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Steingalle beim Pferd

 

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Definition:

Pferd wälzt sich

Die Steingalle kann für das Pferd sehr schmerzhaft sein, es lahmt oft. Hier ein gesundes Pferd. Foto: vetproduction

Was ist eine Steingalle beim Pferd?

Bei einer Steingalle ist die Huflederhaut des Pferdes stellenweise verfärbt – oftmals rötlich, grün, gelb oder bräunlich. Die Steingalle entsteht, wenn das Pferd sich den Huf quetscht oder stößt. Dadurch blutet die Lederhaut und verfärbt sich.

Eine Steingalle kann trocken, eitrig oder blutig sein. Bei Pferden mit hellen Hufen sind Steingallen deutlicher sichtbar als bei dunklen Hufen. Manchmal bereiten sie dem Pferd kaum Probleme, sie können jedoch auch sehr schmerzhaft sein und das Pferd lahmt stark.

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Steingallen beim Pferd treten an verschiedenen Stellen des Hufs auf: So unterscheiden Tierärzte Steingallen an der Sohle, an der Hufwand oder an den Eckstreben. Die Eckstrebe ist jeweils die rechte und linke Kante, die von der Trachtenkante ausgehend die Strahlfurche an der Hufsohle begrenzt. Meist treten Steingallen an den Vorderhufen auf.

Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Steingalle beim Pferd?

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Steingalle beim Pferd führen, unter anderem:

  • Unsachgemäßer Beschlag, ungleichmäßige Belastung des Hufs
  • Zu langes Tragen der gleichen Eisen
  • Zu kleine Hufeisen
  • Unsachgemäßes Ausschneiden der Hufe
  • Quetschungen und Verletzungen durch Steine oder spitze Gegenstände
  • Huffehlstellungen, wie beispielsweise Flachhufe

Pferde, die an Hufrehe leiden oder die ein dünnes Sohlenhorn haben, erkranken schneller an einer Steingalle als andere Pferde. Steingallen in den Eckstreben entstehen häufig durch Beschlagfehler, daher leiden unbeschlagene Pferde seltener unter Steingallen in diesem Bereich.

Tierärzte unterscheiden weiterhin drei verschiedene Formen der Steingalle beim Pferd:

  • Trockene Steingalle/Nicht-eitrige Steingalle: Das Pferd verletzt sich den Huf und die Lederhaut blutet. Die tiefer liegende Hornschicht verfärbt sich dadurch rötlich. Es sind keine Bakterien an dieser Form der Steingalle beteiligt.
  • Feuchte Steingallen: Das Pferd hat sich schwer verletzt und das Blut sammelt sich unter dem verletzten Horn.
  • Eiternde Steingallen: Bakterien können die Steingalle infizieren. Dies geschieht häufig, wenn die trockene Steingalle zu tief nachgeschnitten wird oder wenn das Horn einreißt. Die Bakterien schädigen die Huflederhaut und es bildet sich Eiter an der Gallestelle.

Symptome:

Wie äußert sich eine Steingalle beim Pferd?

Die Symptome einer Steingalle beim Pferd hängen stark davon ab, wie groß der betroffene Bereich ist und an welcher Stelle die Steingalle vorliegt. Die Pferde lahmen unterschiedlich stark. Ist die Steingalle auf einen Stein oder Fremdkörper zurückzuführen, lahmen die Pferde direkt nachdem sie auf einen harten Gegenstand getreten sind. Auch wenn ein Hufeisen zu eng angepasst ist, zeigen die Pferde meist direkt nach dem Beschlag eine Lahmheit und belasten das Bein weniger.

Ist die Steingalle nicht mit Bakterien infiziert, bessert sich die Lahmheit häufig nach einigen Tagen. Kommt es zu einer Infektion, entsteht eine eitrige Steingalle, die für das Pferd sehr schmerzhaft sind. Bei lange bestehenden Steingallen (chronische Steingalle) lahmt das Pferd meist wenig oder gar nicht mehr.

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