Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:
Zur Diagnose einer Fettleber nimmt der Tierarzt zunächst eine körperliche Untersuchung am Tier vor. Dabei sieht er sich den Vogel an und prüft zum Beispiel, ob sich das Gefieder verändert hat. Ist die Leber stark vergrößert, kann der Tierarzt diese gegebenenfalls ertasten.
Darüber hinaus stehen dem Tierarzt weitere Untersuchungs-Methoden zur Verfügung, die Hinweise auf das Vorliegen einer Fettleber beim Vogel liefern. So lässt sich anhand einer Röntgen-Untersuchung oder einer Ultraschall-Untersuchung meist eine Vergrößerung der Leber feststellen. Zudem kann der Tierarzt eine Endoskopie (Spiegeluntersuchung) beim Vogel durchführen, wobei er unter anderem die Größe und die Farbe der Leber erkennen und somit beurteilen kann.
Die Leberwerte des Vogels überprüft der Tierarzt mithilfe einer Blut-Untersuchung. Im Blutbild zeigt sich im Falle einer Fettleber meist eine Erhöhung der Leberenzyme, der Gallensäuren sowie des Cholesterin-Spiegels. Um die Diagnose einer Fettleber beim Vogel abzusichern, entnimmt der Tierarzt gegebenenfalls erkranktes Gewebe (Gewebeproben-Entnahme, Biopsie) und lässt dieses untersuchen.
Zur Behandlung einer Fettleber muss der Vogel Diät halten. Im Zuge dessen erhält der Vogel fettreduziertes Futter. Das Futter sollte zudem genügend Vitamine (z.B. Vitamin-B-Komplex und Vitamin-E-Komplex) aufweisen. Darüber hinaus sollte man als Tierhalter dafür sorgen, dass der Vogel regelmäßig die Möglichkeit zum Fliegen bekommt.
Frisst der Vogel nicht mehr, ist eine Zwangsernährung erforderlich. Dabei erhält der Vogel Flüssigkeiten, Nährstoffe und Elektrolyte zur Unterstützung der Leberfunktion. Die Zwangsernährung erfolgt so lange, bis der Vogel wieder eigenständig frisst. Darüber hinaus erhält er gegebenenfalls Aminosäure-Präparate. Diese gibt man dem Vogel mit dem Trinkwasser. Um den Appetit des Vogels anzuregen und zur Unterstützung der Leber bekommt der Vogel unter Umständen Medikamente mit dem Wirkstoff Lactulose.
Anzeige
Generell besitzt die Leber viele Reserven. Die Prognose einer Fettleber beim Vogel hängt jedoch vom Ausmaß der Erkrankung ab. Ist die Fettleber bereits so stark ausgeprägt, dass der Vogel Symptome wie eine Verfärbung des Urins oder eine Apathie zeigt, muss man mit einer deutlichen Schädigung der Leber rechnen. Daher ist die Prognose einer Fettleber beim Vogel vorsichtig zu stellen.
Frisst der betroffene Vogel nicht mehr, ist die Prognose schlechter. Auch Vögel, die im Zuge der Erkrankung ein sogenanntes hepatoenzephales Syndrom entwickeln, haben eine schlechte Prognose. Denn dabei handelt es sich um das Endstadium einer Fettleber, das durch die gestörte Entgiftungs- und Stoffwechselfunktion der Leber zustande kommt. Das hepatoenzephale Syndrom geht mit einem gestörten Bewusstsein des Vogels einher und äußert sich unter anderem in Krampfanfällen und Bewegungsstörungen.
Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:
Ultraschall bei der Katze
zur Galerie »
Fluoreszein-Test beim Hund
zur Galerie »
Giftpflanzen im Garten
zur Galerie »
Giftige Zimmerpflanzen
zur Galerie »
Aquatraining beim Hund
zur Galerie »
Kaninchen beim Tierarzt
zur Galerie »
Endoskopie beim Hund
zur Galerie »