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Lahmheit beim Pferd

 

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 Diagnose:

Wie wird eine Lahmheit beim Pferd diagnostiziert?

Um eine Lahmheit beim Pferd zu diagnostizieren, untersucht der Tierarzt das Pferd gründlich. Zunächst erfragt er einige Details zur Erkrankung und zum Pferd selbst. Danach führt er eine Allgemeinuntersuchung durch und prüft die „Pulsation“ an den Füßen: Im Falle einer Entzündung spürt der Tierarzt den Puls an den Beinen verstärkt.

Der Tierarzt beurteilt das Pferd im Stand und in der Bewegung. Bei der Gangbeurteilung (Ganganalyse) lässt er das Pferd in verschiedenen Gangarten vorführen, eventuell sogar vorreiten oder longieren. Er kann verschiedene Bodenbeläge wählen, beispielsweise Sand oder Beton, um eine dezente Lahmheit beim Pferd deutlicher zu machen. Schließlich tastet der Tierarzt die Beine und Gelenke des Pferdes einzeln ab und prüft, ob er an den Hufen durch eine Huf-Untersuchungszange eine Schmerzreaktion hervorrufen kann.

Durch sogenannte „Provokationsproben“ lässt sich leichte Lahmheit beim Pferd verstärken und besser beurteilen. Bei der „Beugeprobe“ beispielsweise beugt der Tierarzt das Bein des Pferdes ein bis eineinhalb Minuten an und lässt das Pferd direkt im Anschluss vortraben. Eine vorher schwache Lahmheit wird verstärkt und der Tierarzt kann die Lahmheit besser beurteilen. Ziel der Untersuchungen ist es, die Stelle auszumachen, die zur Lahmheit und zu den Schmerzen führt. Manchmal tastet der Tierarzt auch den Rücken des Pferdes ab.

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Mittels sogenannter „diagnostischer Injektionen“ kann der Tierarzt durch örtliche Betäubung genau den schmerzhaften Bereich des Beines beim Pferd ausmachen. Hierfür spritzt er ein örtliches Betäubungsmittel an bestimmte Nerven der Gliedmaße. Ist die schmerzhafte Stelle durch die Injektion betäubt, lahmt das Pferd weniger und der Tierarzt weiß nun, welche Struktur die Ursache für die Schmerzen ist. Auch kann er feststellen, ob mehrere Stellen gleichzeitig für die Lahmheit verantwortlich sind.

Bei Gelenkerkrankungen (z.B. einer Arthritis beim Pferd) entnimmt der Tierarzt dem Pferd Gelenkflüssigkeit (Synovia) und lässt sie im Labor untersuchen. Um die inneren Gelenkstrukturen beurteilen zu können, fertigt der Tierarzt Röntgen-Untersuchungen der Beine an und führt manchmal eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durch. Auch eine Computertomografie oder Magnet-Resonanz-Tomografie kann zur weiteren Diagnose einer Lahmheit beim Pferd  hilfreich sein. In einigen Spezialkliniken führen die Tierärzte Szintigrafien beim Pferd durch.

Behandlung:

Wie kann eine Lahmheit beim Pferd behandelt werden?

Der Tierarzt behandelt eine Lahmheit beim Pferd abhängig von ihrer Ursache. Oftmals verabreicht er Medikamente, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken, zum Beispiel Kortison, Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) und Dimethyl-Sulfoxid (DMSO). Je nach Erkrankung sind die Ruhighaltung des Pferdes und eine gezielte Physiotherapie (Krankengymnastik) hilfreich. Bei Fehlbelastungen oder zur Schonung ordnet der Tierarzt spezielle Beschläge an.

Je nach Befund ist bei einer Lahmheit des Pferdes unter Umständen eine Operation nötig. Bei Gelenkerkrankungen (wie Arthritis oder Arthrose beim Pferd) kann der Tierarzt entweder eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) oder eine offene Gelenkoperation (Arthrotomie) durchführen. Bei lang anhaltenden Schmerzen kann eine Neurektomie (Durchtrennung von Nerven) sinnvoll sein.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Lahmheit beim Pferd?

Die Prognose einer Lahmheit beim Pferd hängt von der ursächlichen Erkrankung und der Behandlung ab. Generell ist die Prognose besser, je schwächer die Lahmheit ausgeprägt ist und je früher sie erkannt und behandelt wird.

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