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Kopfschiefhaltung bei der Katze

 

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Kopfschiefhaltung Katze

Eine Kopfschiefhaltung bei der Katze zeigt sich dadurch, dass die Katze ihren Kopf schief hält und ihn nicht in seine richtige Position bringen kann. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Kopfschiefhaltung bei der Katze?

Eine Kopfschiefhaltung bei der Katze äußert sich dadurch, dass die Katze den Kopf dauerhaft nach links oder rechts dreht – sie kann den Kopf nicht gerade halten. Der Besitzer erkennt dies am besten, wenn er die Höhe der Ohren vergleicht. Die Katze hält das eine Ohr immer tiefer als das andere. Die Kopfschiefhaltung bei der Katze ist ein Hauptsymptom einer Erkrankung des Gleichgewichtsapparats– des sogenannten Vestibularsyndroms.

Häufig treten neben der Kopfschiefhaltung weitere Symptome auf, beispielsweise ein Augenzittern (Nystagmus). Oftmals hat die Katze auch Probleme, gerade zu laufen und kippt zu einer Seite. Eine Kopfschiefhaltung kann durch viele verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden, die alle das Gleichgewichtsorgan beeinflussen.

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Kurzfristige Kopfschiefhaltungen können bei der Katze auch auftreten, wenn sie etwas im Ohr hat, das Ohr entzündet ist oder wenn sie sich gestört fühlt – die Katze ist dann aber in der Lage, den Kopf normal zu bewegen. Bei einem Vestibularsyndrom kann sie den Kopf zumindest eine Zeit lang nicht gerade halten.

Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Kopfschiefhaltung bei der Katze?

Die Ursachen für eine Kopfschiefhaltung einer Katze sind sehr verschieden. Die Katze kann normalerweise ihren Kopf gerade halten, weil sie die äußeren Reize, die auf sie wirken, mithilfe des Gleichgewichtsorgans im Innenohr aufnimmt. Die Informationen werden durch Nerven ins Gehirn übertragen, dort verarbeitet und geben entsprechende Befehle an die notwendigen Muskeln weiter. Eine Störung dieses Systems kann an jeder Stelle auftreten. So kann beispielsweise eine Entzündung im Innenohr das Gleichgewichtsorgan direkt schädigen (periphere Erkrankungen). Andere Erkrankungen wirken direkt auf die Nerven oder das Gehirn und verhindern dort, dass die Informationen richtig verarbeitet werden (zentrale Erkrankungen).

Mögliche Ursachen für eine periphere Erkrankung des Gleichgewichtorgans und eine Kopfschiefhaltung bei der Katze sind unter anderem:

  • Mittelohr-Entzündung
  • Innenohr-Entzündung
  • Polypen
  • Verletzung des Trommelfells
  • Knochenbruch des Felsenbeins (knöcherne Struktur am Innenohr)
  • Angeborenes Vestibularsyndrom
  • Vergiftungen
  • Tumoren
  • Idiopathisches Vestibularsyndrom: Diese Sonderform beschreibt einen Zustand, bei dem die Katze Störungen des Gleichgewichtsapparats zeigt, deren genaue Ursache bislang nicht bekannt ist. Bei Katzen kann sich ein idiopathisches Vestibularsyndrom in jedem Alter zeigen. Es tritt plötzlich auf und in den meisten Fällen erholt die Katze sich innerhalb einiger Tage mit ein wenig Unterstützung.

Mögliche Ursachen für eine zentrale Erkrankung des Gleichgewichtorgans und eine Kopfschiefhaltung bei der Katze sind unter anderem:

  • Blutung
  • Infarkt
  • Feline infektiöse Peritonitis (FIP)
  • Eine Verletzung und damit einhergehendes Schädel-Hirn-Trauma
  • Mangel an Thiamin
  • Tumoren im Gehirn und an den Nerven
  • Parasiten (Protozoen)
  • Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute (Meningoenzephalitis)

Symptome:

Wie äußert sich eine Kopfschiefhaltung bei der Katze?

Eine Kopfschiefhaltung bei der Katze zeigt sich dadurch, dass die Katze ihren Kopf schief hält und ihn nicht in seine richtige Position bringen kann. Eine Kopfschiefhaltung bei der Katze ist häufig das Hauptsymptom einer Erkrankung des Gleichgewichts der Katze (Vestibularsyndrom). Das Vestibularsyndrom der Katze kann von vielen weiteren Symptomen begleitet sein:

  • Augenzittern (Nystagmus)
  • Die Katze kann nicht mehr normal laufen, häufig kippt sie zu einer Seite oder fällt um. Auch kann sie in eine Richtung rollen.
  • Schielen
  • Die Kopfnerven können beeinträchtigt sein.
  • Horner-Syndrom: Die Pupillen sind klein, das Auge liegt tiefer in der Augenhöhle, das dritte Augenlid kann vorgefallen sein und das Augenlid hängt.
  • Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Lösen Störungen im Gehirn die Kopfschiefhaltung bzw. das Vestibularsyndrom aus, können auch schwerwiegendere Symptome wie Ohnmacht oder Krampfanfälle auftreten.

 

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