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Home » Tierkrankheiten » Vogelkrankheiten » Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel (Circovirus-Infektion)

Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel (Circovirus-Infektion)

 

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Papagei mit Gefiederverlust

Die Feder- und Schnabelkrankheit führt bei Vögeln zum Verlust des Gefieders. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel?

Die Feder- und Schnabelkrankheit ist eine häufige Infektionskrankheit beim Vogel. Dabei handelt es sich um eine Wachstumsstörung der Federn, des Schnabels sowie der Krallen. Erreger dieser Erkrankung ist das Circovirus. In der Fachsprache heißt die Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel deshalb auch Circovirus-Infektion. Da die Feder- und Schnabelkrankheit nur papageienartige Vögel betrifft, wird sie oftmals auch als PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease; psittacine = Papageienartige) bezeichnet.

Ein Merkmal der Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel ist die lange Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen Infektion und Auftreten der Symptome. Diese kann bei erwachsenen Vögeln mehrere Monate dauern. So kann ein Vogel, der nach außen hin gesund erscheint, Träger des Circovirus und damit Überträger der Feder- und Schnabelkrankheit sein. Für Neuzugänge empfiehlt sich daher eine gründliche Untersuchung durch den Tierarzt.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel?

Die Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel wird durch Circoviren verursacht. Das sind sehr kleine Viren, die äußerst robust und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse sind. So können Circoviren bis zu mehrere Jahre ansteckend sein. Die Vögel nehmen die Viren über Federstaub oder über Kot infizierter Tiere auf. Elterntiere übertragen das Virus zudem oft mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf, wenn sie ihre Jungtiere füttern.

Nach der Infektion vermehren sich die Circoviren vor allem in den Organen des Immunsystems (Thymus, Bursa fabricii = kleines Organ an der Kloake), in der Haut sowie in den Federfollikeln. Dort schädigen die Viren die Zellen, sodass es zu den typischen Wachstumsstörungen der Federn kommt. Da die Viren auch Zellen des Immunsystems zerstören, entwickelt sich mit der Zeit eine Immunschwäche.

Symptome:

Wie äußert sich eine Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel?

Bei der Feder- und Schnabelkrankheit beim Vogel unterscheidet man verschiedene Verlaufsformen. Die akute Form tritt hauptsächlich bei Jungtieren auf und zeichnet sich durch Symptome wie Teilnahmslosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Ausfall der großen Flügel- und Schwanzfedern und Futterverweigerung aus. Die akute Feder- und Schnabelkrankheit endet meist innerhalb weniger Wochen tödlich.

Die chronische Form der Feder- und Schnabelkrankheit kommt vor allem bei älteren Vögeln vor. Typische Symptome sind:

  • Federveränderungen
  • Verlust der Federn
  • blutige Hautstellen
  • Veränderungen des Schnabels, zum Beispiel Auflagerungen, brüchiges Horn, veränderte Wachstumsform, veränderte Farbe

Aufgrund der Immunschwäche ist der Vogel anfälliger für weitere Infektionen mit Krankheitserregern, sogenannte Sekundärinfektionen. Im fortgeschrittenen Stadium der Feder- und Schnabelkrankheit finden sich bei vielen infizierten Vögeln insbesondere bakterielle Hautinfektionen. Eine Heilung der Feder- und Schnabelkrankheit ist nicht möglich. Die Infektion führt infolge des geschwächten Immunsystems innerhalb weniger Jahre zum Tod des Vogels.

 

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