Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Vogelkrankheiten » Macrorhabdus-Infektion beim Vogel

Macrorhabdus-Infektion beim Vogel

 

Diesen Artikel teilen:

 

Wellensittich

Vor allem kleine Papageienvögel wie Wellensittiche erkranken an der Macrorhabdus-Infektion. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Macrorhabdus-Infektion beim Vogel?

Die Macrorhabdus-Infektion beim Vogel ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten unter Ziervögeln. Früher war die Macrorhabdus-Infektion auch unter dem Begriff „Megabakteriose“ bekannt, da man zunächst davon ausging, dass Bakterien die Erkrankung verursachen. Heute weiß man, dass die Infektion auf einen Hefepilz zurückgeht.

Vor allem kleine Papageienvögel wie Wellensittiche erkranken an der Macrorhabdus-Infektion. Die Erkrankung verläuft oft in Schüben und chronisch, das bedeutet über einen längeren Zeitraum. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt, endet sie in den meisten Fällen tödlich. Zwar stehen mittlerweile mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, trotzdem lässt sich die Macrorhabdus-Infektion beim Vogel häufig nur eingrenzen, jedoch nicht heilen.

Anzeige

Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Macrorhabdus-Infektion beim Vogel?

Der Hefepilz Macrorhabdus ornithogaster ist der Erreger der Macrorhabdus-Infektion beim Vogel. Er siedelt sich im gesamten Verdauungstrakt des Tieres an. Dort verursacht er Schäden an den Schleimhäuten bis hin zu kleinen Geschwüren (Ulzera), insbesondere im Drüsenmagen. Die Folgen sind eine gestörte Verdauung und Futterverwertung.

Macrorhabdus ornithogaster kann von Vogel zu Vogel übertragen werden, führt aber nicht immer zu einer Infektion. So kommt der Erreger auch bei gesunden Vögeln oder bei Tieren, die nach außen hin gesund erscheinen, vor. Warum er bei manchen Vögeln Beschwerden auslöst und bei anderen nicht, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Vermutlich fördern Stress und ein geschwächtes Immunsystem den Ausbruch der Erkrankung. Wer seinen Schwarm mit einem neuen Tier erweitern möchte, sollte den Neuzugang daher in jedem Fall vom Tierarzt auf Macrorhabdus ornithogaster testen lassen, da jedes Tier ein potenzieller Träger des Erregers ist.

Symptome:

Wie äußert sich eine Macrorhabdus-Infektion beim Vogel?

Ist eine Macrorhabdus-Infektion beim Vogel ausgebrochen, können verschiedene Symptome auftreten. Typisch für die Anfangsphase der Erkrankung ist ein gesteigerter Appetit des Vogels. Da der Verdauungstrakt die aufgenommene Nahrung jedoch nicht mehr richtig verwerten kann, nimmt das Tier gleichzeitig ab. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als „Going-light-Syndrom“ (Leichterwerden).

Im weiteren Verlauf der Macrorhabdus-Infektion kann der Vogel zusätzlich folgende Symptome zeigen:

  • Appetitverlust
  • Durchfall
  • Blut und/oder unverdaute Körner im Kot
  • Erbrechen von Schleim
  • Atemnot
  • Entkräftung

Bleibt eine Therapie der Macrorhabdus-Infektion aus, führt dies zum Tod des Vogels. Letztlich stirbt das Tier an Auszehrung und Schwäche.

 

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin