (Psittakose) ist gut. Bei einer angemessenen Therapie können die Vögel wieder genesen. Es ist allerdings schwierig, den Erreger komplett abzutöten. Auch gesund wirkende Vögel können weiterhin Chlamydien ausscheiden.

Daher untersucht der Tierarzt mehrmals den Kot aller Tiere, um zu schauen, ob sie noch Erreger ausscheiden. Je früher der Tierarzt die Papageienkrankheit beim Papagei erkennt, desto besser können er und das Veterinäramt die Ausbreitung verhindern und desto besser ist die Prognose für die erkrankten Tiere.

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 262 votes
    262 votes 82%
    262 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 58 votes
    58 votes 18%
    58 votes - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 320
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin