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Vernagelung beim Pferd

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Pferde auf der Wiese

Von einer Vernagelung beim Pferd sprechen Tierärzte, wenn der Huf des Pferdes durch das Anbringen des Hufeisens verletzt wurde. Hier gesunde Pferde im Affen- und Vogelpark Eckenhagen. Foto: vetproduction

Was ist eine Vernagelung beim Pferd?

Von einer Vernagelung beim Pferd sprechen Tierärzte, wenn der Huf des Pferdes durch das Anbringen des Hufeisens verletzt wurde. Der Hufnagel soll in der weißen Linie des Hufs eingetrieben werden und tritt nach einer kurzen Strecke wieder nach außen. Hierbei stört oder verletzt er keine innere Struktur des Hufs, sondern kommt nur mit Horn in Kontakt. Beim Vernageln dringt der Hufnagel fälschlicherweise in die Lederhaut oder in das Hufbein des Pferdes ein oder er drückt auf die Lederhaut.

Bei einer direkten Vernagelung hat der Hufschmied mit dem Hufnagel die Lederhaut getroffen, das Pferd reagiert sofort mit Schmerzen und zieht häufig das Bein weg. Bei der indirekten Vernagelung drückt ein Nagel auf die Lederhaut – er verletzt sie nicht, sondern quetscht sie (Nageldruck). Häufig lahmt das Pferd erst später. Eine Vernagelung kann beim Beschlagen vorkommen. Es ist wichtig, den Nagel schnell wieder zu entfernen und das betroffene Loch des Hufeisens nicht mehr zu beschlagen.

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Vernagelungen können vom Schmied verschuldet oder schuldlos entstehen. Bemerkt der Schmied die Vernagelung, ist er verpflichtet, den Besitzer darauf hinzuweisen, dass eine Vernagelung eingetreten ist. Eine weitere Versorgung durch den Tierarzt ist ratsam, um zu verhindern, dass sich aus der Vernagelung eine Huflederhaut-Entzündung (Pododermatitis) beim Pferd entwickelt.

Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Vernagelung beim Pferd?

Eine Vernagelung beim Pferd entsteht durch einen Hufnagel, der beim Beschlag entweder direkt die Huflederhaut verletzt oder der indirekt auf die Huflederhaut drückt. Das Pferd zeigt häufig Schmerzen und lahmt, entweder direkt oder einige Zeit nachdem der Hufschmied den Nagel eingeschlagen hat. Der Nagel wird so schnell wie möglich entfernt, das Loch des Hufeisens bleibt frei.

Aus einer Vernagelung kann eine Huflederhaut-Entzündung (Pododermatitis) beim Pferd  entstehen, wenn Bakterien die Wunde infizieren. In schweren Fällen kann sich ein Abszess im Huf bilden.

Mögliche Ursachen für eine Vernagelung beim Pferd sind:

  • Unruhige, schreckhafte, schlecht händelbare Pferde
  • Falsch angepasste Hufeisen
  • Schreckmomente im Augenblick des Nagelschlags, beispielsweise lautes Knallen, wodurch das Pferd das Bein wegzieht
  • Fehlerhaft angesetzte Hufnägel
  • Materialfehler des Hufs
  • Schlechte Lochung der Hufeisen
  • Huffehlstellungen und Huferkrankungen, beispielsweise Hufrehe beim Pferd, Flachhufe, dünne oder steile Hufwände
  • Unfachmännisches Heften eines bereits gelockerten Nagels

Der Schmied sollte den Besitzer darauf hinweisen, dass beim Beschlag eine Vernagelung aufgetreten ist, unabhängig davon, ob sie schuldlos oder schuldhaft zustande gekommen ist. Nicht immer ist der Hufschmied durch sorgloses Ansetzen der Nägel an einer Vernagelung schuld. Eine weitere Versorgung des Pferdes durch den Tierarzt ist ratsam, um zu verhindern, dass sich die Wunde infiziert.

Symptome:

Wie äußert sich eine Vernagelung beim Pferd?

Die Symptome einer Vernagelung beim Pferd hängen davon ab, welche Struktur betroffen ist. Bei der direkten Vernagelung verletzt der eingehauene Nagel die Lederhaut oder gar das Hufbein. Häufig reagiert das Pferd schon im Moment des Einschlagens schmerzhaft, zieht das Bein weg und zeigt eine Lahmheit. Zieht der Hufschmied den Nagel direkt wieder, tritt oft etwas Blut aus dem Nagelloch aus und klebt am Nagel. Meist geht das Pferd auch noch, nachdem der Nagel entfernt wurde, einige Tage lahm.

Ist der Nagel erst einige Tage später entfernt worden, hat sich häufig schon die Lederhaut entzündet (Huflederhaut-Entzündung beim Pferd, Pododermatitis). Das Pferd lahmt stark und es tritt häufig dunkle Flüssigkeit aus dem Loch aus. Oftmals ist der Huf warm und schmerzhaft.

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Bei einer indirekten Vernagelung drückt der Nagel auf die Lederhaut. Das Pferd kann direkt nach dem Beschlagen lahmen oder auch erst einige Tage später. Bei näherer Untersuchung zeigt das Pferd Schmerzen, wenn man den betroffenen Nagel beklopft. Wenn sich die Huflederhaut entzündet, verstärken sich die Symptome. Die Pferde können unter Fieber leiden und ruhiger sein.

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