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Milben beim Vogel

 

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Diagnose:

Mikroskop

Unter dem Mikroskop können die Milben sichtbar gemacht werden. Foto: vetproduction

Wie werden Milben beim Vogel diagnostiziert?

Der Tierarzt kann einen Befall mit Milben beim Vogel an unterschiedlichen Symptomen ausmachen. Federmilben lassen sich durch die typischen Flecken auf den Federn erkennen oder mit einer Lupe oder einem Mikroskop identifizieren. Auch die Veränderungen beim Vogel durch einen Befall mit Räudemilben sind oft typisch, sodass ein erfahrener Tierarzt sie in der Regel erkennt. Durch ein Hautgeschabsel lassen sich die Milben im Mikroskop definitiv nachweisen.

Einen Befall mit der roten Vogelmilbe kann der Tierarzt mittels weißen Klebebands an der Sitzstange oder durch weiße Tücher im Käfig nachweisen. Nachts sind die Milben aktiv und morgens er kann sie als rötliche (vollgesaugte Milbe) oder graue (noch nicht vollgesaugte Milbe) Punkte erkennen und sie unter dem Mikroskop definitiv bestimmen.

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Bei einem Befall mit der Luftsackmilbe kann der Tierarzt anhand der Beschwerden des Vogels eine Verdachtsdiagnose stellen. Die Vögel singen weniger, sie würgen und oftmals atmen sie mit lauten Geräuschen. Eine definitive Diagnose ist schwierig, da die Milben sich im Inneren des Atemtrakts aufhalten. Mit der Lupe sind sie als x-ähnliche schwerfällig bewegliche Parasiten erkennbar.

Behandlung:

Wie können Milben beim Vogel behandelt werden?

Der Tierarzt behandelt die Vögel beim Befall mit Milben entsprechend der Milbenart. Bei der Federmilbe benutzt er oftmals ein Spot-On-Präparat, welches er in den Nacken des Vogels träufelt (z.B. Ivermectin). Räudemilben können durch tägliches Betupfen mit Paraffinöl ersticken – eine alleinige Behandlung mit Paraffinöl dauert jedoch oftmals sehr lange und ist nicht immer erfolgreich. Der Tierarzt benutzt daher häufig Fipronil, mit dem er die betroffenen Stellen betupft. Eine mehrfache Behandlung ist notwendig. Ebenso wendet er Ivermectin als Spot-On-Präparat an.

Die Behandlung der roten Vogelmilbe ist äußerst langwierig. Die Milbe kann 30 Wochen ohne Kontakt mit dem Vogel überleben und verkriecht sich in kleine Ritzen und Spalten, die schwer zugänglich sind. Der Tierarzt behandelt die Vögel und die Umgebung mit einem Mittel gegen Parasiten, beispielsweise Ivermectin. Da die Milben sich zurückziehen, ist es notwendig, eine komplette Sanierung der Einrichtung vorzunehmen, um einen Wiederbefall zu verhindern.

Vögel, bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit Luftsackmilben befallen sind, werden mit einem Spot-On-Präparat im Nacken behandelt. Bei stark befallenen Vögeln können einige Tage vergehen, bis sich die Symptome besser. Oftmals ist eine mehrfache Behandlung notwendig. Es ist ratsam, den erkrankten Vogel zu schonen. Eine unterstützende Therapie mit Vitaminpräparaten und eine Wärmetherapie ist bei einem geschwächten Allgemeinbefinden sinnvoll.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Milben beim Vogel?

Die Prognose von Milben beim Vogel hängt von der Milbenart ab. Ein Befall mit der Federmilbe ist prognostisch gut zu heilen. Ebenso ist die Heilungschance gut, wenn die Vögel mit der Räudemilbe befallen sind. Haben die Milben den Schnabel oder die Beine des Vogels allerdings schon stark verändert, bleiben diese Veränderungen bestehen. Die Vögel können bei einem starken Befall mit Milben auch schon geschwächt sein.

Die Behandlung eines mit der roten Vogelmilbe befallenen Vogels ist schwieriger, bei konsequenter Therapie aber ebenfalls gut. Der Befall mit der Luftsackmilbe ist prognostisch als günstig einzustufen, wenn eine Wiederansteckung verhindert werden kann und die Tiere noch keine starken Beschwerden haben.

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