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Hufrehe beim Pferd

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

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Definition:

Pferdehuf

Meist sind die beiden Vorderhufen von der Hufrehe betroffen. Das Bild zeigt ein gesundes Pferd. Foto: vetproduction

Was ist eine Hufrehe beim Pferd?

Die Hufrehe beim Pferd (medizinisch Pododermatitis diffusa aseptica oder Morbus apparatus suspensorii ossis ungularis) ist eine Entzündung des Hufbein-Trägers. Vor allem der vordere Hufteil ist davon betroffen. Später dehnt sich die Hufrehe beim Pferd mitunter auf die Seitenbereiche des Hufs und die Sohle aus. Meistens tritt die Hufrehe beim Pferd an beiden Vorderhufen auf, seltener sind alle vier Hufe betroffen.

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Es gibt verschiedene Formen der Hufrehe, die sich in ihren Ursachen unterscheiden. Während die sogenannte endotoxische Hufrehe zum Beispiel durch Infektionskrankheiten entsteht, kann eine Überlastung des Hufs eine mechanische Hufrehe hervorrufen. Die Symptome sind bei allen Formen ähnlich: Das Pferd lahmt und nimmt häufig eine Schonhaltung ein, um die betroffenen Hufe zu entlasten. Auch die sogenannte Trachtenfußung, bei der das Pferd zunächst mit dem hinteren Hufteil – den sogenannten Trachten – auftritt, gehört zu den typischen Symptomen der Hufrehe.

Der Tierarzt diagnostiziert die Hufrehe beim Pferd anhand der Beschwerden wie Lahmen, Schmerzen (insbesondere bei Wendungen) und stark pulsierenden Mittelfuß-Arterien. Zudem fertigt er ein Röntgenbild an, auf dem sichtbar wird, ob das Hufbein eingeknickt ist. Ist dies der Fall, handelt es sich um eine chronische Hufrehe. Die Behandlung der Hufrehe beim Pferd umfasst zum einen das Kühlen des Hufs sowie orthopädische Maßnahmen wie Gipsverbände oder Hufschuhe, um den betroffenen Huf zu entlasten.

Ursachen:

Was sind die Ursachen von Hufrehe beim Pferd?

Eine Hufrehe beim Pferd kann verschiedene Ursachen haben:

  • Endotoxische Hufrehe: Infektionserkrankungen (z.B. Salmonellose), Verhalten der Nachgeburt
  • Fütterungsrehe: zu hoher Anteil an Kohlenhydraten im Futter, v.a. durch zu viel Getreide und Gräser („Grasrehe“)
  • Vergiftungshufrehe: z.B. durch Eiben
  • Hormonelle Hufrehe: Cushing-Syndrom, Adenom (gutartiger Tumor) in einem Teil des Gehirns (Hypophysen-Zwischenlappen), Hyperlipidämie (Fettstoffwechselstörung infolge falscher Fütterung)
  • Mechanisch ausgelöste Hufrehe: Überbelastung oder Fehlbelastung, Hufverletzungen

Symptome:

Wie äußert sich die Hufrehe beim Pferd?

Die akute Hufrehe beim Pferd äußert sich durch Symptome wie einen schnellen Puls, eine schnelle Atmung und eine erhöhte Körpertemperatur. Das Pferd schwitzt und die Muskeln zittern. Seltener tritt auch Durchfall beim Pferd auf.

Zu Beginn der akuten Hufrehe lahmt das Pferd. Es bewegt sich nur ungern in seiner Box. Sind beide Vorderhufe betroffen, streckt das Pferd diese zur Entlastung weit nach vorne. Die Hinterbeine stehen unter dem Bauch. Zudem pulsieren die Mittelfuß-Arterien stärker. Beim Gehen setzt ein Pferd mit akuter Hufrehe zunächst den hinteren Teil des Hufs (sog. Trachten) auf – die Trachtenfußung gehört zu den typischen Symptomen der Hufrehe beim Pferd. Die Hufkrone sinkt ein.

Eine Hufrehe beim Pferd kann auch chronisch verlaufen. Die Symptome unterscheiden sich zunächst nicht von der akuten Hufrehe. Der Huf wird immer weiter geschädigt, die Hufkapsel ist verformt. Das Hufbein knickt nach hinten und senkt sich ab. Dadurch faltet sich die Haut auf und die Hufsohle wölbt sich vor. Da das Horn, aus dem der Huf besteht, nicht mehr gleichmäßig wächst, entstehen sogenannte Rehe-Ringe. Ist die chronische Hufrehe bereits weit fortgeschritten, kann das Hufbein an der Spitze des Hufs durchbrechen (sog. Hufbeinspitzen-Durchbruch).

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