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Zahnspitzen beim Pferd

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Pferd auf der Wiese

Als Besitzer kann man Zahnspitzen beim Pferd vorbeugen, indem man das Pferd optimal füttert. Foto: vetproduction

Was sind Zahnspitzen beim Pferd?

Zahnspitzen entstehen, wenn das Pferd die Zähne nicht richtig abreibt. Tierärzte zählen sie zu den Zahnerkrankungen, die auf unnormale Abnutzung des Gebisses zurückzuführen sind, wie beispielsweise auch Zahnhaken, Wellengebisse, Treppengebisse oder Scherengebisse beim Pferd. Die Backenzähne weisen bei Zahnspitzen scharfe Ränder und Kanten auf, welche die Maulschleimhaut des Pferdes verletzen können. Oftmals sind sie unangenehm und schmerzhaft für das Pferd.

Liegen Zahnspitzen vor, kann sich die Maulschleimhaut des Pferdes entzünden. Das Pferd frisst meist weniger und nimmt oft das Gebiss nicht richtig an. Der Besitzer findet im Heu häufig sogenannte Futterwickel: Die Pferde mit Zahnspitzen bewegen in ihrer Wangentasche das Heu oder Stroh hin und her, sodass sich zigarrenartigen Futterknäule bilden und verklumpen. Sie fallen dem Pferd schließlich wieder aus dem Maul und landen in der Futterkrippe oder auf dem Stallboden. Futterwickel sind ein deutliches Zeichen für Zahnspitzen beim Pferd.

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Im Unterkiefer treten die Zahnspitzen beim Pferd meist an der Innenseite der Zähne auf und können in die Zunge piksen, während im Oberkiefer die Zahnspitzen eher außen liegen und in die Wangenschleimhaut bohren. Der Tierarzt behandelt Zahnspitzen, indem er sie mithilfe einer Zahnraspel oder einem elektrischen Instrumenten kürzt. Außerdem ist es sinnvoll, die Fütterung des Pferdes zu optimieren: Mehr Raufutter sorgt dafür, dass die Pferde ihre Zähne besser abnutzen.

Ursachen:

Was sind die Ursachen von Zahnspitzen beim Pferd?

Tierärzte vermuten mehrere Ursachen für die Entstehung von Zahnspitzen im Gebiss des Pferdes. Pferde haben ein Gebiss, welches auf das Zermahlen von strukturreichem Futter ausgelegt ist. Die Pferde nehmen natürlicherweise viel Raufutter wie Gras auf, welches sie lange zerkauen beziehungsweise zermahlen. Hierbei bewegen sie den Kiefer weit nach rechts und links. Fressen die Pferde jetzt eher viel Kraftfutter, zum Beispiel Hafer, müssen sie ihren Kiefer und ihre Zähne nicht so weit bewegen. Dadurch reiben sie sich nicht die gesamte Kaufläche ab, und es können sich leichter Kanten und Spitzen bilden. Von Natur aus haben Pferde einen Unterkiefer, der schmaler als ihr Oberkiefer ist. Deshalb können schon kleine Störungen beim Kauen zur Bildung von Zahnspitzen führen.

Pferde haben ein sogenanntes Schmelzfalt-Gebiss: Die Zahnoberfläche besteht aus weichen und harten Anteilen. Die weicheren Anteile reiben schneller ab als die härteren; dadurch bildet sich ein Relief auf der Oberfläche aus, welches die Bildung von Zahnspitzen begünstigt. Ein Pferd mit Zahnspitzen kann nicht mehr normal kauen, es können als Folge weitere Zahnerkrankungen und Zahnfehlstellungen entstehen, beispielsweise ein Wellengebiss, ein Treppengebiss oder ein Scherengebiss. Eine weiterer Auslöser für Zahnspitzen beim Pferd können zu lange oder falsch gestellte Schneidezähne sein. Sie stören dann die richtige Mahlbewegung des Kiefers.

Zahnspitzen beim Pferd können die Zunge und die Maulschleimhaut verletzen. Durch Bakterien oder andere Erreger kann sich die Wunde infizieren, im schlimmsten Falle bilden sich eitrige Entzündungen oder Abszesse beim Pferd.

Symptome:

Wie äußern sich Zahnspitzen beim Pferd?

Pferde, die unter Zahnspitzen leiden, zeigen meist Probleme beim Fressen. Sie haben Schmerzen und können das Futter nicht richtig zermahlen. Der Besitzer findet in der Futterkrippe häufig Futterwickel: Die Pferde versuchen, das Futter im Maul hin und her zu bewegen, um es zu zerkauen. In den Wangentaschen sammeln sich bei Pferden mit Zahnspitzen zigarrenartigen Futterknäule, die verklumpen und wieder aus dem Maul fallen.

Futterwickel sind ein deutlicher Hinweis, dass das Pferd Zahnspitzen hat.

Pferde mit Zahnspitzen nehmen oft weniger Futter auf und können so an Gewicht verlieren. Oftmals können sie das aufgenommene Futter auch nicht richtig zermahlen – im Kot sind dann unverdaute Futterbestandteile zu sehen, zum Beispiel ganze Getreidekörner. Das teilverdaute Futter kann auch zu Verdauungsproblemen, wie Verstopfung oder Koliken beim Pferd führen. Das Gebiss ist für Pferde mit Zahnspitzen oftmals unangenehm – einige Pferde nehmen das Gebiss nicht mehr gut an, manche lassen sich auch nur sehr widerwillig aufzäumen.

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