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Arthritis (Gelenkentzündung) beim Pferd

 

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Diagnose:

Wie wird eine Arthritis (Gelenkentzündung) beim Pferd diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Arthritis (Gelenkentzündung) beim Pferd sind verschiedene Untersuchungen nötig. Zunächst beobachtet der Tierarzt das Pferd im Schritt, Trab und gegebenenfalls Galopp (Ganganalyse). Er lässt sich das Pferd vorführen, manchmal sogar vorreiten oder longieren. Dann tastet er die Beine und Gelenke ab. Besonders achtet der Tierarzt hierbei darauf, ob das Pferd an einer Stelle schmerzhaft reagiert und ob bestimmte Gelenke geschwollen, druckempfindlich oder wärmer als gewöhnlich sind. Auch beurteilt er, ob die Gelenke normal beweglich sind. Manchmal führt er sogenannte „Beugeproben“ durch: Er beugt ein Bein des Pferdes eine Zeit lang und lässt das Pferd dann erneut vorlaufen. Durch diese „Provokation“ des Gelenks werden kleinere Schwächen deutlicher hervorgehoben und der Tierarzt sieht, welches Gelenk erkrankt ist.

Auch durch „diagnostische Injektionen“ kann der Tierarzt das betroffene Gelenk der Arthritis beim Pferd näher definieren. Hierfür spritzt er ein örtliches Betäubungsmittel an bestimmte Nerven der Gliedmaße. Ist die schmerzhafte Stelle durch die Injektion betäubt, lahmt das Pferd weniger und der Tierarzt weiß nun, welches Gelenk die Ursache für die Schmerzen ist. Um die inneren Strukturen beurteilen zu können, fertigt der Tierarzt Röntgen-Untersuchungen der Beine an und führt manchmal eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durch. Oftmals entnimmt er Gelenkflüssigkeit (Synovia) und lässt sie im Labor untersuchen. Auch eine Computertomografie oder Magnet-Resonanz-Tomografie kann zur weiteren Diagnose einer Arthritis beim Pferd hilfreich sein. In einigen Spezialkliniken führen die Tierärzte Szintigrafien durch, um die Ursache für eine Lahmheit beim Pferd zu diagnostizieren.

Behandlung:

Wie kann eine Arthritis (Gelenkentzündung) beim Pferd behandelt werden?

Eine Arthritis (Gelenkentzündung) beim Pferd behandelt der Tierarzt abhängig von der Ursache, die die Entzündung hervorgerufen hat. Bei einer Gelenkentzündung, die durch eine Verletzung entstanden ist, rät er oftmals, das Gelenk zunächst zu schonen. Zusätzlich ordnet er eine physikalische Therapie an, zum Beispiel Anwendungen mit kaltem oder warmem Wasser, oder eine Physiotherapie (Krankengymnastik). Er verabreicht dem Pferd Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente (z.B. Nichtsteroidale Antiphlogistika und Kortison). Diese verabreicht er über das Futter oder als Spritze. Manchmal spritzt der Tierarzt die Mittel auch direkt in das Gelenk.

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Bei Knochenbrüchen sowie Verletzungen der Menisken und Bänder als Ursache der Arthritis, ist unter Umständen eine Operation nötig. Je nach der Verletzung kann der Eingriff mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie) erfolgen. Ansonsten muss der Tierarzt das Gelenk öffnen (Arthrotomie), um die Ursache der Gelenkentzündung zu behandeln.

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